Der erste Tag vom Rest jeden Lebens
Dezember 20, 2012 um 11:28 nachmittags | Veröffentlicht in Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarWer glaubt an einen Weltuntergang am 21.12.? Hände hoch? Irgendwer?
Das hier ist kein Oh-nein-wir-werden-alle-sterben Artikel. Um genau zu sein will ich nur Folgendes verbreiten: Ruhe und Gelassenheit. Es kommt nicht oft vor, dass eine der fast täglich stattfindenden Weltuntergangsprohezeiungen von der Presse und Hollywood so gefeiert wird wie heute. Noch seltener, dass Pseudo-wissenschaftliche “Beweise” dafür vorgelegt werden.
Beginnen wir doch damit. Ich bin kein Altertumsforscher, kein Kenner der Ethnien Südamerikas und auch nicht sonderlich bewandert im Wesen der Maya. In diesem Punkt bin ich den meisten Menschen, den Redakteuren von sensationsgeilen Zeitungen eingeschlossen, gleich. Allerdings ist mir eines bewusst: bloß weil eine Kultur Kalender angefertigt hat und ausgerottet wurde bevor sie die nächste Edition veröffentlichen konnten, bedeutet das noch lange nicht, dass sie irgendwelche hellseherischen Fähigkeiten gehabt hätten.
Die zum erbrechend gleiche sensationelle Berichterstattung der Hundekot-Medien zu dem Thema wird mit den heutigen Ausgaben sicherlich ihren Höhepunkt erreichen, bevor morgen entweder peinliche Ablenkungsversuche von der Eigenen Panikmache, verwunderte Fragen nach “wars das?” oder einfache Selbstverleugnung die Titelblätter zieren. Ich warte schon auf die lächerlichen Interpretationsversuche, was am – ganz normalen – Freitag die Weltuntergangsstimmung gerechtfertigt hat.
Kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Posts. Ich habe keinen Angst vor diesem “Weltuntergang”. Ich habe Angst vor den Leuten, die an ihn glauben. Vor Leuten, die in einer Art Wahn ihren persönlichen Weltuntergang zelebrieren wollen. Deshalb nochmal meine Botschaft: Bleib ruhig und schalt dein Hirn ein. Die einzigen, die bis jetzt vom Weltuntergang geredet haben ist die Boulevard-Presse. Damit sie was schreiben können. Die müssen ihre Seiten füllen. Dass sie dabei nicht zimperlich sind und das Wohl der Bevölkerung unter “U” wie “Unwichtig” abgelegt ist, ist bei Medien a’la Bild-Zeitung nichts Neues. Die sensationsheischende Art der Berichterstattung stachelt die Bevölkerung, speziell die, die bereits auf der Kippe stehen, nur noch mehr an.
Deswegen kann nicht oft genug gesagt werden: atme tief durch und denk nach. Nichts wird passieren. Das ist ein ganz normaler Freitag. Nicht einmal der 13. eines Monats. Wir gehen in die Arbeit, machen früh Schluss und freuen uns dann auf ein langes Wochenende. Ich persönlich freue mich auf den Gesichtsausdruck meiner Freundin, wenn sie ihr Geschenk sieht.
Schöne Zeit, Euch allen!
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Apollo 13 – “Failure is not an option”
Oktober 4, 2011 um 8:05 nachmittags | Veröffentlicht in Buch, Film, Multimedia, Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarAls Computer-Geek hat man gewissen Verpflichtungen ein Klischee einzuhalten. Auch wenn der dicke, pickelgesichtige Junge mit den Bierflaschenbrillen teilweise bis heute mit Programmierern und Linux-Enthusiasten verbunden wird (ja, auch Linus wächst noch), so haben viele von uns heute sogar maßgeschneiderte Anzüge an oder sind aus dem Keller (oder Dachboden) der Eltern ausgezogen (man stelle sich diese Überwindung vor!) um irgendwo ein Mädchen (wow!) zu finden. Zum Glück gibt es inzwischen auch eine nicht unbeträchtliche Zahl an weiblichen Geeks die sich nicht scheuen ihren Interessen zu folgen. Aber ich schweife ab.
Zum Klischee des Geeks zählt unter anderem die Affinität zu technischem Spielzeug, das Studium von technischen Details und, natürlich, der Genuss von Filmen die mit technischen Themen aufwarten. Für viele ist die ultimative Entscheidung jene, ob Captain Kirk oder Han Solo cooler/heroischer/sonstwas ist. Mir gefällt Star Wars zwar besser, aber ein großes Problem mit Pille oder Spock hatte ich auch noch nie. Um eins klarzustellen: Filme/Serien mit technischem Thema sind für mich zwar von Interesse, nehmen aber sicher keinen exklusiven Platz bei mir ein. Braveheart, Lord of the Rings oder Mononoke Hime vertreten weitaus größere Gruppen von DVDs in meinem Regal. Nichts desto trotz handelt es sich bei Apollo 13, mit Tom Hanks, Bill Paxton, Kevin Bacon, Ed Harris und Gary Sinise neben anderen wohl um einen der besten Streifen derer ich eine Kopie mein Eigen nennen darf.
Neben vielen emotionalen Szenen, wie der Start von Apollo 13, das fiktive "Failure is not an option" von Gene Kranz oder die komplette Landeszene bis zur Wasserung besticht der Film durch die großartige Leistung der wichtigen Charaktere welche die Anspannung, die Konzentration und die zunehmende Entnervung aller Beteiligten gut vermitteln können. Die gelungene Musik tut ihr Übriges.
Um das Ganze nicht zu einem verspäteten Werbeartikel zu machen möchte ich kurz meine Vorbelastung erläutern. In Wien, Österreich lebend habe ich natürlich von klein auf sehr viel mit Raumfahrt zu tun gehabt. Von Menschen die noch nie aus ihrem Bezirk herauskamen bis zu einer Schulklasse, in der jeder Zweite der Meinung war die Welt sei flach, umringt, war mein Vater, ein belesener und investigativer Enthusiast des Themas Raumfahrt, die einzige Person die versuchte meinen Intellekt anzustacheln und meine Interessen über SNES und Co. hinaus zu wecken. Dementsprechend konnte ich mit 10 Jahren den Countdown von 10 abwärts bis zum "We have a lift off" auf Englisch aufsagen, wusste, dass der kalte Krieg sich nicht nur auf dem Erdboden abspielte und kannte die grundsätzliche Art und Weise in der Raketen und das Space Shuttle funktionierten.
Als der Film Apollo 13 in Österreich in die Kinos kam war dies natürlich ein Pflichttermin für unsere Familie. Gegen 18:00 startete die Vorstellung im Gartenbaukino, Parkring 12, und entführte mich in eine Welt der Schwerelosigkeit. Interessanter Weise war es damals für mich ein Film wie jeder Andere. Disney & Co. hinterließen zwar geringere Eindrücke, waren damals aber trotzdem interessanter. Erst später, als mein Vater den Film auf Kaufkassette (DVDs waren noch nicht sehr verbreitet) mitbrachte, hatte ich wieder die Gelegenheit ihn mir anzusehen. Jene VHS-Kassette trug auf einem (gegenüber heutigen Geräten) kleinen 4:3 Fernseher eine solche Kraft, dass mich der Film seit damals nicht mehr losließ.
Durch den Film bekam ich das Interesse daran mich etwas mit der Geschichte hinter dem Ereignis zu beschäftigen. So wältzte ich viele deutsche und englische Wiki-Artikel und kaufte mir bei einer Freundin, welche in einem Bücherladen arbeitet die englische Originalfassung von "Lost Moon", welches seit dem Film, welcher wiederum auf dem Buch basiert, unter dem Namen "Apollo 13" erhältlich ist. Das Buch stellt gewisser Maßen die Memoiren von Jim Lovell, dem Kommandanten von Apollo 13, dar ist aber in einer ansprechenden Romanform geschrieben. Es beschreibt detailiert die Vorgänge in Apollo 13, gibt aber auch Einblick in alltägliche NASA-Arbeit und den Werdegang Lovells ohne langweilig zu werden. Oder möglicherweise sehe nur ich als technikaffiner Geek das so…
Nun ja, genug geschwärmt. Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote: Wie Gene Kranz, der verantwortliche Flight Director von Apollo 13 im Making Of zum Film erklärt hat er die Worte "Failure is not an option", welche ihm im Film in den Mund gelegt werden nie gesagt. Er fand sie aber so treffend, dass er diese zum Titel seiner eigenen Memoiren machte.
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Internetkultur
Mai 31, 2011 um 3:50 nachmittags | Veröffentlicht in Internet, Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarJede neue Kommunikationsform, welche über das Gespräch von Angesicht zu Angesicht hinausging, hat neue Arten und "Unarten" an Hilfsmittel hervorgebracht. Letzteres natürlich immer im Auge des Betrachters. War es beim papierenen Brief zum Einen die Möglichkeit mehrere Entwürfe zu verfassen bis die richtige Version gefunden war und zum Anderen die Gefahr, dass die Kommunikation zwischen zwei "Geprächs"partnern abgefangen und manipuliert werden konnte, so ergaben sich durch das Telefon neben kürzere Antwortzeiten auch potentielle ungebetene Mithöhrer.
Internet
Beim Internet schließlich war am Anfang das Austauschen von wissenschaftlicher Information und das Erhalten der US-militärischen Kommandokette dem findigen Hacker, der überall eindringen konnte gegenübergestellt. Neben weiteren technischen Fortschritten über die Zeit ergaben sich auch Möglichkeiten die Eigenschaften des Netzes auszunutzen. So ist es möglich illegales Material in elektronischer Form über den Globus zu verteilen (sei es nun eine Anleitung zum Bombenbasteln, Kinderpornos oder Geheimakten). Auch kann man massenhaft falsche Information generieren und mit etwas HTML- und CSS-Kenntnissen seriös wirken lassen (z.B. der MS Firefox, ein Satireprodukt; inzwischen offline). Cybermobbing ist eine neue Stufe der Verleumdung und Google, Facebook und Co. machen es leicht zuviel über sich selbst zu verraten. Von Spam, PopUps und Werbebannern wollen wir mal gar nicht reden.
UseNet
Die ursprüngliche Diskussionsecke, das Ur-Forum, das erste "Netzwerk" zwischen Privatpersonen überhaupt war jedoch das UseNet. Mit wachsender Nutzerzahl kamen zu ernsthaften Diskussionen Zwischen Menschen mit ähnlichen Interessen Spambeiträge, Nonsensethreads und eine allgemeine Überschwemmung mit DAUs, welche nichts von Netiquette wussten und/oder davon hielten (siehe Eternal September).
Eine weitere sprachliche Entwicklung die das Internet betrifft ist das Verwenden von Abkürzungen oder Abwandlungen von Wörtern mit teilweise sehr eingeschränkter oder stark verallgemeinerter Bedeutung. Dazu gehören z.B. imho, lol, rofl, warez, luserz, i can has … ? usw. Eine Ausprägung dieser Entwicklung ist die Programmiersprache LOLCODE. Über den Unterschied zwischen sprachlicher Entwicklung und Sprachverfall kann man bei diesen Beispielen vermutlich endlos diskutieren.
Ein Beispiel möchte ich besonders herauspicken und beleuchten, da mir seine Verwendung besonders widerstrebt:
Haterz gonna hate
Diese Formulierung ist besonders perfide, da sie automatisch jede Person, welcher das Vorgestellte nicht gefällt als "Hater" abstempelt, also als eine Person die immer etwas auszusetzen hat, der man es nicht Recht machen kann und deren Meinung man deswegen erst gar nicht beachten muss. Mit einem einzelnen Satz verwandelt sich somit jeder Nonsense in ein Kunstwerk, da niemand, dessen Meinung zählt, etwas daran auszusetzen hat. Qualität und Sinnhaftigkeit des Gezeigten werde erst gar nicht in Frage gestellt sondern sind von vornherein festgelegt. Neben der suggestiven Kraft des Satzes gibt es hier noch eine weiterere Wirkung: Jede Person welche sich traut ein eigenes Urteil über das Gesehene zu fällen (, in diesem Fall fällt ein solches Urteil zumeist schlechter aus als von der herzeigenden Person beabsichtigt,) wird von vornherein als Hater beschimpft. Für mich verliert etwas (zumeist ein Bild oder ein Video) bei welchem dieser Satz in (zumeist) großen Lettern prominent zum Einsatz kommt sofort mehrere Level an subjektiv wahrgenommener Qualität, bis zu dem Punkt an dem ein weiteres Auseinandersetzen mit dem Objekt aus Prinzip nicht mehr infrage kommt. Ich würde ja auch nicht mehr in ein FastFood-Lokal zurückkehren in welchem man mich mit einem anderen Wort für Vegetarier "beleidigt" hat, bloß weil ich keinen BigMac essen wollte.
Aus dem obigen schlussfolgere ich: Ein Autor/Produzent welcher diesen Satz prominent zusammen mit seinem Werk veröffentlicht zielt auf ein Publikum ab welches entweder geistig minderbemittelt ist (also eventuell des Gezeigten nur auf Grund des Satzes zustimmt) oder sich keinen Protest zu Äußern traut ab. Die Tatsache, dass diese Person aus diesem eingeschränkten Personenkreis versucht Anerkennung und Befriedigung des (allen Menschen anhaftenden) Geltungsbedürfnisses zu ziehen sagt meiner Ansicht nach viel über das Niveau dieser Person aus.
Lustige oder sogar intelligente Neuschaffungen von Worten und Begriffen mit teilweise auch einfach nur sinnfreien Bedeutungen sind teil unserer Entwicklung und nichts über das man groß diskutieren muss. Sobald es aber an die persönliche Würde oder die persönlichen Freiheiten geht sagen zum Glück sogar manche Gesetze: Hier ist Schluss.
Deshalb hier meine Bitte an dich: Vermeide die Verwendung des hier vorgestellten Satzes. Mache das Internet zu einem besseren Ort, in dem natürlich Veränderungen stattfinden dürfen.

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Gedanken zu Linux 3.0
Mai 30, 2011 um 11:20 nachmittags | Veröffentlicht in Free Software/Open Source, GNU/Linux, Ubuntuusers, Vermischtes | 3 KommentareEs ist soweit. Die Anzeichen der letzten Tage haben sich bewahrheitet: die Versionsnummer des Linux-Kernels steigt auf 3.0. Linus Torvalds hat sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem die Stimmen in seinem Kopf zu laut geworden sind und eine Abkehr von den immer größeren Versionsnummern der 2.6er-Serie gefordert haben. Das letzte Release war ja 2.6.39.
Laut Torvalds ändert das Nummerierungsschema nichts an der Arbeit um den Kernel und auch die Änderungen die die neue Version mit sich bringt wird halten sich auf dem normalen Niveau. Das bedeutet: hauptsächlich Änderungen an den Treibern, neue Treiber z.B. für verschiedene WLAN-Chips, Aufräumarbeiten bei der ARM-Architektur usw.
Die auffälligste Änderung wird das neue Nummerierungsschema sein. Bisher änderte sich die dritte Stelle der Versionsnummer (z.B.: 2.6.30, 2.6.33, usw.), nun sollen sich diese Änderungen in der zweiten Nummer bemerkbar machen. Statt 3.0.1 folgt also auf das kommende 3.0-Release die Nummer 3.1. Mit sich bringt dies natürlich Probleme bei diversen Skripten die sich auf Änderungen an der dritten Stelle verlassen. Diese sollen aber bis zum Erscheinen der stabilen Version (vermutlich Ende Juni/Anfang Juli) umgestellt sein.
Ich personlich denke, dass diese Umstellung die Bedeutung des Kernels als Grundbaustein eines jeden Linux-basierten Systems hervorheben wird. War bis jetzt immer 2.6 als Kernelversion gebräuchlich (, die genaue Zahl an der dritten Stelle war eher unbekannt,) so wird bald von 3.1, 3.3 und 3.7 die Rede sein. Dies wird, meiner Meinung nach, eine schnelle Entwicklung des Kernels assoziieren (der ja mit einem ungefähren drei-Monat-Rhythmus bereits sehr schnell entwickelt wird (Release Early, Release Often)). Ob eine (Assoziation mit einer) schnellere(n) Entwicklung gewollt ist oder überhaupt Sinn macht ist eine andere Frage.
Manche Stimmen befürworteten auch das Abwarten der Version 2.6.42 bis zum Umstieg. Dies wäre auch näher mit dem 20. Geburtstag von Linux zusammengefallen der dieses Jahr gefeiert wird. Alle Froods werden wohl nun auf 4.2 warten müssen.
Laut Heise wird der neue Kernel übrigens den Namen Sneaky Weasel tragen. In Anbetracht des Neuen Nummerierungsschemas hätte ich eine geekigere Idee: L-3PO (Linux – Three Point O).

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Humble Frostbyte Bundle – Trine
April 14, 2011 um 6:55 nachmittags | Veröffentlicht in GNU/Linux, Multimedia, Ubuntuusers, Vermischtes | 3 KommentareWie bereits angekündigt habe ich mir das aktuelle Humble Bundle besorgt. Bisher habe ich erst eines der Spiele getestet: Trine. In diesem Spiel kann man alternativ eine Diebin, einen Kämpfer oder einen Magier spielen. Den Charakter kann man während des Spiels wechseln. Trotz der 3D-Darstellung der Figuren und der Welt ist der Aktionsrahmen auf 2D beschränkt. Filmsequenzen sind überhaupt nur Standbilder. Dies als billige Alternative zu bezeichnen trifft es jedoch nicht, da diese Sequzenzen recht gut gezeichnet sind und zum epischen Erzählstil des Spieles passen. Das Spiel selbst liefert neben Englisch auch eine deutsche Sprachausgabe und ist noch in ein paar anderen Sprachen verfügbar.
Das Spiel selbst ist recht interessant, jedoch lief ich zuerst in ein paar technische Probleme. Mein System ist ein Laptop mit ATI-Grafik-Chip (Mobility Radeon HD 4200; ca. 1,5 GiB Shared), AMD-CPU (Athlon II P320, 2.1 GHz, 64-bit), 4 GiB SODIMM RAM (1333 GHz). Grafiktreiber ist flgrx. An sich sollte das Gerät also wenig Probleme mit neueren (aufwändigeren) Spielen haben. Deshalb entschied ich mich auch dazu das Spiel zuerst mal in voller Auflösung (1366×768) mit vollen Effekten in hoher Qualität auszuprobieren. Problem: im Vollbild-Modus findet das Spiel scheinbar die Maus nicht. Ich war also unfähig im Menü zu navigieren (welches sich scheinbar nicht mit der Tastatur steuern lässt). Zum Glück ließ es sich mit alt+F4 beenden.
Also versuchte ich es erneut mit denselben Einstellungen, nur im Fenstermodus. Da ich leider übersehen hatte die Auflösung umzuändern verschmierte dies leider die Grafikausgabe, sodass ich den X-Server neu starten musste.
Beim dritten Versuch nun, ich habe die Auflösung auf 1280×600 gestellt, ließ sich das Spiel reibungslos starten und bedienen. Interessanter Weise Maus und Tastatur während des Spiels im Fenster gefangen. Das macht das Spielen natürlich etwas angenehmer, wenn sich ein Freund im Kopete meldet oder ich irgendetwas im System machen will muss ich jedoch dieses zuerst beenden … Eine Release-Taste wie bei Virtualbox wäre praktisch. Da die grafische Ausgabe des Spieles jedoch recht rucklig war habe ich die Qualitätsstufe von "Hoch" auf "Medium" gestellt.
Im Menü lassen sich Grafik-, Audio- und Controller-Optionen anpassen. So kann der Spieler z.B. die Standardkonfiguration verwenden oder bis zu drei eigene Konfigurationen erstellen. Scheinbar kann man das Spiel mit bis zu zwei weiteren Spielern zusammen spielen.
Alles in allem ein interessantes Spiel dem ich, wenn ich die Zeit finde, sicherlich noch mehr Aufmerksamkeit widmen werde.

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Humble Bundle #3 ist da
April 12, 2011 um 10:56 nachmittags | Veröffentlicht in GNU/Linux, Multimedia, Ubuntuusers, Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarEs ist Frühling und damit wieder soweit. Wolfire organisiert ein weiteres Humble Indie Frozenbyte Bundle. Man kann, wie schon zuvor, ein paar Spieletitel (diesmal vier) zu einem Preis erwerben den man sich selbst aussuchen kann. Der Betrag kann dann beliebig zwischen dem Spielehersteller, der EFF und der Hilfsorganisation Childs Play aufgeteilt werden. Dazu gibt es noch einen Titel dessen Entwicklung abgebrochen wurde, der aber nach Betrachtung des Trailers zu urteilen halbwegs spielbar sein dürfte. Alle Titel sind von der Humble Bundle-Seite aus verlinkt und stellen Trailer und Screenshots zur Verfügung. Hervorzuheben ist noch, dass die Spiele, sobald gekauft, unter dem zugesandten Link sooft heruntergeladen werden können wie gewünscht und keine DRM-Maßnahmen enthalten. Sie können auf Linux/Mac/Windows sooft installiert werden wie man will.
Das erste dieser Spiele, Trine, scheint mit einer netten Idee aufzuwarten. Entweder als Magier, als Kämpfer oder als Dieb/Ninja? bewegt man sich nach alten 2D Jump’n'run-Prinzip durch diverse Welten. Soweit so klassisch. Der Weg zum Ziel, welches auch immer das ist, ist gepflastert mit Stellen die nicht so leicht zu passieren sind und wo die Lösung, abhängig von der Spielfigur, anders aussieht. Vor allem der Magier scheint interessante Fähigkeiten zu haben. So kann dieser magisch Objekte erschaffen die ihm helfen Fallen zu überwinden und seinen Weg weiter zu gehen. Diese Objekte werden einfach mit der Maus gezeichnet. Physik scheint groß geschrieben worden zu sein, denn alle Objekte scheinen dieser zu gehorchen wie man es sich in der realen Welt erwarten würde.
Die Spiele Shadowgrounds und Shadowgrounds: Survivor konnte ich mir noch nicht näher betrachten, die die Webseiten des Herstellers wohl unter der Last der interessierten Kunden gelitten haben. Was von den Screenshots klar war: hier handelt es sich um 3D-Titel die in einer futuristischen Umgebung spielen. Auch das vierte Spiel, Splot, scheint recht ausgefallen zu sein. Geleitet von einer Fee versucht man als blauer Schleimbeutel die vom Himmel gefallenen Sterne wieder aufzusammeln. Dabei scheint man sich a’la Mario durch 2D-Labyrinthe zu bewegen. Ob es mehr wird als das steht buchstäblich in den Sternen da das Spiel noch in der Entwicklung ist. Sobald es fertig ist wird es zum Bundle hinzugefügt und kann heruntergeladen werden.
Schon das erste Humble Indie Bundle das Wolfire letzten Frühling organisiert hat, hat mich begeistert. Weniger wegen den verschiedenen Spielen (von denen keine so wirklich gut auf meinem Laptop liefen). Sondern wegen der Möglichkeit World of Goo zu einem von mir festzusetzenden Preis (zusätzlich zu ein paar anderen Titeln) zu erwerben und einen Teil dieses Geldes an die EFF zu spenden, die meiner Meinung nach gute Arbeit leistet. Beides Sachen die man natürlich auch jederzeit separat von einander machen kann, hier war das Erschlagen von zwei Fliegen mit einer Klappe einfach ein zusätzlicher Anreiz es wirklich zu tun. Ein weiterer wichtiger Punkt: nach Herstellerangaben sollen alle Titel sowohl auf Linux/Mac/Windows lauffähig sein. Dazu kann ich mich nicht unbedingt äußern, weiß aber von Berichten nach denen die Spiele ohne Probleme liefen. Noch dazu kam im Nachhinein noch die Möglichkeit hinzu, sofern der gespendete Betrag eine bestimmte Grenze überschritt, ein weiteres Spiel dazu zu bekommen. Als dann auch noch die festgelegte Grenze von 1 Mio. USD überschritten wurde und, außer World of Goo, alle Titel unter eine OpenSource-Lizenz gestellt wurden war die Harmonie perfekt.
Auch das zweite Bundle hat mit seinen Titeln und der erneuten Möglichkeit den Preis manuell festzulegen überzeugt: Osmos (einfach aber süchtig machend) war auf jeden Fall den Kauf wert. Den Rest der Titel konnte ich mir aus Zeitgründen noch nicht ansehen. Auch hier gelang es einen Schwellwert zu überschreiten und das Spiel Revenge of the Titans wurde im Quellcode veröffentlicht. Dazu kam die Möglichkeit für alle Käufer des zweiten Bundles die mehr als den Durchschnittsbetrag gezahlt haben auch alle Titel des ersten Bundles herunterzuladen.
Fast schon traditionell ist die Gruppe der Linux-Nutzer mit etwa einem Viertel unter den Käufern vertreten und zahlen mit Abstand am Meisten für die Spiele. Dieses, sich seit dem ersten Bundle fortsetzende, Verhalten scheint das Vorurteil, dass Linux-Nutzer nur nehmen was gratis ist Lügen zu strafen. Zur Zeit sind über 45.000 Bundles für knapp 230.000 USD über den virtuellen Ladentisch gegangen und die Zahl steigt sekündlich. Diese Aktion scheint also nicht nur dem Kunden etwas zu bringen.
Das aktuelle Bundle ist noch bis zum 27. April verfügbar. Ich werde es ziemlich sicher ebenfalls erwerben, warte aber noch den ersten Ansturm ab.
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Blogparade: 8 Antworten an UU.de-Planet-Leser
Dezember 16, 2010 um 11:13 nachmittags | Veröffentlicht in Ubuntuusers, Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarPicomol ruft zu einer Blogparade auf und da der Morgenblog noch nie bei einer solchen dabei versucht er mal mitzumachen. Picomol hat ein paar Fragen an die Blogger im UU-Planeten gerichtet und ich werde versuchen sie so ehrlich wie möglich (hmm, interessante Formulierung) zu beantworten.
Wie lange bloggst du schon und seit wann bist du im uu.de-Planeten aktiv?
Wie es der Zufall will habe ich vor nicht ganz einer Stunde in den Statistiken meines Blogs gewühlt. Dabei habe ich entdeckt, dass der erste Geburtstag des Morgenblog im Uni-Stress ganz untergegangen ist. Der erste Artikel erschien am 20.11.2009 und behandelte die Blogingsoftware Blogilo (damals noch Bilbo Blogger), mit der ich auch heute noch meine Artikel schreibe. Den ersten Artikel für den UU-Planeten habe ich am 06.03.2010 veröffentlicht. Gut, es war nur ein "Hallo, da bin ich". Der erste Artikel mit Substanz kam knapp eine Woche später und behandelte recht ausführlich den damaligen Stand des KDE-Standardtexteditors Kate.
Warum betreibst du einen Blog?
Ursprünglich sollte mein Blog nur als Sammlung von Merkzetteln dienen. Oft genug passiert es ja, dass man etwas interessantes liest oder entdeckt und dann vergisst man es wieder weil man es länger nicht braucht. Für genau solche Fälle sollte der Blog eine Art Auslagerungsspeicher werden. Das hat sich zwar etwas geändert, ich sehe den Blog aber bei weitem nicht als News-Plattform wie pro-linux.de oder Golem.de und habe auch nicht vor ihn jemals dazu zu machen. Dazu habe ich dann doch zu wenig Zeit. Ich freue mich schon, wenn meine Artikel meinen Lesern bei Problemen helfen oder für Verständnis bei einem bestimmten Thema sorgen.
Mit welchem Thema beschäftigt sich dein Blog?
Mein Blog beschäftigt sich in erster Linie mit Linux und OpenSource, mit einem leichten Schwerpunkt auf Ubuntu und KDE. Daneben schreibe ich unregelmäßig Reviews zu Animes die ich gerade gesehen habe und bemühe mich etwas seltener darum mein Verständnis von Politik in Österreich und der Welt darzustellen.
Wie viele Artikel schreibst du im Monat ungefähr?
Das schwankt ziemlich. Kommt darauf an wieviel Inspiration ich finde und ob ich neben Uni und Job auch Zeit dazu habe. Es ist aber gefühlt im Durchschnitt ein Artikel alle ein bis zwei Wochen.
Wann und wo schreibst du deine Artikel?
Wann? Hmm, jetzt ist es gerade 02:03:45 Nachts… Normalerweise schreibe ich meine Artikel in meiner Freizeit, Nachmittags bis Abends. Falls sich das Wo auf den Ort bezieht: entweder zu Hause oder bei meiner Freundin. Falls es sich auf die Hardware bezieht: auf meinem treuen Magi, der schon seit Hardy zu mir hält.
Wie kommst du auf neue Ideen für Blogbeiträge?
Bei FreeSoftware/OpenSource-Themen hauptsächlich durch eigene Beobachtung und Themen in anderen Planeten oder Newsfeeds. Politik findet seinen Weg (wenn) durch aktuelle Ereignisse. Anime werden, wie beschrieben, sofern ich sie für würdig erachte (man ist das geschwollen
) mit einer Review geehrt. Das ist jedoch unabhängig vom Erscheinungszeitpunkt des Anime.
Hast du (auf deinen Blog bezogen) irgendwelche Pläne für die Zukunft? Wenn ja, welche?
Mein Blog soll euch allen das Hirn waschen und zu meinen willigen Sklaven werden lassen.
Abgesehen davon ist die Mission dieses Blogs eine einfache: solange es geht nützliche Artikel veröffentlichen.
Was machst du sonst so in deiner Freizeit?
Programmieren, Spiele spielen (zur Zeit sitze ich immer noch an GTA SA), lesen, kochen.

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KDE SC 4.5 verspätet sich
August 4, 2010 um 2:52 nachmittags | Veröffentlicht in Free Software/Open Source, GNU/Linux, KDE, Ubuntuusers, Vermischtes | 3 KommentareWie Aaron Seigo in seinem Blog berichtet wird sich das offizielle Release von KDE SC 4.5 um eine Woche nach hinten verschieben. Ursprünglich war die Veröffentlichung für heute vorgesehen, das KDE Release Team hat jedoch eine eMail ausgesandt in welcher von Änderungen in letzter Minute gesprochen wird, die das KDE Team noch nicht für vollständig reif hält. Außerdem hätte für die Veröffentlichung kaum Material in Form von fertigen Paketen für verschiedene Distros oder Pressematerial zur Verfügung gestanden. In die nun in einer Woche zu erwartenden Version werden auch Patches Einzug halten, die Probleme mit KDE SC 4.5 beheben, welche es aber nicht mehr zur offiziellen Deadline geschafft haben. Das Release Team fordert alle Entwickler dazu auf wichtige Patches jetzt noch hochzuladen, damit sie in KDE SC 4.5 integriert werden können.
Ein verspäteter KDE SC 4.5? Auch wenn es sich fast als Geburtstagsgeschenk ausgegangen wäre, habe ich lieber einen stabileren als einen früheren KDE (den ich natürlich sofort ausprobieren werde sobald er dann wirklich erscheint). Um eine Grundsatzdiskussion nicht sterben zu lassen: ich denke, dass dieses Verhalten des KDE Release Teams mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringt. Aber natürlich kann das nicht 1:1 auf eine Distribution wie Ubuntu übertragen werden. Ich frage mich jedoch ob es nicht prinzipiell möglich wäre, außerhalb eines LTS-Releases zumindest, im Notfall die Veröffentlichung etwas zu verschieben um das Problem auszumerzen wie bei Ubuntu 6.06, anstatt einen Patch hinterherzuschicken? Manchen schalen Beigeschmack hätte eine neue Installation dann nicht aufkommen lassen und dadurch wären möglicherweise mehr Leute bei Ubuntu/Linux geblieben, die von den Fehlern in Windows genug hatten. Oder wie seht ihr das?

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Fortune Cookies – Die leichte Unterhaltung für zwischendurch
Mai 21, 2010 um 9:11 vormittags | Veröffentlicht in Computer, GNU/Linux, Humor, KDE, Ubuntuusers, Vermischtes | 2 KommentareOb nützliche Tipps zur Bedienung des Systems, Zitate von berühmten Persönlichkeiten oder aus dem Usenet, BOFH-Entschuldigungen, witzige Vergleiche oder ASCII-Kunst, Fortune Cookies sind eine beliebte Bereicherung im täglichen UNIX Alltag. Um das Programm selbst mit einer grundlegenden Auswahl an Cookies installieren genügt ein:
sudo apt-get install fortune
odersudo aptitude install fortune
Mir persönlich haben vor allem die Vergleiche von Betriebssystemen mit Bier oder Fluglinien sehr gut gefallen da sie die Nachteile in witziger Form präsentieren und dabei niemanden auslassen. In den Alltag lassen sich diese witzigen Kurzmeldungen auf verschiedene Arten und Weisen integrieren.
Terminal
Wer beim Start eines neuen Terminals ein Cookie angezeigt haben will muss dazu die Datei .bashrc welche versteckt im HOME-Verzeichnis liegt editieren. Einfach ganz unten ein
echo;
fortune;
echo;
anhängen. (Die leeren echo-Befehle fügen neue Leerzeilen ein und dienen nur der Formatierung. Ihre Verwendung ist Geschmackssache.) Sobald die Datei gespeichert ist wird mit dem nächsten geöffneten Terminal ein Cookie angezeigt.
KDE
Unter KDE4 gibt es die Möglichkeit sich Fortune Cookies per Plasmoid anzeigen zu lassen. Mit
sudo apt-get install plasma-widget-fortunoid
odersudo aptitude install plasma-widget-fortunoid
das Plasmoid installieren und auf den Desktop legen:

In den Einstellungen kann man nun den genauen Befehl festlegen mit dem die Fortunes aufgerufen werden sollen. Dabei kann man die Ausgabe auch auf ein oder mehrere bestimmte Cookies beschränken. Näheres zum Arbeiten mit fortune selbst kannst du im UU Wiki lesen. Hier ein Beispiel für mögliche Einstellungen:

Der Grundsätzliche Befehl das Programm /usr/games/fortune aufzurufen ist fix. Bei den Argumenten kannst du jedoch die Cookies angeben aus denen das Fortune ausgesucht werden soll. In diesem Fall ist das die Datei sneggiesHTML (welche sich in /usr/share/games/fortune befindet). Darunter ist die Wartezeit bevor ein neues Cookie geladen wird auf 3600 Sekunden gestellt. Das entspricht genau einer Stunde. Wem die Schrift ein Graus oder zu klein/groß oder sonstwas ist kann dies ebenfalls einstellen. Zum Schluss kann man noch einstellen ob der Hintergrund des Plasmoids angezeigt werden soll. Wenn das nicht angehakt ist wird der Text freischwebend dargestellt. Dein Wallpaper wird also immer durchscheinen.
GNOME
Unter GNOME gibt es Wanda den wahrsagenden Fisch der sich meines Wissens bei einer Ubuntu-Standardinstallation bei den Widgets befindet welche du in die Menüleiste legen kannst.
Eigene Fortunes erstellen
Wer Ideen hat um eigene Fortunes zu erstellen dem sei folgendes gezeigt:
Fortune erstellen
Mit einem Texteditor deiner Wahl kann es losgehen. Die einzelnen Sprüche/Grafiken/was-sonst-noch werden durch ein einzelnes % am Anfang einer Leerzeile getrennt.
Beispiel:
Ein Elefant der Elend fand
%
Weisheit ist nicht der Weisheit letzter Schluss
%
Gibst du einem Bettler einen Fisch wird er einen Tag lang satt. Gibst du ihm deine Kreditkarte kann er sich sein Leben lang ernähren.
%
usw. …
Hinweis: Wollt ihr die Fortunes im oben beschriebenen Plasmoid anzeigen lassen kannst/musst du HTML-Formatierungen (<br />, <em>, usw…) verwenden.
Sobald du deine Ideen niedergeschrieben hast speichere die Textdatei in UTF-8/Unicode-Kodierung.
dat-Datei erstellen und Fortune-Datei installieren
Um die zu einem Fortune gehörende dat-Datei zu erstellen genügt der Befehl
strfile <Dateiname>
Diese beiden Dateien müssen nun mit root-Rechten in das Verzeichnis /usr/share/games/fortune kopiert werden. Sobald das geschehen ist kann man die eigenen Fortunes mit fortune <Dateiname> aufrufen. Wenn <Dateiname> beim oben beschriebenen Plasmoid als Argument eingetragen wird, so werden nur Cookies aus dem eigenen Fortune angezeigt.
Sneggies
Wie kam ich überhaupt auf das Material für diesen Artikel? Ganz einfach: ich habe es selbst gemacht. Nach einer Idee meiner Freundin welche wir in Jabber-Sessions weiterentwickelt haben, haben sich inzwischen Unmengen an verschiedenen Sneggies (süße Schnecken) angesammelt welche wir mit allen Interessierten teilen möchten. Hier kannst du ein Archiv welche die Dateien und ein makefile enthält herunterladen. Die Dateien stehen unter einer Creative Commons Share-Alike Lizenz. Sie dürfen verändert und weitergegeben werden.
Beispiele:
_@_° Snegge
_@_°° Snegge die herschaut
_@_>> Snegge im Wind
Installation
Die Installation der Dateien ist ganz einfach. Zuerst solltest du aber fortune selbst installiert haben. Dann entpackst du das Archiv (z.B. mit unp). Dadurch erscheinen drei Dateien: sneggies, sneggiesHTML und makefile. Die ersten beiden sind Fortune-Dateien wobei die zweite mit HTML-Tags formatiert ist und im oben beschriebenen Plasmoid schöner dargestellt wird. Für Fortunes im Terminal solltest du die erste Datei verwenden. Die dritte Datei übernimmt die Installation für dich. Dann führst den Befehl
make INSTALL
aus. Dieser wird dich zum Kopieren der Dateien nach deinem Passwort fragen (da das Bearbeiten von /usr/* für den normalen Nutzer root-Rechte benötigt). Sobald das geschehen ist kannst du die Fortunes bereits verwenden. Die Dateien kannst du auch als Vorlage für eigene Fortunes verwenden.
Viel Spaß damit!

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HTML5 <video> und der Codecstreit [UPDATE 2]
Mai 19, 2010 um 8:41 nachmittags | Veröffentlicht in Computer, GNU/Linux, Google, HTML, Multimedia, Ubuntuusers, Vermischtes | 13 KommentareNach einer kleinen Pause meldet sich der Morgenblog wieder zurück. Zwar nicht wie eigentlich geplant mit praktischen Hinweisen zu einem bestimmten Thema, aber mit einer philosophischen Frage zu aktuellen Ereignissen.
Vorgeschichte
Seit der Ankündigung, dass HTML5 native Möglichkeiten mitbringen wird Video- und Audio-Dateien abzuspielen war das Gerate und Gerangel um einen einheitlichen Codec absehbar. Viele Stimmen erhoben sich um mindestens ebensoviele würdige Vertreter des Codec-Clans lobend zu erwähnen, nur um dann in der Versenkung der Nichtbeachtung zu versinken. Übrig blieben am Ende – so schien es – nur zwei Videoformate: OGG und H.264. Wo die einen H.264 (MPEG-4 Part 10) dafür kritisierten, dass in absehbarer Zeit Lizenzkosten für den Codec anfallen würden warnten die anderen vor sogenannten U-Boot-Patenten bei OGG. U-Boot-Patente sind Patente die bei der Implementierung eines Standards eine Rolle spielen, aber niemand weiß, dass es sich dabei um eine patentierte Technik handelt. Und wie ein Schiff, dass in die Torpedoreichweite eines feindlichen U-Boots kommt werden sich die (vermeintlichen) Patentinhaber erst zu Wort melden wenn der Codec Verbreitung gefunden hat und Geld zu holen ist. Im Gegensatz zu einem Verfahren bei dem man den Patentinhaber kennt (H.264) ist es ungleich schwerer zu sagen ob überhaupt ein Patentanspruch besteht wenn ein Produkt von einer Unzahl von Firmen kreiert und mitentwickelt wurde (OGG).
OGG wird sich übrigens in Firefox und Opera finden, welche beide für alle bekannten Systeme verfügbar sind. Fast schon bezeichnender Weise sind der Großteil der H.264-Befürworter selbst Vertreter von proprietärer Software: Internet Explorer und Safari werden H.264 implementieren. Und zur Zeit schaut es so aus als ob sie zusammen mit Chrome (der übrigens beides kann) auf der richtigen Seite stünden: wichtige Videoportale wie YouTube verbreiten ihre Videos neben dem FLV-Format vor allem bei höher auflösenden Clips im H.264-Format mit der Endung *.mp4.
So ist also das Problem, dass beide Kandidaten für einen Einheitlichen Standard für das <video>-Tag in HTML5 bereits vor dessen Verabschiedung ins Kreuzfeuer der Kritik geraten und sich zwei Lager gespalten haben die, einerseits aus berechtigten Gründen, andererseits in auch nicht ganz unberechtigter was-wäre-wenn Manier den jeweils anderen Codec ablehnen. Als Befürworter freier Software stehe ich natürlich zu OGG, auch wenn technische Gründe, Verbreitung und potentielle Patentprobleme für H.264 sprächen. Allerdings kann ich der Logik, dass bloß weil die Alternative möglicherweise mit Patenten belastet sein könnte ich einen Codec wählen soll, der ganz sicher mit Patenten belastet ist nicht wirklich folgen.
Durch die Entscheidungen der Browserhersteller ist es unter Linux bisher nur mit Add-Ons möglich H.264 mit HTML5 im Browser zu nutzen. OGG ist hier wesentlich stärker verbreitet.
Google VP8
Mit der Ankündigung Googles den im Frühjahr erworbenen Codec VP8, der selbst große Ähnlichkeiten mit H.264 hat, unter eine Lizenz zu stellen die das Produkt quasi zu Open-Source macht ist nun ein dritter und sehr aussichtsreicher Kandidat auf der Bühne des mit-mach-Web erschienen. Bei YouTube soll bereits hinter verschlossenen Türen an der Umkodierung von Videos begonnen worden sein und die aktuellen Entwicklerversionen von Firefox, Opera und Chromium sollen bereits mit dem neuen Format umgehen können. Neben dem Open-Source-Argument spricht auch die künftige Verbreitung via YouTube und sicherlich anderen großen Portalen für VP8. Auch wenn dieser wie Kritiker sagen etwas weniger Performance verspricht als H.264, was vor allem bei HD-Videos natürlich ein gewichtiges Argument ist, und ebenfalls U-Boot-Patente auf Grund der Ähnlichkeiten mit eben diesem bestehen könnten, so ist er doch eine interessante Alternative.
Es ist aber auch interessant zu beobachten wie Google die modernen Technologien beobachtet und dann versucht es mit einem eigenen Produkt besser zu machen und wegen der eigenen Muskelkraft auch mehr Erfolg hat (Android, Chrome, GMail). Android ist im Grunde ein Linux-Distribution welche sich trotz seiner jungen Jahre bereits in die Welt der Smartphones und kleinen Computer geschlichen hat. Chrome hat zwar nach offiziellen Statistiken einen recht kleinen Anteil am Browser-Kuchen, versucht aber doch mal einen Computer zu finden auf der er nicht installiert ist. Und GMail ist seit Jahren der Kult-eMail-Provider schlechthin und es werden wohl mehr Leute sagen, sie hätten kein Facebook-Konto, als, dass sie keinen GMail-Account besäßen.
Ich begrüße also Googles Entscheidung im Streit um den am besten geeigneten einheitlichen Codec für HTML5<video> etwas beizutragen. Sollte der Druck auf MS und Apple durch YouTube & Co. groß genug sein, dass VP8 auch in Internet Explorer und Safari integriert wird, so wird VP8 wohl aller Voraussicht nach das Rennen machen und der defacto-Standard des neuen Web werden.
[UPDATE]
In its HTML5 support, IE9 will support playback of H.264 video as well as VP8 video when the user has installed a VP8 codec on Windows.
Auf diesen Satz vom WindowsTeamBlog hat mich Kellner aufmerksam gemacht. Danach soll der VP8 auch vom IE9 neben H.264 unterstützt werden. Allerdings scheinbar nicht nativ. Der IE9 soll auf einen im System installierten Codec zurückgreifen können. Die Frage ist nun warum die Unterstützung nicht nativ daherkommt? Das Verwenden eines am System installierten Codecs entspricht meiner Ansicht nach dem Installieren eines Add-Ons um H.264 mit Firefox nutzen zu können.
Ich wurde im Übrigen von Lord_Pinhead darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zu H.264 es sich bei OGG nicht um einen Codec handelt sondern nur um das Container-Format. Das ist richtig. Die Codecs bei OGG sind Theora für Video und Vorbis für Audio. Das Containerformat für H.264 ist übrigens MP4.
[/UPDATE]
[UPDATE 2]
Laut dem Blog The Register hat sich Steve Jobs per eMail zum Thema VP8 geäußert. Durch einen einfachen Link zu einer Studie, welche die technischen Nachteile von VP8 gegenüber H.264 ausdrückt, stellt sich Apple wohl nach wie vor hinter H.264 und es wird auf absehbare Zeit keine VP8-Unterstützung in Safari geben.
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Aber das ist selbstverständlich nur meine Einschätzung. Was denkst du? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich VP8 durchsetzt? Ist H.264 durch die 60% Marktanteil des IE bereits Sieger? Wird Japan die WM gewinnen? Oder ist es wahrscheinlich, dass sich ein weiterer Kandidat in den Ring wirft und die Karten neu verteilt?

This work by Stefan Ohri is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Austria License
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