Ubuntu und MariaDB – Wann? UPDATE
Januar 28, 2013 um 2:25 vormittags | Veröffentlicht in Free Software/Open Source, Ubuntu, Ubuntuusers | 9 KommentareNachdem Oracle Sun aufgekauft hat sind bereits viele Projekte in Oracles Händen zerflossen. OpenOffice.org wurde in LibreOffice geforkt und der Großteil der Community-Entwickler schlossen sich dem Fork an. OOo fristet seither ein eher bescheidenes Dasein unter dem Dach der Apache Foundation. OpenSolaris, die Community-Version von Solaris wurde von Oracle abgewürgt, die wichtigsten Entwickler gründeten den Fork OpenIndiana. Das ODF-Plugin für MS Office, unter Sun kostenfrei erhältlich, war von Oracle für etwa $ 70,- zu beziehen. Inzwischen laufen alle Links von Oracles Website zum Plug-In ins Leere.
Bei MySQL versucht Oracle Anwender offensichtlich zum Umstieg auf Oracles Datenbank oder zumindest auf die Enterprise Version zu bewegen. Eine nicht-öffentliche Fehlerdatenbank und ein Ausgrenzen der Community machen MySQL, trotz GPL, zu einem proprietären Projekt. Auch scheinen in der Community-Version seit dem Verkauf wichtige Funktionen zu fehlen. So erhalte ich beim Einsatz von MySQL (5.5) aus den Ubuntu-Quellen nur Fehler, wenn ich versuche TRIGGER, EXCEPT, ROLE oder CHECK zu verwenden.
Mehrere Distributoren haben inzwischen angekündigt die Standard-Datenbank von MySQL auf MariaDB umzustellen, OpenSuse hat es sogar schon gemacht. MariaDB ist ein Fork von MySQL, geleitet von Michael Widenius, dem Schöpfer von MySQL. Es verspricht Feature-Gleichheit oder sogar -Vorsprung zu MySQL Enterprise und wird als OpenSource-Projekt geführt. Leider gibt es dazu noch keine Aussagen von Ubuntu.
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Heeeere commmmes annnnnnnotherone …..
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Liebe Ubuntu-Entwickler, bitte folgt dem Beispiel eurer Kollegen und ersetzt MySQL durch eine bessere Alternative.
P.S.: Eine Anleitung um MariaDB auf Ubuntu/Debian zu installieren.
[UPDATE 2]
Auch Slackware und Arch setzen nun auf MariaDB. Bei Ubuntu gibt es weder auf der offiziellen Homepage, noch bei Mark Shuttleworth irgendwelche Kommentare dazu. Immerhin auf Ubuntuusers gibt es einen Artikel zu MariaDB, welcher allerdings erst im Aufbau ist. Man kann wohl nicht davon ausgehen, dass MariaDB bereits in Ubuntu 13.04 enthalten sein wird. Vielleicht haben wir ja Glück und es kommt mit 13.10. Inzwischen liebäugle ich mit einem Umstieg …
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9 Kommentare »
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Schöner Beitrag, sehe ich genau so.
Der einzige warum MySQL immer noch so gut da steht ist IMHO, dass es eine ziemlich große Verbreitugn hat und die betreiben von Produktivsystemen (Blog, CMS usw.) sich da scheinbar ein bisschen scheuen, auf ein anderes RDBMS umzusteigen.
Comment by Jochen Schnelle— Januar 28, 2013 #
Ich konnte MariaDB leider noch nicht testen, da sich die Installation unter Ubuntu schwieriger gestaltet als angenommen.
Laut Website ist es aber ein indrop-replacement. Also eine gleichwertige Lösung, die sowohl binär-Kompatibiltät der Bibliotheken als auch APIs bereitstellt. Angeblich soll nach einem “Upgrade” auf MariaDB alles ohne Neueinrichtung weiterhin so funktionieren wie zuvor.
Ich möchte es ja gerne probieren, es gibt aber für Quantal keine Pakete oder Repositories (auch nicht auf Launchpad). Ich habe bereits den Code selbst kompiliert, stehe aber bei der konkreten Installation an.
Comment by tok1hama1san— Januar 28, 2013 #
Es kann schon sein, dass MariaDB “nur” fertige Pakete für die LTS-Versionen bietet. Das ist bei Programmen, die auf “Entreprise” Anwendungen schielen, nicht unüblich.
Comment by Jochen Schnelle— Januar 28, 2013 #
Damit hätte ich kein großes Problem. Das Problem, das APT bei der Installation hat ist, dass es behauptet das Paket
mysql-commonwürde die Paketemysql-client-5.1,mysql-server-5.1undmysql-server-core-5.1“beschädigen”.Das ist deswegen interessant, weil die äquivalenten mysql-Pakete in der Version 5.5 vorliegen und nicht in 5.1.
Auch habe ich bereits alle mysql-Pakete manuell deinstalliert (was mir den halben KDE mitgenommen hat) und dann versucht mariadb zu installieren. Das Problem von APT blieb jedoch bestehen.
Comment by tok1hama1san— Januar 28, 2013 #
MariaDB gibt’s dann, wenn sich jemand darum kümmert, ein Paket in Debian bereit zu stellen.

Da Debian aber momentan im Freeze ist, wird das wohl erst in ein paar Monaten passieren, dann aber denke ich ziemlich sicher
(Will jemand das entsprechende Paket erstellen? Wenn ja ist es (mit etwas Geduld) einfach möglich, das auch in die Distribution zu bekommen.)
Comment by Ximion— Januar 28, 2013 #
Es würde mich ja verdammt interessieren wie man ein deb-Paket baut. Bis jetzt habe ich aber noch keine verständliche Anleitung gefunden, die nicht sagt: Drück einen Knopf in KDevelop. (Ich wüsste es gerne von der Basis aufwärts.)
Comment by tok1hama1san— Januar 28, 2013 #
Da gibt es zwei Anlaufpunkte: Einmal http://wiki.debian.org/Packaging mit generellen Infos (auch, um kleinere Pakete schnell zu erstellen).
Und dann, aber wirklich von der Basis aufwärts, den Maintainer Guide: http://www.debian.org/doc/manuals/maint-guide/ Dieser umfasst nahezu alle Aspakte des Paketebaus und ist sehr sinnvoll als Referenz, wenn man ein Paket in Debian einbringen will.
(btw, aus irgendwelchen Gründen will der Blog meine normale Mailadresse (matthias [at] tenstral.net) nicht, da sie mit ‘nem Benutzer registriert sei… Komisch.)
Comment by Ximion— Januar 28, 2013 #
Danke dir. Werde mich da mal umsehen sobald meine Prüfungen vorbei sind.
Was deine eMail-Adresse angeht, so kann ich leider nicht viel tun, da der Blog noch auf wordpress.com läuft. Vielleicht wenn ich ihn endlich auch meinem eigenen Server laufen habe.
Comment by tok1hama1san— Januar 28, 2013 #
Ach, doof… Da hatte ich nicht drauf geachtet, war wohl zu müde gestern
Comment by Ximion— Januar 29, 2013 #