Windows 7 Godmode – Hat Microsoft aus Versehen mal was richtig gemacht?

Januar 9, 2010 um 3:24 pm | Veröffentlicht in GNU/Linux, KDE, Microsoft | 2 Kommentare

In den letzten Tagen kursiert sehr viel Aufregung und Freude unter Windows-Anwendern über etwas das sich großkotzig God-mode nennt. Großkotzig deswegen weil ich nirgendwo in den Fakten einen Grund sehen kann das Feature mit einem dermaßen mächtig klingenden Namen auszustatten. Ich werde hier nicht weiter darauf eingehen was der God-mode sein soll, sondern darauf was er kann. Da ich selbst kein Windows verwende ist meine Information natürlich abhängig davon was Heise und diverse Blogger zu dem Thema geschrieben haben.

Der God-mode wird durch das Umbenennen eines beliebigen (meistens neuen) Ordners zugänglich. Öffnet man nun diesen Ordner, so hat man vor sich die Möglichkeit innerhalb dieses Ordners einen Großteil der Funktionen von Windows zu bearbeiten. Auf Vista 64-bit soll dieser Vorgang zum Crash des Systems führen können. Im Grunde genommen handelt es sich beim God-mode also nur um eine sehr umfangreiche Systemeinstellung. Deswegen hier eine Botschaft an alle Windows-Nutzer die durch diesen God-mode dermaßen aus dem Häuschen sind, dass Sie vergessen, dass Microsoft hier zur Abwechslung (vermutlich aus Versehen) mal was richtig gemacht (hier wäre es noch interessant zu wissen, ob einem auch von einem unpriviligierten Nutzer-Konto aus diese Möglichkeit zur Verfügung steht. Da man damit auch neue Festplattenpartitionen anlegen kann wäre das sehr gefährlich.):

Windows enthusiasts are excited over the discovery of a hidden „GodMode“ feature that lets users access all of the operating system’s control panels from within a single folder. — Ina Fried auf CNET

Und das nicht mal als erste:

In KDE (ein populärer Linux-Desktop) gibt es seit spätestens der Version 3.3 (welche die erste war die ich genutzt habe; vermutlich auch schon früher) die Möglichkeit den größten Teil aller Einstellungen aus einem einzigen Fenster mit konstanter Bedienoberfläche zu bearbeiten. Die Version 3.3 wurde am 19. August 2004 veröffentlicht, aktuell ist 4.3 (bzw. 4.4RC1).

Ich möchte hiermit wirklich keinen Flamewar starten, sondern lediglich auf Prior Art hinweisen, damit Microsoft nicht schon wieder irrtümlich innovative Fähigkeiten angedichtet werden.

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2 Kommentare »

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  1. Hallo!

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, muss ich (unter Windows), um einfach mal schnell ein paar Systemeinstellungen bearbeiten zu können, vorher einen Ordner umbenennen?
    In meinen Ohren klingt das etwas sehr umständlich. Und das auch noch als „god-mode“ zu bezeichnen, ist mehr als nur übertrieben. Da lobe ich mir doch die Vorgangsweise unter KDE 4.3: K-Menü/Rechner/Systemeinstellungen das sind max. 3 Klicks, zumindest, wenn man die Systemeinstellungen nicht sowieso unter dem Punkt Favoriten hat, dann sind es sogar nur 2 Klicks🙂

    Was die innovativen Fähigkeiten von Microsoft angeht: es sicher mal was neues, dass nach dem Umbenennen eines Ordners die Systemeinstellungen daher kommen🙂

    • Nicht ganz.

      Die Systemeinstellungen sollten auch an anderen Stellen auffindbar sein. In diesem Ordner finden sie sich einfach nur gesammelt wieder.


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