Apple steigt bei Ubuntu ein

April 1, 2010 um 7:05 am | Veröffentlicht in 1. April, Apple, Ubuntu, Ubuntuusers | 13 Kommentare

Nach einer Meldung der Global AFA wird sich Apple künftig mit 27% an Canonical beteiligen. Scheinbar ist es mit dem Vermögen des Canonical-Gründers nicht mehr weit her: Apple hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben in welcher steht, dass Mark Shuttleworth selbst an Apple herangetreten sei und den Deal vorgeschlagen hat. Laut einem Eintrag in Shuttleworths Blog soll die Beteiligung einerseits frisches Geld in die Kassen spülen die seit Jahren unter roten Zahlen leiden, als auch eine Möglichkeit bieten Know-How von Apple in Ubuntu einfließen zu lassen. Shuttleworth nennt hierzu Ubuntu One und Ubuntu One Music Store welche um Technologien erweitert werden sollen die bereits von Apples iTunes bekannt sind.

Apple wiederum verspricht sich von dem Deal konkrete Einblicke in die Arbeit an einem Open-Source-Projekt und eine Möglichkeit dessen Vorteile für eigene Entwicklungen nutzen zu können. Natürlich wird Apple auch etwas Einfluß in der Mitgestaltung der zur Zeit populärsten Linux-Distribution bekommen. Die erste Änderung betrifft die Minimieren/Maximieren/Schließen-Knöpfe in Ubuntu. Da viele Nutzer die Umstellung dieser Knöpfe von rechts nach links kritisierten, diese aber auch mit viel Zustimmung aufgenommen wurden, wird Ubuntu 10.04 jeweils rechts UND links diese Knöpfe vorweisen. Laut Apple sei ähnliches für K/Xubuntu geplant.

In einer gemeinsamen Anstrengung wollen Shuttleworth und Apple ein weiteres Ubuntu-Derivat herstellen welches ab 10.10 verfügbar sein wird: Abuntu (bzw. Macbuntu in der kommerziellen Variante von Apple) wird den Apple-Desktop mit dem Linux-Unterbau verbinden und zum ersten Mal soll es legal möglich sein diesen auf einem handelsüblichen PC zu verwenden. Als Hardwarevoraussetzungen sind geplant: 64-bit DualCore-Prozessor mit 2×3,5 GHz, 8 GB RAM, 40 GB Festplatte mit 10000 rpm (für das System), Touch-fähiger Bildschirm mit max. 2 ms Reaktionszeit. Ob Apple auch den Sourcecode der Oberfläche bereitsstellen wird ist nicht bekannt.

Diverse Quellen vermuten schon länger, dass Apple von seinem Mach-Microkernel wegen diverser technischer Probleme zu einem Linux-basierten Kernel wechseln will. Vorerst soll Macbuntu aber nur als Alternative zu Mac OS X angeboten werden. Abuntu hingegen soll komplett kostenlos verfügbar sein. Hier, so Shuttleworth, wolle man sich das Konzept von Red Hat/Fedora und SUSE/openSUSE zu eigen machen. Canonical soll zu 40% an den Einkünften von Macbuntu beteiligt werden.

Extra für Macbuntu/Abuntu sollen auch diverse Programme aus dem Apple-Portfolio auf Linux portiert werden. Zu den angesprochenen Anwendungen zählen iTunes, Safari, iWork und Time Machine.

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This work by Stefan Ohri is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Austria License

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13 Kommentare »

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  1. Neuer Versuch?😉

    • Nein, die Idee kam mir ganz spontan. Und da ich nicht bis nächstes Jahr warten wollte habe ich es gleich veröffentlicht.🙂

      • Hut ab, der Artikel ist gut geschrieben.
        Hättest du ihn Gestern veröffentlicht, hätte ich ihn für bare Münze gehalten!🙂

  2. Looooooool
    Man beachte doch bitte das heutige Datum😀

  3. hmm…natürlich erfreulich, dass nun mehr Geld in Canonicals Kassen kommt, aber ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich bin noch skeptisch gegenüber Apple und seinem Einfluss

    Aber Tee trinken und abwarten, das wird schon^^

    • Ja, Apple wird ein interessanter Geschäftspartner …

  4. Hrmpf…. Auch wenn das mal wieder „leicht zu enttarnender“ Aprilscherz war… Das neue „Light“ erinnert mich leider zu sehr an die AQUA-Oberfläche.

    • Tja, könnte ja doch was Wahres dran sein. Man weiß ja nie …🙂

  5. Ja genau, und die An-gefressene Birne wird zum neuen Ubuntu Logo. Aber tolle idee für den 1. April.

  6. Über Mark Shuttleworths Aqua-Wohlwollen ist ja gelegentlich schon vor dem 1.4. berichtet worden. Unschlagbarer Beweis, sozusagen.😉

  7. April, April…

    Ich mag den ersten April ja, einmal im Jahr kann man sich ruhig irgendeinen Blödsinn einfallen lassen. Ich gebe aber zu, dass ich die Scherze, die man nicht zwingend als solche erkennt (und in einem negativen Kontext stehen) nicht sonderlich mag. Aber …

    • Ich denke nicht, dass es irgendjemandem besonders weh tun wird für einen Tag zu glauben, dass Apple von nun an bei den Designentscheidungen von Ubuntu mitreden wird. Abgesehen davon werde ich heute in einem eigenen Artikel klarstellen, dass das nur 1. April-Geschichten waren.

      P.S.: Da du den Kommentar zweimal abgeschickt hast habe ich nur die spätere Version freigeschalten.

  8. […] Apple steigt bei Ubuntu ein (und bringt ein eigenes Ubuntu-Derivat mit Namen Macbuntu heraus) […]


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