Berlusconi verlangt Amnestie – Ein Rant

November 24, 2013 um 12:41 vormittags | Veröffentlicht in Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Wow. Ich dachte bisher immer, Silvio Berlusconi wäre nur ein selbstgerechtes Arschloch. Ich habe mich leider geirrt. Neben seinem offensichtlichen Selbstverständnis, dass Italien sein privater Spielplatz ist, glaubt er scheinbar wirklich, er wäre Gottes Geschenk an dieses, von ihm ausgenutzte, Land.

Rekapitulieren wir einmal. Silvio Berlusconi ist Eigentümer der Holding Fininvest, über welche er knappe 40% an der von ihm gegründeten Mediaset Gruppe besitzt. Dazu gehören Fernsehsender, Werbeunternehmen und der größte italienische Buchverlag, Mondadori. Das alles addiert sich zu einer enormen Macht über die Information, die der normale Italienerzu Gesicht bekommt. Diese Macht hat Mediaset zu Wahlzeiten zu Gunsten Berlusconis schon des öfteren zu einseitigen Berichterstattung genutzt. Auch zu Berlusconis unzähligen Gerichtsverfahren (selbstverständlich alles nur “linke Hetzkampagnen”) gab es hauptsächlich einseitige Meinungsmache.

Berlusconi selbst hat sich an Italien reichlich bedient. Mediaset hat staatliche Beihilfen in dreistelliger Millionenhöhe für die Anschaffung von digital-Decodern erhaltenUm Mondadori übernehmen zu können bestach Berlusconi einen Richter. Dazu gesellen sich Meineide, weitere Bestechungen, Bilanzfälschungen, Steuerbetrug und Amtsmissbrauch (jeder erinnert sich noch an “Ruby“?) Viele der Verfahren wurden wegen Verjährung eingestellt oder Berlusconi hat massgeschneiderte Gesetze erlassen um strafrechtlich nicht verfolgt werden zu können.

Er ist rechtsnationaler Politiker. Ob das seine persönliche Einstellung ist oder ob er sich die Einfältigkeit des rechtsradikalen Fußvolkes nur zu Nutze macht vermag ich nicht zu sagen. So oder so werfen seine wiederholten Wiederwahlen kein gutes Licht auf Italien. Möglicherweise ist die Tatsache, dass Berlusconi trotz aller Vergehen immer wieder das “Vertrauen” des Volkes ausgesprochen bekommt eine der Ursachen für seine Allmachtsfantasien.

In den letzten Wochen ist er wieder in den Medien erschienen, weil er wegen des Mediaset-Skandals (Steuerhinterziehung) eine Haftstrafe von 4 Jahren ausgefasst hat. Dagegen in Berufung gegangen, gibt es seit einiger Zeit ein neues Urteil, welches eine unbedingte einjährige Strafe vorsieht. Diese kann entweder als Hausarrest oder als Sozialdienst abgeleistet werden. Berlusconi selbst hat Sozialdienst beantragt  mit der Begründung: die Bewegungsfreiheit wäre größer als beim Hausarrest. Scheinbar mit dem Hintergedanken, dass die Strafe so oder so nicht verbüßt werden müsste und dieser Schritt eine bessere PR bringt.

Berlusconi hat in den vergangenen Wochen versucht über seine Partei Druck auf die Regierung auszuüben. Dabei haben ihm jedoch einige seiner Gefolgsleute den Gehorsam verweigert, wodurch er eine Kraftprobe im italienischen Parlament verloren hat. Jetzt versucht er es als selbstverständlich hinzustellen, dass seine Majestät Silvio in jedem Fall einen Erlass der Strafe verdient. Sogar ohne ein offizielles Begnadigungesuch. Er beschwert sich, dass der – von ihm selbst ersuchte – Sozialdienst, ihn und in der Tat das Ganze Land der Lächerlichkeit preis geben würde.

Lieber Herr Duce. Italien ist längst der Lächerlichkeit preis gegeben worden. Jedesmal, wenn Sie den Mund aufgemacht und die Welt mit Ihrem nicht vorhandenen Niveau gequält haben. Jedesmal wenn Sie sich vor der Verantwortung des marginal existierenden italienischen Rechtsstaates mit Hilfe der Macht Ihres Amtes gestohlen haben. Jedesmal wenn Sie den Menschen, auf deren Kosten Sie sich ein gutes Leben machen, ins Gesicht lügen und Ihre politischen Gegner einer niederen Motiven entspringende Hetzjagd gegen Ihre Person unterstellen. Jedesmal, wenn ersichtlich wird, dass Sie ernsthaft glauben Gutes für Italien zu tun. Jedesmal wenn Sie Europa blamieren, indem Sie in eine Wanne voll Fett springen.

Silvio Berlusconi. Ihre Zeit ist um. Verabschieden Sie sich von der politischen Bühne. Sie haben genug Schaden angerichtet. Begeben Sie sich in Behandlung. Aber am Wichtigsten: Shut up!

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NR-Wahl 2013 – Ein Überblick über die Parteien

August 27, 2013 um 1:57 nachmittags | Veröffentlicht in Österreich, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Die österreichische Nationalratswahl 2013 ist nur mehr ein gutes Monat hin. Grund genug sich darüber klar zu werden, welche Parteien in die engere Wahl kommen. Eine grobe Übersicht über alle teilnehmenden Parteien gibt es im entsprechenden Wikipedia-Artikel. Da CPÖWANDLEUAUSM (“Männerpartei”; vorsicht: Website fragt Standortdaten ab) und SLP wohl keine Chance haben ins Parlament einzuziehen, werde ich sie hier nicht behandeln.

Im folgenden werde ich die Parlamentsparteien nach dem letzten Wahlergebnis und die restlichen nach Alphabet betrachten. Zu beachten ist: die Texte zu den Parteien sind natürlich durch meine Meinung gefärbt. Es handelt sich also nicht um eine vollständig objektive Darstellung.

SPÖ

Die Sozialdemokratische Partei Österreichs ist traditionell am Spitzenplatz zu finden. Noch. In den letzten Jahren schwanden der einzigen “Arbeiter”-Partei kontinuierlich die Mitglieder und die Wählerstimmen. Das mag zum einen daran liegen, dass sie sich sowohl in der Pre- als auch in der Post-Schüssel-Ära zuviel vom Junior-Partner ÖVP sagen ließen. Sie werden als schwach und machthungrig gesehen. Auch optisch sondert sich die Führung schon seit Langem von ihrer Basis ab. Hat man Werner Faymann, Rudolf Hundstorfer oder Josef Cap in den letzten 10 Jahren in einen Pullover gesehen? Die gesamte Führung politisiert in jeder Lage nur im Nadelstreif, wählt ihre Worte mit Bedacht, dass man ja dem politischen Partner nicht auf die Füße tritt und verhält sich im Allgemeinen eher wie ein Haufen Manager denn eine Gruppe an Arbeitervertretern.

Ja, die SPÖ hat uns einen Haufen Arbeiterrechte und mehr Gerechtigkeit zwischen den bestehenden Gesellschaftsschichten gebracht. Aber das war vor über 30 Jahren. Einen Kreisky traut man ihr heute (leider) nicht mehr zu.

ÖVP

Die Österreichische Volkspartei sollte eher Österreichische Wirtschaftspartei heißen. Mit dem Volk haben sie heute ungefähr soviel zu tun wie Dollfuß einst mit Demokratie: es ist ein Werkzeug zur Macht. Manch einer mag bereits vergessen haben, dass die beiden Schüssel-Episoden des letzten Jahrzehnts besonders dem “Volk” viele Nachteile gebracht haben. Da seien erwähnt der längere Durchrechnungszeitraum für die Pensionsberechnung (40 Jahre statt der besten 10), welcher sich in geringeren Pensionsauszahlungen auch heute noch niederschlägt. Die Gesinnung gegenüber dem arbeitenden Volk lässt sich besonders schön an der Person des Martin Bartenstein betrachten. Der damals hauptberufliche Wirtschaftsminister (und als Nebenjob Arbeitsminister) antwortete, angesprochen auf die höchste Arbeitslosigkeit der 2. Republik sinngemäß: Wir können da gar nichts machen. Wenn wir genug Geld in die Wirtschaft pumpen, dann regelt sich das von alleine.

Auch Michael Spindelegger, der sich nach dem Bundesheervolksbegehren nicht entblöded hat das Ergebnis seiner Lügenkampagne über das “Ende der Ehrenamtlichkeit” als Zustimmung zur ÖVP zu werten, hat vor wenigen Tagen klar gemacht, dass er auf Seiten der Arbeitgeber und nicht die der Arbeitnehmer steht. Der von der ÖVP ins Spiel gebrachte und inzwischen wehement geforderte 12-Stunden-Tag spricht eine deutliche Sprache. Die ÖVP will, dass das Gesetz, am Kollektivvertrag vorbei, regelt, dass ein Arbeitnehmer im gegenseitigen Einverständnis bis zu 12 Stunden am Tag arbeiten können soll. Herr Spindelegger, das kann er jetzt auch schon, wenn er will. Allerdings zählt das heute noch als Überstunden und muss daher mit 50% Lohnaufschlag abgegolten werden. Wenn die 12 Stunden eine gesetzliche Grundlage haben, dann fallen diese Aufschläge weg und der Arbeitnehmer erhält nur den normalen Stundenlohn.

In dieselbe Kerbe schlägt der alljährliche ÖVP-Wunsch nach Senkung der Lohnnebenkosten. Die ÖVP versucht das immer als Erleichterung für den Arbeitnehmer darzustellen. Dabei ist das kein Geld das der Arbeitnehmer zahlt. Der sieht davon sowieso nie einen Cent, deshalb kann er sich auch nichts ersparen. Die Lohnnebenkosten werden vom Arbeitgeber in den Sozialtopf eingezahlt. Darunter fallen unter anderem der Sozialversicherungsbeitrag und der Pensionsversicherungsbeitrag. Wenn der Arbeitgeber hier also weniger einzahlt, dann hat die Sozialversicherung weniger Geld (sie haben jetzt schon fast keins) und Sozialausgaben werden weiter gekürzt. Bei der Pensionsversicherung bedeutet das: geringere Pensionsauszahlung, weil ja auch weniger Geld hineingeflossen ist. Die Arbeitgeber betrifft das dann sowieso nicht, denn die sind normalerweise privat versichert.

Selbst ihrem alten Namen “Christlich-sozial” wird sie nicht mehr gerecht. Den “sozial”-Teil haben sie sehr schnell abgestreift und sich zu kaisertreuen Ständestaatsverfechtern gemausert. Der “christlich”-Teil stimmt in seiner eigentlichen Bedeutung auch nicht mehr. Zu erkennen ist eher eine symbiotische Verbindung zwischen ÖVP und der Katholischen Kirche als mächtigem Player in der heutigen Tagespolitik, welche weniger mit Glaube sondern mehr mit Machtgier/-erhaltung zu tun hat. Außerdem wollen sie Gott in die Verfassung schreiben.

FPÖ

NSDAP –> VdU –> FPÖ. Das ist die geschichtliche Entwicklung der Freiheitlichen Partei Österreichs und das merkt man noch heute. Auch wenn SPÖ und ÖVP nach dem 2. Weltkrieg bei der Aufnahme von Mitgliedern nicht wählerisch waren, so war der VdU doch DIE Nazi-Partei schlechthin. Hier versammelte sich alles, was sich zu seinem arischen Deutschtum bekannte. Hier waren Nazis nicht eine Minderheit, sondern die Regel. Wer halbwegs kontinuierlich Zeitungen liest oder sonstwie politische Nachrichten verfolgt, der weiß, dass es in der FPÖ seit jeher regelmäßig mit “bedauerlichen Einzelfällen” zu kämpfen hat. Da sind Mitarbeiter des Parlamentsklubs und Nationalratsabgeordnete, die bei einem einschlägig nationalistischen Versand bestellen, Abgeordnete, die mit NSDAP-Slogans um sich werfen und Verurteilungen wegen rassistischer Verhetzung. Herr Strache, die FPÖ mag nicht die NSDAP sein. Ideologisch ist sie aber nicht weit entfernt.

Zum aktuellen Thema “Nächstenliebe“. Ja, es stimmt, die Katholische Kirche hat weder den Begriff noch die Bedeutung von “Nächstenliebe” für sich gepachtet. Grundsätzlich heißt Nächstenliebe ja nur, dass man seinen nächsten lieben soll wie sich selbst. Da ich bezweifle, dass sich her Strache mit nichtarischem “Gesindel” umgibt, glaube ich ihm sogar, dass er seine Nächsten liebt. Im politischen Wahlkampf wird dieser, eigentlich nicht diskriminierende, Begriff eher bedeutungslos. Der FPÖ mag mit einem Positivwahlkampf ein Überaschungsschlag gelunden sein, echte Inhalte hat sie aber auch damit wieder einmal nicht zu bieten.

BZÖ

Schon zu Haiders Lebzeiten eher eine Totgeburt hängt die Zukunft des Bündnis Zukunft Österreichs auch bei dieser Wahl wieder am seidenen Faden. All die Jahre schafften es die Bienenzüchter nur deshalb ins Parlament, weil sie durch den einzigen orangenen Landeshauptmann in Kärnten ein Pflichtmandat erhalten haben. Ob sie nach dem Verlust ihrer einzigen Basis aus dem Hohen Haus fliegen wird die Zeit zeigen. Inhaltlich und ideologisch zwischen FPÖ und ÖVP angesiedelt, haben die kärntner Parteigranden es auf meisterhafte Art und Weise verstanden Beruf und Privatleben zu verbinden. So floß viel Geld der öffentlichen Hand über Umwege in die Parteikasse von BZÖ/FPK/FPÖ (wer kann die noch alle auseinander halten?), wie der Telekom-Skandal gezeigt hat. Auch dass damaliger Spitzenkandidat Westenthaler nach einem Fußballspiel einen Polizisten angefahren hat, Herr Uwe Scheuch als Parteiobmann des FPK (damals Kärnter Abspaltung des BZÖ) im Rahmen der Part-of-the-Game-Affäre zu 7 Monaten bedingt verurteilt und der ganze orangene Misch-Masch durch regelmäßigem Auszug aus dem Landtag das demokratische Mittel einer vorzeitigen Neuwahl über ein halbes Jahr hinausgezögert hat (und dadurch skandalgebeutelt nicht nur länger an der Macht blieb sondern dadurch auch weiterhin mit Steuergeld finanziert wurde), sollte man nicht vergessen.

Demokratie sieht anders aus.

Grüne

Die einzige Parlamentspartei, die bisher nicht die Chance hatte sich auf Bundesebene einen Namen zu machen. Die bisherigen Alleinregierungen und Koalitionen enthielten immer die Farben Rot oder Schwarz, jedoch nie Grün. Einzig auf Landesebene konnten die Grünen bisher in Oberösterreich und in Wien mitwirken. Aus Oberösterreich sind mir keine großen Sprünge bekannt (was nicht heißt, dass es keine gibt), in Wien sind sie durchaus umstritten. Als Juniorpartner einer mächtigen Stadt-SPÖ haben sie einzig das (aufwändige) Resort Verkehr erhalten. Zwei Themen stechen in der Arbeit von Stadträtin und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou bisher hervor: Ein günstigeres Jahresticket bei den Wiener Linien (365,- statt 460,-) und die Umgestaltung der Mariahilferstraße.

Ersteres zog eine leichte Verteuerung der restlichen Tickets nach sich, welche besonders von ÖVP gerne in Prozenten ausgedrückt wird. Die Mariahilferstraße ist, nach langen Diskussionen und der Einbindung der ansässigen Geschäfte, für die kommenden Monate eine (mehr oder weniger) Probefussgängerzone. Dass ein solches Projekt nicht von jetzt auf gleich funktionieren wird (siehe Passanten vs. 13A), war wohl jedem von vornherein klar. Die Mariahilferstraße war eine beliebte und staureiche Durchzugsstraße. Die angrenzenden Geschäfte befürchten, nach Aufstachelung von ÖVP und WKÖ, einen massiven Umsatzrückgang. Die Zeit wird zeigen, ob die Idee und ihre Umsetzung ein Meisterstück oder ein Flop der Grünen war.

FRANK

Den Parteien, die keine demokratische Legitimation durch das Antreten bei einer Wahl besitzen, die aber dennoch im Parlament sitzen und zumindest als Opposition unsere Gesetzgebung mitbeeinflussen, schließt sich das Team Stronach an. Fünf Abgeordnete verschiedener Parteien liefen in der laufenden Legislaturperiode zum erst wenige Monate alten “Team Stronach” über. Umfragen sprechen von bis zu 10% der Stimmen, was die Frischlingspartei sogleich zu einem ernsthaften Koalitionspartner für rechte Parteien machen würde. Allerdings führt die bunte Mischung auch dazu, dass die sichtbaren Mitglieder der Partei keine zu erkennende gemeinsame politische Richtung verfolgen.

Frank Stronach, der Namenspatron und Geldgeber der Partei, wurde in Österreich geboren, machte in Kanada ein Vermögen als Turbokapitalist und kam im reifen Alter von 56 wieder nach Österreich zurück. Besonders interessant ist, dass im Laufe der Jahre viele namhafte Politiker nach ihrer politischen Tätigkeit eine leitende Stelle in Stronachs Magna Konzern erhielten. Dazu zählen u.a. Peter Westenthaler (FPÖ/BZÖ), Waltraud Klasnic (ÖVP; “Klasnic-Kommission”), Karl-Heinz Grasser (FPÖ) und Franz Vranitzky (SPÖ). Stronachs Anti-Korruptionsschreie in Ehren, aber man fragt sich was die Gegenleistung gewesen sein könnte.

Kontroversielle Aussagen über einen Strohmann zu machen um zu sehen wie das Volk darauf reagiert ist eine beliebte Taktik um nicht selbst der Buh-Mann zu sein. Diese Taktik scheint angewandt worden zu sein, als Stronachs Vertreter Robert Lugar tönte, “Wir brauchen die Gewerkschaften nicht, sie blockieren doch alles.” Nach 2 Wochen großer Entrüstung versuchte Stronach sich dann in Schadensbegrenzung, in dem er meinte: “[Ich] habe nie gesagt, man braucht keine Gewerkschaften“.

Spannend wird der aktuelle Vorwurf, Stronach versuche die Wahlkampfkostendeckelung (max. € 7 Mio. pro Partei) zu umgehen. Stronachs aktuelle Kampagne, bei der er die “beste Idee für Österreich” mit € 100.000,- prämiert, wird nämlich nicht von der Partei sondern vom “Frank Stronach Institut” geleitet.

Zur Zeit versucht Frank Stronach mit Gewalt abseits von Parteiwerbung in den Medien zu erscheinen. Dafür lässt er auch mal schnell seinen Privatjet ausfliegen. Mir kommt es so vor, als ob Stronach, treu seiner kapitalistischen Gesinnung, versucht sich in Österreichs Politik einzukaufen.

KPÖ

Die Kommunistische Partei Österreichs ist ein fester, wenn auch wenig chancenreicher Bestandteil der politischen Landschaft unseres Landes. Bisher nur vereinzelt in Landtagen gesehen, ist die KPÖ die linkeste Partei des Spektrums. Am Anfang der 2. Republik noch ein Mitglied einer “Regierung der besten Köpfe”, verlor sie sich bald in der Bedeutungslosigkeit. Vermutlich auch durch das, besonders von den USA gepredigte, Zerrbild des russischen Stalinismus als Kommunismus und der daraus resultierenden Angst der Bevölkerung.

Obwohl ich in einigen Punkten inhaltlich mit ihnen übereinstimme, so war mir die KPÖ immer zu radikal. Ich hatte stets das Gefühl, dass sie zur Not ihre Vorstellungen an der Demokratie vorbei durchsetzen wollten. Mit einer Diktatur a’la Stalin hat die kommunistische Ideologie jedoch nichts zu tun. Mit Sozialismus auch nicht (I’m looking at you, HC).

NEOS

Die neuen NEOS (Das Neue Österreich) sind im Grunde das alte LIF (Liberales Forum)  welches 1993 von der früheren FPÖ-Mandatarin und Haider-Vertrauten Heide Schmidt gegründet wurde. Verschmolzen mit den JuLis (Junge Liberale)  welche das LIF auf Hochschulpolitik repräsentieren (manchem mögen die Milchmädchenrechnungen neben dem Gesicht von Kandidatin Gamon noch vor Augen sein: “Deine Mutter zahlt mein Studium”) und der 2012 gegründeten Demokratieinitiative NEOS tritt das LIF also diese Wahl wieder an. Unter einem neuen Namen, den der alte verkauft sich scheinbar schlecht. Dass ihre einzigen Ideen zur Sanierung unserer Gesellschaft darin bestehen Ausgaben zu kürzen zeigt ihre “liberale” (sprich: wirtschaftsorientierte) Ausprägung trotz neuem Namen jedoch sehr deutlich.

Ich weiß ja nicht, wann es die Wirtschaftstreibenden dieses Landes endlich kapieren werden: Geld läuft im Kreis. Von Mensch zu Geschäft zu Firma zu Angestellten (also wieder Mensch). Je schneller dieser Kreislauf ist, desto mehr Geld haben alle Beteiligten in einem bestimmten Zeitabschnitt zur Verfügung. Ergo, alle werden (finanziell) reicher. Wenn nun dieser Kreislauf verlangsamt wird, sei es, dass ein Beteiligter einen Großteil in seiner Bank parkt (z.B. in der Schweiz) oder einfach weniger weiter gibt (z.B. Lohnkürzungen, Stellenstreichungen), dann hat jeder Beteiligte auch weniger Geld (im selben Zeitraum) zur Verfügung. Ein weiteres Streichen von Ausgaben oder eine (in-)direkte Finanzierung durch die öffentliche Hand bewirken also genau das Gegenteil von dem, was gepredigt wird. Es wird nicht die Konjunktur angekurbelt, sondern die Kaufkraft geschwächt.

PIRAT

Die Piraten sind ein Phänomen der letzten Jahre. Nach den Ereignissen um die Torrenttrackerplattform “The Pirate Bay” formierte sich eine politische Bewegung, deren Ziel es war das bestehende Urheberrecht neu zu überdenken und den Erfordernissen der heutigen Zeit nach neu zu regeln. Nicht verwunderlich, nachdem auf Forderung der US-Regierung die Betreiber der Plattform verhaftet und die Server beschlagnamt wurden, obwohl nach geltendem schwedischen Gesetz keine strafbare Handlung vorlag. Die damalige Anklage: massive Urheberrechtsverletzung. In Wirklichkeit stellte “The Pirate Bay” nur Torrent-Dateien (also Meta-Dateien zu Downloads) und einen Tracker zu Verfügung, welcher die Verbindung zwischen Nutzern, die an derselben Datei interessiert sind herstellen sollte. Auf das eigentliche Material, welches dadurch geteilt wurde, hatte Pirate Bay keinen Einfluss. Nach schwedischem Recht mussten sie das auch nicht, da sie die Dateien nicht selbst zur Verfügung gestellt hatten.

In immer mehr Ländern formieren sich Gruppen unter der Bezeichnung “Piratenpartei”, haben mehr oder weniger Probleme mit ihrer Basis und schaffen es sogar teilweise auf Anhieb in die lokalen Parlamente. Dieser Partei, welche sich allen voran aus technikaffinen Personen rekrutiert (den meisten anderen sind die aktuellen Probleme im Internet eher nicht bewusst), traue ich durchaus zu, dass sie sich mit Themen wie “Urheberrecht im Internet”, Tarifabzocke/Downloadfallen und NSA-Bespitzelung auskennt, sich damit gründlich auseinander setzt und Entscheidungen aufgrund einer Mehrheit ihrer Mitglieder trifft.

Leider besteht das Leben aber eben nicht nur aus dem Internet. Zu vielen anderen Themen fehlen mir von den Piraten die Ideen und Vorschläge. Vielleicht verlange ich hier zu viel. In einer Koalition würden sie vermutlich eher die Resorts bekommen, welche ihren Fähigkeiten entsprechen. Ich persönlich beurteile eine Partei jedoch danach, wie gut sie sich in einer Alleinregierung schlagen könnte. Und hier fehlen den Piraten die Kapazitäten.

Fazit

Ich habe es oben schon erwähnt: dieser Artikel ist subjektiv. Er entspricht meinen Ansichten, die ich zumeist, so gut wie möglich, mit Quellen zu untermauern versuche. Trotzdem spiegelt der Artikel meine eigene Meinung wider und ist nicht als Tatsachenbericht zu verstehen.

Man kann es vermutlich aus den Texten herauslesen: ich tendiere zu linken Seite des politischen Spektrums, auf welcher ich folgende Parteien sehe: SPÖ, Grüne, KPÖ und Piraten. Die rechten Parteien: ÖVP, FPÖ, BZÖ, FRANK und NEOS sind nicht deswegen für mich unwählbar, weil sie rechts sind, sondern weil sie sich, in meinen Augen, selbst disqualifiziert haben. Sei dies nun durch Aussagen oder durch Taten und Entscheidungen.

Ich bin in einem sozialdemokratischen Haushalt aufgewachsen. Mein Großvater war eiserner Katholik, von daher kam nur die ÖVP in Frage. Meine Eltern wählen jedoch beide SPÖ und teilten ihre politischen Ansichten mit mir. Ich besuchte einen Lehrgang der SPÖ Parteischule (welche im Gegensatz zur Freiheitlichen Akademie keine Hirnwäscheanstalt ist) und lernte dort über die Geschichte und die Grundsätze des Sozialismus und die Errungenschaften der SPÖ in der Zwischenkriegszeit und unter Kreisky und bin Parteimitglied.

Das hält mich nicht davon ab, mich kritisch mit ihrer heutigen Spitze auseinander zu setzen. So war für mich Alfred Gusenbauer einer der schlechtesten Kanzler unserer Republik, seitdem ich mich mit Politik beschäftige. Wolfgang “Mascherl” Schüssel kommt aber noch vor ihm. Werner Faymann ist für mich eine zwiespältige Angelegenheit. Er scheint die Partei gut führen zu können und wurde damals auch wegen seiner schlichterischen Fähigkeiten in die Regierung Gusenbauer geholt. Dann wiederum läuft aber auch er im Nadelstreif herum, als wäre es seine höchste Aufgabe die finanzstarken Personen unseres Landes zu beeindrucken. Lieber Werner, bitte denke du und alle Genossen, die in der SPÖ etwas zu Sagen haben, darüber nach, wer denn eure Basis ist. Wir fühlen uns nämlich ein bisschen allein gelassen von euch da oben. Wir wissen nicht mehr, ob ihr noch unsere Genossen seit oder unsere Verwalter.

Zur Zeit schwanke ich zwischen den Parteien SPÖ und Grüne. Wenn mich die SPÖ nicht sehr überzeugt, mit Taten abseits vom Wahlkampf, dann wird meine Stimme wohl Grün werden.

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Graf Martin und die Jagd auf den seltenen Silber-Blaufuchs

Juni 27, 2013 um 11:25 vormittags | Veröffentlicht in Österreich, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Nicht einmal zu einem Rücktritt taugt es? Sie, Herr Graf, haben, genauso wie Ihre Partei, dieses Land schon mehrmals beschämt. Dieses Land, dass Ihre Partei der Ehrlichen und Anständigen angeblich so lieben. Frau Meschar war nicht Ihr einziger Fehltritt. Auch Ihre Partei glänzt, wie Ihre Mitarbeiter, mit regelmäßigen Zitaten aus dem NSDAP-Wörterbuch. Und wenn es sich mal nicht ausgeht, sich zu solchen Höhen aufzuschwingen, begnügt man sich mit einem “Hump” oder “Dump”.

Ihre Partei hat Geschichte. Keine schöne, aber sie hat eine. Vor langer Zeit bekannt als NSDAP schlossen sich die letzten der “waren Recken” 1949 zum VDU zusammen (“Verein der Unabhängigen“). Nach etwas Rochade nannten sich die Beteiligten Personen ab 1956 FPÖ. Wenn auch die Führung der Partei von Anfang an braun geprägt war (z.B. Norbert Burger), spätestens seit dem Haider-Putsch von 1986 glänzt Ihre Partei mit Verfehlungen sprachlicher und tätlicher Natur. Die Zeit von 1938 bis 1945 wird immer wieder beschönigt, Ihre verzerrte Wahrnehmung der Geschichte mit schöner Regelmäßigkeit deutlich. Auch Ihre Nähe zu Nazi-Hetzern a’la Gerd Honsik macht alle Beteuerungen zum Gegenteil unglaubwürdig.

Mit der Genauigkeit eines Uhrwerks kann man hier auch eine begleitende Taktik Ihrer Partei beobachten: Baut einer von Ihnen Scheiße, wird er dafür, von allen Parteien (mit Ausnahme der FPÖ versteht sich) kritisiert. Abhängig von der Verfehlung wird eine Entschuldigung bis hin zum Rücktritt gefordert. Ihre Partei kommt solchen Forderungen gewöhnlich nicht nach. Dementsprechend verschärft sich die Kritik und die Medien berichten verstärkt über die Geschichte. Und hier beginnt Ihre Taktik. Sobald die Medien voll dabei sind, gibt es bereits vermehrte Rufe aus allen Parteien. Nun wird die ursprüngliche Verfehlung ignoriert und die jeweilige Person, genauso wie die Partei im Allgemeinen, als Opfer einer politischen Hetzjagd dargestellt. Alle Entscheidungen, die darauf folgen werden dann angeblich unter “politischem Druck” gefällt um die Beteiligten vor dem “politischen Mob” zu schützen.

Dabei sind die Rücktrittsrufe der anderen Parteien noch in einem harmlosen Tonfall gehalten. Hier ein paar Auszüge aus dem Buch “Haiders Clan. Wie Gewalt entsteht” von Hans-Henning Scharsach:

  • “rot-schwarze Blut-Egel”
  • “Filzläuse, die mit Blausäure bekämpft werden sollen”
  • “Schonzeit für Rot- und Schwarzwild”

Ich habe das Buch selbst gelesen. Darin sind noch viel mehr Beispiele für Ihr erschreckendes Vokabular festgehalten. Es war Ihre Partei, die das politische Klima in Österreich in eine demilitarisierte Zone verwandelt hat. Ihre Partei, die die Spielregeln der Demokratie bis heute mit einer Selbstverständlichkeit verletzt, dass einem schlecht wird, wenn sie sich zu jener “bekennen”.

Nun sind Sie an der Reihe, Herr Graf. Nach Postenbesetzungen mit Burschenschaftern, nach NSDAP-Ideologie gefärbten Aussagen und Ihrem (scheinbar legalenBetrug an Frau Gertrud Meschar ist es eigentlich undenkbar, dass Sie noch ein politisches Amt ausführen, besonders ein so prestigeträchtiges wie das eines Nationalratspräsidenten. Wären Sie wirklich so anständig und ehrlich, wie Ihre Partei gerne tut, dann hätten Sie diesem Amt nicht einen solchen Imageschaden angetan sondern wären schon lange zurückgetreten. Aber das kommt für Sie ja offensichtlich nicht in Frage.

Ihr Interview mit der “FPÖ-News” (stilecht mit Südtirol als Teil Österreichs), deren Moderatorin Petra Steger ihre Zeilen sehr auswendig herunterleiert, war sehr interessant. Selbst unter dem Eindruck einer politischen Hetzjagd gegen Ihre Person (und interessanterweise auch ihre Familie) wollen Sie erst in mehr als 3 Monaten, nach der kommenden Nationalratswahl aus dem Amt ausscheiden. Sie erwecken den Eindruck, als hätten Sie gute Beziehungen zu Entscheidungsträgern der SPÖ, welche Sie über eine geplante Schmutzkübelkampagne (sonst das Mittel der Wahl Ihrer eigenen Partei) gegen Ihre Person informiert hätten. Das wird besonders Norbert Darabos interessieren, welchen Sie und Ihre Partei in seiner Zeit als Verteidigungsminister des Öfteren wegen seines Status als ehemaliger Zivildiener beschimpft und diffamiert haben (übrigens ein Beispiel für eine beispiellose Schmutzkübelkampagne (pun intended)).

Nun versuchen Sie den Eindruck zu erwecken, dass die Kritik an Ihnen nicht auf Ihren zahlreichen Verfehlungen beruht, sondern nur dazu dient einen unangenehmen, weil ehrlichen, politischen Widersacher loszuwerden. Sie entblöden sich auch nicht, unterschwellig, jegliche juristische Verfolgung Ihrer Person als politisch motiviert zu bezeichnen(3:40): “[…] An sich halte ich alle Verfahren mir gegenüber als einstellungsreif, aber solange der Polit-Mob gegen mich reitet wird das nicht passieren und ich hoffe doch, dass wenn ich aus der Politik jetzt einmal ausscheide, dass hier Ruhe einkehrt.”

Nicht nur zeichnen Sie hier ein Bild vom Rechtsstaat Österreich, wie man es sonst aus dem Mund Ihrer Partei nicht kennt, wenn ein Gegner der FPÖ vor dem Richter steht. Sie behalten sich offensichtlich eine Rückkehr in die Politik vor.

Herr Graf, hier ein offenes Wort: Sie und Ihre rechtspopulistische Partei haben und fahren fort das politische Klima in Östereich zu vergiften. Ihre rechtsrechten Verwicklungen, sowie ihre demokratieverachtenden Aussagen und Taten sind diesem Land nicht würdig. In diesem Land leben viele Menschen, einheimisch und zugewandert, die menschlich mehr Wert sind als Sie, deren Demokratieverständnis ein ehrliches ist und die nicht versuchen sich jede Sekunde ihres Lebens zu bereichern. Wenn es mir auf demokratischem Wege möglich wäre, ich würde Ihnen jegliche Politpension aberkennen. Ihre “Leistungen” haben diesem Land nur geschadet.

Herr Graf, verlassen Sie die politische Bühne. Lassen Sie Österreich in Ruhe. Wir haben mehr verdient.

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In eigener Sache – Werbung im Blog

Juni 22, 2013 um 11:40 vormittags | Veröffentlicht in Ubuntuusers, Vermischtes | 6 Kommentare

Beim Überprüfen meines heutigen LaTeX-Artikels ist mir aufgefallen, dass WordPress in meinen Artikeln Werbung einblendet. Dazu möchte ich festhalten: ich habe diese Werbung nicht selbst platziert, bin von WordPress dazu auch nicht befragt worden und verdiene auch nichts an der Schaltung der Werbung.

Selbstverständlich verstehe ich, dass wordpress.com, als gratis Hosting-Service, sich finanziell unterstützen muss. Es gibt nun zwei Möglichkeiten für mich den Blog wieder werbefrei zu bekommen (wie es von mir an sich beabsichtig ist): Entweder kaufe ich mir das No-Ads-Upgrade von WordPress oder ich setze die WordPress-Software auf einem von mir kontrollierten Server auf.

Da ich bereits seit Längerem die Hardware für einen Server zusammengebaut habe, möchte ich diese nun diesen Sommer in Betrieb nehmen. Dieser Server war von Anfang an dafür gedacht als Web-, File- und DB-Server zu dienen. Sowohl mein Blog (als auch der meiner Freundin), wie auch eine Entwicklungsumgebung für meine Uni-Arbeiten sollen darauf laufen. Sobald er fertig konfiguriert ist werde ich, als eine Art Testlauf, den UU-Planeten bitten die URL meines Blogs auf meinen Server zu ändern.

Ab dann wird mein Blog wieder werbefrei sein. Ich bitte um Geduld.

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LaTeX – Grafiken einbinden, Tabellen basteln, Referenzen innerhalb und außerhalb des Dokumentes, Präsentationen mit Beamer und Sonstige Kleinigkeiten

Juni 22, 2013 um 5:28 vormittags | Veröffentlicht in LaTeX, Programmieren, Ubuntuusers | 3 Kommentare

Inzwischen ist der Workshop abgeschlossen. Die beiden letzten Termine (4.6. und 18.6.) lagen so nah bei einander, dass ich unter den Vorbereitungen keine Zeit hatte die Dateien zu veröffentlichen. Daher fasse ich die Veröffentlichungen gleich in einem Artikel zusammen.

Der erste Workshop befasste sich mit Grafiken, Tabellen und Referenzen. Im Zweiten ging es dann um Präsentation. Im Anschluss wurden noch ein paar zusätzliche Formatierungsmöglichkeiten und technische Details gezeigt.

Dateien

Grafiken.tex   <– TeX-File für Grafiken
Grafiken.pdf   <– Kompiliertes PDF
Tabellen.tex   <– TeX-File für Tabellen
Tabellen.pdf   <– Kompiliertes PDF
Referenzen.tex   <– TeX-File für Referenzen
Referenzen.pdf   <– Kompiliertes PDF

Presentation.tex   <– TeX-File für Präsentation
Presentation.pdf   <– Kompiliertes PDF
Sonstiges.tex   <– TeX-File zu sonstigen Themen
Sonstiges.pdf   <– Kompiliertes PDF

Einheit01.bib   <– Das zugehörige Bib-File (Zitiermaterial) (update)
include.tex   <– Header-File mit allen notwendigen Layout-Informationen und eingebundenen Paketen (update)
cc-by-sa.png   <– CC-Grafik

Für Presentation.tex

Taach.png  <– Ja, ich habe das Logo des Blogs als Beispiel verwendet
Taach.jpeg  <– Selbes Bild, anderes Dateiformat

Für Sonstiges.tex

Farbennamen.png  <– Ein Haufen vordefinierter Farben
geraetetreiber1.png  <– Verschiedene Gerätetreiber
geraetetreiber2.png  <– Verschiedene Gerätetreiber
geraetetreiber3.png  <– Verschiedene Gerätetreiber

Anmerkung:  Das Original aus dem Workshop hat auf der Titelfolie noch eine zusätzliche Grafik: das Logo des Mentoring-Programms der Uni Wien. Da ich dieses nicht unter eine CC-Lizenz  stellen kann habe ich es kurzerhand herausgenommen. Außerdem habe ich den Header noch nicht aufgeräumt. Hier ist ein Haufen an neuen Kommandos, welche keine logische Struktur haben. All das in Version 2.0 :)

Wie auch im PDF geschrieben: alle diese Dateien stehen unter einer CC-BY-SA 3.0, mit einer Ausnahme: die cc-by-sa.png-Grafik, an welcher alleine Creative Commons die Rechte hält.

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Austr(al)ia

Mai 24, 2013 um 4:56 vormittags | Veröffentlicht in Österreich, Humor | Hinterlasse einen Kommentar

Wir sollten endlich eine Lösung für das ewige Verwechslungsproblem Austria/Australia finden. Selbst die Tiere kommen schon durcheinander.

Update 21.06.13: Auch das hier wird bei vielen Touristen in Kärnten für Verwirrung sorgen: Känguru in Kärnten ausgebüxt.

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LaTeX – Mathe-Modus und BibTex

Mai 8, 2013 um 6:09 vormittags | Veröffentlicht in LaTeX, Ubuntuusers | 10 Kommentare

Wie ich schon vor längerer Zeit geschrieben habe, halte ich in diesem Semester, zusammen mit zwei Kollegen, am Informatik-Institut der Uni Wien einen LaTeX-Workshop ab. Dieses Mal waren die Themen, die wir vorgetragen haben Mathematik-Modus (Formelsetzen) und BibTeX (Zitieren).

Selbstverständlich ist auch diesen Folien der Umfang dieses Teilbereiches von LaTeX nicht erschöpft, sie sollen nur einen Punkt zum Einstieg bieten.

Beim nächsten Termin (4.6.) wird es um Tabellen erstellen, Grafiken einbinden und Referenzen setzen (innerhalb und außerhalb des Dokuments) gehen.

Dateien

Mathe-Modus.tex  <– TeX-File für den Mathe-Modus
Mathe-Modus.pdf  <– Kompiliertes PDF
BibTeX.tex  <– TeX-File für BibTex
BibTeX.pdf  <– Kompiliertes PDF

Einheit01.bib  <– Das zugehörige Bib-File (Zitiermaterial)
include.tex  <– Header-File mit allen notwendigen Layout-Informationen und eingebundenen Paketen
cc-by-sa.png  <– CC-Grafik

Anmerkung: Das Original aus dem Workshop hat auf der Titelfolie noch eine zusätzliche Grafik: das Logo des Mentoring-Programms der Uni Wien. Da ich dieses nicht unter eine CC-Lizenz  stellen kann habe ich es kurzerhand herausgenommen. Außerdem habe ich den Header noch nicht aufgeräumt. Hier ist ein Haufen an neuen Kommandos, welche keine logische Struktur haben. All das in Version 2.0 :)

Wie auch im PDF geschrieben: alle diese Dateien stehen unter einer CC-BY-SA 3.0, mit einer Ausnahme: die cc-by-sa.png-Grafik, an welcher alleine Creative Commons die Rechte hält.

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Horner – Konvertieren zwischen Zahlensystemen

April 8, 2013 um 7:25 nachmittags | Veröffentlicht in Bash, Free Software/Open Source, Programmieren, Ubuntuusers | 10 Kommentare

“Mama, weißt du wie ich von einem Zahlensystem in ein anderes umrechne?”

“Nein, Schätzchen. Weiß Linux es nicht?”

“Nein, ich kann kein Programm finden, dass das kann.”

“Es gibt kein Programm um zwischen Zahlensystemen zu Konvertieren? Oh, nein …”

*Türe wird aufgestoßen, Horner-man stürmt herein*

“Fürchtet euch nicht, gesetzestreue Linuxer! Eure Klagen wurden erhöhrt!”

“Ooh, Horner-man. Unser Held!”

Autsch. Das tut weh. Ich habe es selbst geschrieben und es schmerzt trotzdem sehr. Abgegriffenes Szenario, unglaubwürdige Darsteller, ein Hauch von Sexismus. Autsch.

Kommen wir zum Thema. Seit Langem wollte ich ein Programm haben, mit dem ich einen Wert in verschiedenen Zahlensystemen darstellen kann. Dazu musste dieses Programm jedoch die Umrechnung zwischen diesen Systemen beherrschen. Mein vorrangiges Ziel war die Umrechnung vom Dezimalsystem ins Binärsystem und umgekehrt. Es gibt sicherlich Programme da draußen, die dafür geschrieben sind oder es zumindest nebenbei beherrschen. Speziell die Konvertierung zwischen Zahlensystemen zur Basis 2, 8, 10 und 16 findet sich häufig in digitalen Taschenrechnern. Speedcrunch ist ein schönes Beispiel dafür. Allerdings wollte ich nicht einfach nur ein Programm, welches mir ein Ergebnis anzeigt, sondern auch die Möglichkeit dieses Programm in einem Script zu verwenden. Es musste also konsolenbasiert arbeiten und Ein- und Ausgabe sollten über die Standardkanäle erfolgen.

Da ich kein entsprechendes Programm gefunden habe, habe ich mir vorgenommen selbst eines zu schreiben. Da ich außerdem schon länger das Horner-Schema testweise implementieren wollte,  entschied ich mich dazu, die Umrechnung damit vorzunehmen. Dazu muss erwähnt werden: ich habe dieses Programm für meine persönlichen Bedürfnisse entwickelt, weswegen es nur mit ganzen Zahlen umgehen kann. Die Berechnung mit Gleitkommazahlen ist um einiges komplizierter und es braucht ein bisschen Hirnschmalz um ein Programm zu entwickeln, das nicht sofort Probleme mit der Rechengenauigkeit bekommt. Vielleicht erweitere ich das Programm irgendwann in diese Richtung. Vorerst kann es nur Integer verwerten. Dafür kann es mit Zahlen verschiedenen Basen arbeiten. Die Untergrenze ist Basis 2 (Binär), die Obergrenze ist 36. Rein theoretisch könnte es natürlich noch mehr Basen verarbeiten, bei 36 gehen mir jedoch die sinnvollen Zahlenrepräsentationen aus (0-9, a-z).

Das Programm, oder mehr die Befehlssammlung, kann positive und negative Zahlen von 0 bis 4294967295 verwerten. Dabei ist jedoch 4294967295 das Minimum an Obergrenze. Auf einem 64-bit System ist die Obergrenze 18446744073709551615 (abhängig vom Compiler; hier: GCC). Installation und Verwendung werden noch beschrieben. Zuerst jedoch eine kleine Exkursion:

Was ist das Horner-Schema?

Das Horner-Schema wurde von William George Horner entwickelt und dient der Polynomberechnung. Da die Umrechnung in ein anderes Zahlensystem als Polynom dargestellt werden kann ist das Horner Schema (oder Horner’s Method im Englischen) eine sehr einfache und schnelle Art der Berechnung. Im Großen und Ganzen funktioniert es so:

Umwandlung in das Dezimalsystem; B ist die Basis, a ist die Ausgangszahl, a1 die erste Stelle derselben, …:
(((a1*B + a2)*B + a3)*B + a4) ...

Bsp:
Wir wollen den Binärwert (Basis = 2) 101010 in das Dezimalsystem umwandeln:
((((1*2+0)*2+1)*2+0)*2+1)*2+0 = 42

Die Umwandlung eines Dezimalwertes in ein anderes System funktioniert analog dazu. Zuerst wird per Modulo (Restwertdivision) der Restwert errechnet. Dieser stellt bereits eine Stelle des Ergebnisses dar. Da dieser Rechenvorgang genau umgekehrt zur Umwandlung ins Dezimalsystem verläuft, ist auch das Ergebnis umgekehrt:
42   % 2 = 0
42-0 / 2 = 21
21   % 2 = 1
21-1 / 2 = 10
10   % 2 = 0
10-0 / 2 = 5
 5   % 2 = 1
 5-1 / 2 = 2
 2   % 2 = 0
 2-0 / 2 = 1
 1   % 2 = 1
 1-1 / 2 = 0

Sobald die Zahl, mit der man rechnet 0 geworden ist, endet die Rechnung. Die fettgedruckten Zahlen ergeben, von unten nach oben gelesen, das Ergebnis. Die Zeichenkette ist also 101010. Das ist dieselbe Zeichenkette, die wir zuvor ins Dezimalsystem umgewandelt haben. Es funktioniert!

Die Programme

Ich habe für jeden Rechenvorgang ein C++-Programm geschrieben. 2dec wandelt eine Zahl in das Dezimalsystem um, dec2 wandelt eine Dezimalzahl in eine beliebige Basis (von 2 bis 36) um. Die beiden Programme können jedes für sich aufgerufen werden mit:
dec2 <Basis> <Wert>
2dec <Basis> <Wert>

Die <Basis> ist immer die Basis aus der, bzw. in die ich umrechnen möchte. Die jeweils andere Basis ist ja das Dezimalsystem.

Möchte ich nun den Wert 42 in das Binärsystem umrechnen, so rufe ich das Programm dec2 auf:
dec2 2 42

Möchte ich die Berechnung umdrehen, so verwende ich das Programm 2dec:
2dec 2 101010

Die beiden Programme lassen sich kombinieren, wenn ich von einer Basis in eine andere konvertieren möchte und keine von beiden die Basis 10 ist. Möchte ich wissen, welchen Binärwert der Hexadezimale Ausdruck affe hat, dann mache ich das so:
dec2 2 $(2dec 16 affe)

Ergebnis: 1010111111111110

Das Script

Diese Kombination übernimmt das Script horner. Dieses übernimmt per -i die Basis des Inputs und per -o die Basis, in die der Wert umgewandelt werden soll (Output):
horner -i 16 -o 2 affe
entspricht der obigen Kombination der beiden Programme. Das Script geht davon aus, dass die beiden Programme in einem Verzeichnis abgelegt sind, das in der $PATH-Variablen des Nutzers eingetragen ist.

Das Makefile

Am Besten ist es, wenn man den Code selbst kompiliert. Für all diejenigen, die sich dabei unwohl fühlen oder es einfach noch nicht gemacht haben: keine Sorge, das Makefile übernimmt diese Arbeit. Dazu muss das Paket automake im System installiert sein.

Installation

Zuerst benötigt man den Code, den es hier zum herunterladen gibt.

Dieses Archiv lässt sich per
tar -xvzf Horner.tar.gz
ins aktuelle Verzeichnis entpacken. Die entpackten Dateien liegen dann im selben Verzeichnis wie das Archiv.

Sobald man die Dateien entpackt hat muss man nur in einem Terminal
make
aufrufen. Dies kompiliert den Code und erzeugt die beiden Programme 2dec und dec2.

Mittels
make install
kann man die Programme dann automatisch installieren. Dabei werden sie im Verzeichnis /bin im Home-Verzeichnis des Nutzers abgelegt. Dieses Verzeichnis sollte immer im $PATH liegen und der Nutzer hat dort immer Schreibrechte. Möchtest du die Installation anpassen (sprich: die Dateien woanders unterbringen), dann musst du nur die Dateien 2dec, dec2 und horner im gewünschten Verzeichnis ablegen.

Abschlussbemerkung

Die Programme, das Script und das Makefile stehen unter der GPLv3. Sie sind in keinster Art und Weise getestet und implementieren so gut wie keine Fehlerbehandlung. Über Bugmeldungen freue ich mich, kann aber nicht versprechen, dass ich sie schnell behebe. Wie erwähnt: die Programme sind aus Neugier entstanden und erfüllen meine Anforderungen. Deswegen habe ich vorerst auch nicht vor, sie auf GitHub oder sonstwo hochzuladen. Wenn du das gerne tun möchtest, tu dir keinen Zwang an. Informiere mich in diesem Fall aber bitte darüber.

Über den Inhalt der Programme und des Scripts verliere ich hier keine großen Worte. Wenn du Interesse hast zu erfahren was hier genau passiert, dann schreib mir das in den Kommentaren. Ich antworte dir dann entweder dort oder schreibe einen neuen Artikel zum Thema.

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Neuer Urheberrechtsvorschlag lässt Atem stocken

April 1, 2013 um 2:21 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Humor, Ubuntuusers | 4 Kommentare

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA und ihr österreichisches Pendant haben sich für einen neuen Vorschlag zur Urheberrechtsabgabe zusammengetan. Laut Presseaussendung werden sich durch die gemeinsame Aktion mehr Chancen darauf ausgerechnet, dass die betroffenen Länder tatsächlich diesen Vorschlag umsetzen.

Ein Sprecher der GEMA nennt den neuen Vorschlag “revolutionär” und einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn es aus dieser Ecke so tönt, dann weiß bereits jeder, der mehr als 3 Hirnzellen im Kopf hat, dass es für die Menschen ein schlechter Deal wird.

Die Prämisse hinter dem Vorschlag der beiden Organisationen lautet so: Jeder Mensch hat in seinem Leben urheberrechtlich geschütztes Material konsumiert. Dieses Material hat sich zu einem Zeitpunkt in seinem Gehirn als Gedanke, Gefühl oder sonstwie manifestiert. Stirbt nun dieser Mensch und dekompostiert in seinem Grab, dann geraten die betroffenen Hirnzellen in der ein oder anderen Form wieder in Umlauf. Bei Verwesung sollen die Atome, die zuvor die Zellen gebildet haben, in die Luft entweichen. Diese Luft wird dann wiederum von anderen Menschen eingeatmet und somit das urheberrechtlich geschützte Material erneut wiederverwertet. Doch dieser Mensch zahlt nichts dafür!

Den Einwand, dass es sich bei solch kleinen Mengen um Fair-Use handeln könnte lassen die Gesellschaften erst gar nicht gelten, denn “der durchschnittliche Mensch atmet ja nicht nur einmal pro Tag, sondern mehrmals. Dadurch summieren sich dieser Mengen zu einem großen Ganzen auf. Unsere Statistiken zeigen, dass der Durchschnittliche Mensch am Tag 2 mal Beethovens 9te veratmet”, so die GEMA.

Der Vorschlag sieht nun eine allgemeine Zahlungspflicht für jede Person vor, die sich länger als einen Atemzug auf dem Staatsgebiet eines der betroffenen Staaten aufhält. Man könne auch Pauschale Beträge für eine Anzahl an Atemzügen bezahlen, welche geringer wären als äquivalente einzelne Atemzüge. So könnten Menschen, die bereit sind €50,- pro Monat hinzublättern an einem Tag bis zu 1.000 mal atmen. Ab €200,- sind es 10.000 mal. Ein normaler Erwachsener braucht normalerweise 11-15 Atemzüge pro Minute, was auf etwas mehr als 20.000 Atemzüge am Tag kommt. Daher gibt es auch einen Ganztagestarif, der 22.000 Atemzüge freistellt. Dieser kommt auf €400,-/Monat.

Für Spitzensportler und Schulen gibt es eigene Tarife, da dort zum einen besonders viel geatmet wird und zum Anderen der Austausch der eigenen Atemluft mit anderen Personen stärker konzentriert ist.

Auf Anfrage von Taach bei der US Amerikanischen RIAA teilte uns ein Sprecher mit, dass das “… Modell sehr interessant ist, jedoch ein wenig zu kurz greift. Wir arbeiten an einer Lösung, die besonders auf Menschen Bezug nimmt, die besonders viel ausatmen.”

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Tanglu – Immer ein aktuelles Debian

März 15, 2013 um 2:53 nachmittags | Veröffentlicht in Debian, Free Software/Open Source, KDE, Ubuntuusers | 12 Kommentare

Debian ist bekannt als superstabil, superhart … und superalt. Es wird viel Mühe in die Härtung eines Paketes gesteckt und in das Finden von Bugs. Da Debian erst dann ein Release bringt, wenn ein gewisser Mindeststandard erreicht ist, ist auch immer offen wann die nächste Version erscheint. Normalerweise wird 18 Monate nach einem Release der aktuelle Stand in Testing eingefroren. Das bedeutet, dass unabhängig vom Stand im Rest der Welt keine neuen Programmversionen mehr einfließen. Dann beginnt die Phase in der Maintainer ihre Pakete soweit verbessern, dass ein Release erfolgen kann. Oftmals dauert dies ein halbes Jahr und länger. (It’s ready, when it’s ready.)

Besonders bei Software wie Firefox (neues Release alle 6 Wochen) ist dies natürlich problematisch, weswegen die Debian-Entwickler … eigene Patches … Iceweasel. Firefox ist jedoch bei weitem nicht die einzige Software, die bei einem Debian-Release bereits veraltet ist. Auch KDE hat z.B. einen 6-Monats-Rythmus. Die Chance, dass KDE bereits um eins höher gezählt hat, wenn Debian Stable aktualisiert wird, ist sehr hoch.

Diese Lücke will Tanglu nun schließen. Bis jetzt findet man dort nur eine Ankündigung, welche die Pläne für Tanglu erläutert. Die Wichtigsten davon sind:

  • Tanglu will eine Lücke von Debian schließen. In der Zeit eines Debian Freezes sollen neue Programm-Versionen bei Tanglu weiterentwickelt werden. Dazu lädt Tanglu alle Paket-Maintainer in das Projekt ein, will jedoch niemanden zwingen. Bei Herausgabe von Debian Stable sollen die aktuellen Tanglu-Pakete wieder nach Debian zurückfließen.
  • Ein fester Release-Rythmus von 6 Monaten.
  • Die Installation proprietärer Firmware (Treiber) will Tanglu so einfach wie möglich machen, diese soll jedoch nicht in der Standardinstallation enthalten sein. Stallmans Ungnade ist ihnen trotzdem sicher.
  • Pakete sollen möglichst nah an Debian und damit möglichst nahe an Upstream (die ursprünglichen Entwickler) bleiben. Im Gegensatz zu z.B. Ubuntu will man keine eigenen Patches schreiben, wenn nicht notwendig.
  • Vollständige Kompatibilität zu Debian ist Muss. Eigenkreationen wie Mir (konkretes Beispiel) sollen nicht passieren. Eine Art Software-Center soll es aber geben.
  • Als grafische Oberfläche will man sich zu Anfang auf KDE focussieren. GNOME Vanilla und andere Desktops sollen jedoch, wenn es eine Community dafür gibt, ebenfalls verfügbar werden,

Laut eigener Aussage besteht das Team hinter Tanglu aus nicht sehr vielen Leuten. Dass man eine eigene Distribution stemmen kann ist man sich hier aber scheinbar sicher. Ein konkretes Datum für die erste Ausgabe ist noch nicht genannt worden. Bei einem 6-Monats-Rythmus bis zum Release plus Anfangsarbeiten ist jeoch vor Oktober eher nicht damit zu rechnen.

Ich habe mir schon länger überlegt auf eine Debian-basierte Distribution, welche nicht Ubuntu ist, umzusteigen, vielleicht sogar Debian selbst. Davon hat mich bis jetzt die teilweise stark veraltete Softwareauswahl von Debian Stable abgehalten. Tanglu ist für mich diesbezüglich eine interessante Alternative. Vielleicht wird mein Laptop ja nicht auf Kubuntu 13.10 aktualisiert.

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