Broken Age Act 1

Februar 14, 2014 um 12:00 nachmittags | Veröffentlicht in Games, GNU/Linux, Ubuntuusers | Hinterlasse einen Kommentar

Ende Jänner 2014 erschien nach fast 2 Jahren Entwicklungszeit der erste Teil des ursprünglich Double Fine Adventure genannten Spiels. Dieses Spiel wurde durch eine der erfolgreichsten Crowdfunding Kampagnen der letzten Jahre finanziert. Damit wurde es Double Fine möglich, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, ihre Kreativität frei spielen zu lassen und ein Spiel zu kreieren, wie sie es selbst spielen wollen würden. In der Spielebranche ist das ja oft nicht der Fall, weil die Ideen und Vorschreibungen von Management und Marketing berücksichtigt werden müssen. Nach Double Fine haben viele weitere Studios ihr Glück im Crowdfunding versucht und mehr oder weniger erfolgreiche Kampagnen gefahren.

Es ist eine bekannte Tatsache, dass die meisten Crowdfundingprojekte ihre selbstgesetzte Frist um ein Vieles überschreiten. So auch Double Fine Adventure. Der heute unter “Broken Age” bekannte Titel wurde ursprünglich für Oktober 2012 angekündigt. Nachdem dieser Termin nicht eingehalten werden konnte gab es, verständlicher Weise, keinen weiteren Termin. Man wollte sich Zeit lassen und ein gutes Spiel erzeugen, eine Taktik die heute viele Projekte, wie auch ihre Unterstützer, vorziehen. Gegen Ende 2013 wurde dann bekannt, dass Tim Schafer sich finanziell übernommen hatte und dem noch nicht abgeschlossenen Projekt das Geld ausging. Deswegen wurde das Spiel in 2 Teile aufgeteilt. Der 2. Teil soll später im Jahr erscheinen und kostenlos für alle sein, die bereits den ersten Teil besitzen.

Broken Age war die 2. Crowdfunding Kampagne, welche ich mitfinanzierte und viele sind ihr gefolgt. Mein ursprünglicher Grund für die Unterstützung war: es sollte zeitgleich mit einer Windows- und MacOS-Version auch eine Linux-Version erscheinen. Jetzt, 14 Tage nach dem ursprünglichen Erscheinen, kam ich endlich dazu ein modernes Point&Klick-Adventure der alten Schule zu spielen. Mein erster Eindruck: interessante Grafik.

Die Grafik

Die schon angesprochene Grafik sticht dadurch hervor, dass sie nicht versucht Fotorealismus in HD nachzuahmen. Die Figuren und Hintergründe sind mehr im Stil einer Ölkreidezeichnung gehalten. Die Bewegungen der Figuren ist eine Stufe höher anzuordnen als Flash-Animationen und sind angenehm. Es scheint so, als ob hier versteckt 3D-Modelle eingesetzt wurden um einen Effekt lebendiger 2D-Objekte zu erzeugen.

Der Sound

Die Stimmen der Charaktere sind passend gewählt. Allerdings war ich mir bis zum Ablaufen der Credits nicht bewusst, dass die Stimme der männlichen Hauptperson von Elijah Wood verliehen wurde. Die Hintergrundmusik passt zum Geschehen und ist recht unaufdringlich.

Die Geschichte

Ich werde hier nicht näher auf die Details der Geschichte eingehen um niemandem den Spaß am Spiel zu nehmen. Das Spiel beinhält viele kleine Rätsel und einen interessanten Twist zum Ende des ersten Aktes. Der erste Akt selbst ist aufgeteilt in zwei Geschichten, welche sich im Laufe des Spieles überschneiden. Beendet man die eine, beginnt man automatisch mit der anderen. Ich begann das Spiel mit Vella, einem jungen Mädchen in einem Dorf voller Bäcker, welchem eine besondere Ehre zufällt. Sie darf zum Schutz des Dorfes von einem Monster gefressen werden. Mit ihrem Schicksal nicht einverstanden flieht sie und sucht einen Weg das Monster zu töten. Die zweite Geschichte dreht sich um Shay, einen Jungen der in einem Raumschiff von einem Computer mit überbordendem Beschützerinstinkt aufgezogen wird. Er wird Tag für Tag auf gestellte “Rettungsmissionen” geschickt um seine Laune zu erhalten. Eines Tages findet er einen Weg aus seinem Trott.

Fazit

Der erste Akt des Spiels war sehr interessant, wenn auch etwas kurz. Es gab viele witzige Ideen und Gags, die Charaktere sind sympatisch und die Geschichten sind ungewöhnlich. Wenn der zweite Teil des Spieles diese Qualität halten kann, dann hat sich die Wartezeit ausgezahlt.

Project Godus – möglicher Linux Support [Update]

Dezember 19, 2012 um 8:15 nachmittags | Veröffentlicht in Games, Ubuntuusers | Hinterlasse einen Kommentar

Für all diejenigen, die das Herzschlagfinale bis jetzt noch nicht miterlebt haben: Project Godus, das aktuell in der Entwicklung befindliche Werk von Peter Molyneux (Populous, Dungeon Keeper, Black&White) hat vor ein paar Stunden sein Kampagnenziel auf Kickstarter erreicht (450.000 GBP).

Pünktlich dazu haben sie weitere Stretch-Goals veröffentlicht. Linux- und OUYA-Support sollen kommen, wenn die Kampagne in den verbleibenden 40 Stunden noch mindestens 100.000 GBP einnimmt. Geht auf die Kickstarter-seite und schaut auch das Prototyp-Video an.

Auch wenn 100.000 im Vergleich viel sind, so hat das Projekt in den letzten paar Tagen mehr als 150.000 GBP Unterstützung eingefahren. Noch etwas mehr und Linux ist wieder um ein Großartiges Spiel reicher – ganz unabhängig von Steam.

[UPDATE] Das Stretch-Goal Linux-Support wurde auf 525.000 GBP heruntergesetzt. Aktuell stehen wir bei 521,364 GBP und 74 Minuten. [/UPDATE]

[UPDATE 2] Was für ein Herzschlagfinale. Eineinhalb Minuten vor der Deadline springt der Counter auf exakt 525.000 GBP. Die Kampagne endet mit 526.523 GBP. Godus kommt auf Linux! [/UPDATE 2]

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Ein Dungeon Keeper-Klon für Linux

Dezember 1, 2012 um 11:41 vormittags | Veröffentlicht in Games | Hinterlasse einen Kommentar

Wer hat Dungeon Keeper gespielt? Hand hoch! Ja, Sie mit dem vielen Geld bitte vorkommen!

Für mich ist Dungeon Keeper (besonders der 2. Teil) eine Perle der Spielgeschichte. Eines der ersten Spiele in welchem man aus Sicht des Bösen die Helden verkloppen konnte. Die Gott-Sicht, die Peter Molyneux auch in seinen späteren Spielen gerne einsetzte, machte Dungeon Keeper für einem Werkzeug für Kreative. Dungeon umgraben, neue Gegenden erkunden, neue Räume bauen, Kreaturen anlocken und den Gegner auf gefinkelte Art oder mit Brute Force besiegen. Besonders in den Pet-Dungeons konnte man die Sau rauslassen. Das erste konnte man sogar ohne eine einzige Kreatur gewinnen (Imps ausgenommen). Ein Beispiel für kreatives und originelles Spielen.

Leider ist Bullfrog, die Firma hinter Dungeon Keeper, bei der Produktion des 3. Teiles in die roten Zahlen geraten, wurde insolvent und von einem anderen Studio gekauft: EA Games. Dass EA Games Hemmungen dabei hat originelle Spiele zu produzieren sollte allgemein bekannt sein. Daher liegt Dungeon Keeper zur Zeit auf Eis.

Eigentlich Schade ein solch gutes Konzept verkommen zu lassen. Das haben sich zum Glück auch ein paar Leute aus dem Vereinigten Königreich gedacht. Die kleine Firma Subterranean Games arbeitet nun schon seit gefühlt zwei Jahren an den Grundlagen eines Dungeon Keeper Klons. Mit War for the Overworld möchten die Entwickler die besten Eigenschaften aus den Spielen Dungeon Keeper, Overlord, StarCraft und Evil Genius in einem DRM-freien Titel zusammenführen. Inzwischen haben sie einen “Proof of concept” herausgebracht und streben im Rahmen einer Kickstarter-Kampagne eine Finanzierung von 150.000 GBP an. Nach erst zwei Tagen sind bereits über 22.000 GBP zusammengekommen. Die Kampagne läuft noch bis zum 3. Jänner 2013.

Warum veröffentliche ich das auch hier im Planeten? Dungeon Keeper und Dungeon Keeper 2 waren damals ausschließlich Windows-Spiele. Man bringt sie aber inzwischen mit Wine (oder PlayOnLinux) ohne Probleme zum Laufen. War for the Overworld wird auf der Unity-Engine basieren, welche ja seit Version 4 nativ Linux unterstützt. Daher wird WFTO auch nativ für Linux/Mac OS/Windows produziert. Eine gute Chance ein vielversprechendes Spiel auf die Linux-Plattform zu holen.

Peter Molyneux selbst ist im übrigen nicht an der Sache beteiligt. Er wandelt zur Zeit auf den Spuren von Populous, dem ersten God-View Spiel überhaupt. Eine Art Remake unter seiner Führung ist zur Zeit ebenfalls auf Kickstarter vertreten: Project Godus. Hier ist eine Linux-Unterstützung allerdings noch fraglich.

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