Lucid – ein neuer Anfang? [UPDATE]

April 21, 2010 um 4:25 am | Veröffentlicht in Computer, KDE, Kubuntu, Ubuntu, Ubuntuusers, Vermischtes | 5 Kommentare

Wie wohl inzwischen alle Interessierten wissen dürften ist Lucid Lynx, die in etwa einer Woche erscheinende nächste Version von Ubuntu endlich wieder eine LTS (Long Time Support). Das bedeutet, dass auch die Desktop-Variante einen Lebenszyklus von 3 Jahren mit halbjährlich erscheinenden Updates (etwa das was bei Windows unter "Service Pack" bekannt ist) beginnen wird (das ist bei den nicht-LTS-Versionen nur der Server-Variante vorbehalten, wobei die Desktop-Varianten nur 18 Monate Support erhalten). Vor allem dann wenn man sich per Distributionsupgrade von Version zu Version gehangelt hat und schon manch ein Knirschen durch die Zahnräder des Systems geht ist mit Lucid eine vollständige Bereinigung der Festplatte und ein nachfolgendes neues Aufsetzen des nagelneuen Ubuntu zu empfehlen.

Denn LTS-Versionen glänzen nicht durch Bleeding-Edge-Software sondern durch erhöhte Stabilität (die normalerweise bereits bei der Beta einer nicht-LTS-Version recht hoch ist). Korrupte Config-Dateien, inkompatible Bibliotheks-Versionen und Schäden durch extern (sprich nicht über die Paketverwaltung) installierte Programme sind vor allem für Anfänger am leichtesten durch eine frische Installation zu lösen und hier kommt ihnen Lucid gerade recht.

ABER!

WIr haben noch eine Woche Zeit! Sofern du nicht gerade zu beschäftigt bist mit produktivem Werkeln ist das deine Chance dein System näher unter die Lupe zu nehmen, es auseinander zu reißen und neue Sachen auszuprobieren, die du dich auf dem "running System" einfach nicht getraut hast. Die kommende stabile Grundlage bietet also starken Anreiz zu experimentieren. Das kann das Ausprobieren einer neuen Systemsprache sein, das Installieren und Konfigurieren eines Web-Servers mit PHP und Datenbank oder das Ausprobieren eines alternativen Desktops oder von Bleeding-Edge-Programmen oder du kannst das Anpassen der Fensterknöpfe üben🙂 .

Da bei mir bereits Apache mit PHP5 und MySQL läuft, mein Thunderbird auf den Namen "Shredder" hört (Thunderbird 3.0), mein KDE die Versionsnummer 4.4.2 mitbringt und ich mit der Position meiner angepassten Fensterknöpfe zufrieden bin habe ich mich für die übrige Alternative entschieden. Von heute an bis zur Installation von Lucid wird mein System in der englischen Sprache erscheinen. Das ist nichts Weltbewegendes und sollte in keiner Weise die Leistung des Systems beeinträchtigen.

Unter KDE4 wird die Spracheinstellung des Systems so vorgenommen:

K-Menü -> Rechner (Reiter) -> Systemeinstellungen

In dem neuen Fenster im Abschnitt "Persönliches" auf Land/Region&Sprache klicken. Gleich im neuen Fenster kann man Sprachen hinzufügen und die Systemsprache einstellen, für die man jedoch das root-Passwort benötigt. Ich habe die Systemsprache auf Englisch (UK) gestellt (einfach weil mir Britisches Englisch besser gefällt als US-Englisch, bleibt aber dir selbst überlassen welchen Dialekt du wählst).

[UPDATE] Ich habe einen weiteren meiner Weisen Ratschläge befolgt und installiere gerade GNOME aus den Quellen. Eine Anleitung zum Ändern der Spracheinstellungen für GNOME folgen in Kürze.[/UPDATE]

[UPDATE 2]
Unter GNOME kann man die Systemsprache folgender Weise umstellen:

System -> Administrierung -> Sprachunterstützung

Hier kannst du neue Sprachen installieren und die zu verwendende Sprache einstellen.
[/UPDATE 2]

Viel Spaß beim Experimentieren! Nutze die Chance, sie kommt erst in zwei Jahren wieder.

Creative Commons License
This work by Stefan Ohri is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Austria License

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5 Kommentare »

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  1. […] — der Morgenblog hat das Upgrade auch gewagt. In seinem Post geht er auf seine Updatestrategie ein. Er gibt ebenfalls Tipps rund um die Lokalisierung von […]

  2. Ich finde es komisch. Mein Ubuntu wird schon seit Jahren per upgrade bedient und ich werds auch weiterhin so machen. Dieses ständige Neuinstallieren zu hypen finde ich auch für Neulinge nicht gut. Gerade Profis werden es aber auch nicht nötig haben, eine Neuinstallation zu machen – es sei denn, sie bekommen ihr System nicht mehr alleine in Griff und müssen sich in eine Neuinstallation flüchten😉
    Es kommt halt immer auf den Mensch zwischen Tastatur und Stuhl an…

    • Ich wollte nicht Neuinstallationen hypen sondern nur aufzeigen, dass, sofern man eine solche vorhat, in den Tagen davor viel Zeit ist um mit dem System zu experimentieren und dabei keine Angst davor zu haben braucht irgendetwas kaputt zu machen, da das System ja eh in kurzer Zeit vollkommen frisch aufgespielt wird. Selbstverständlich ist für erfahrene Nutzer eine Neuinstallation nicht notwendig. Aber wie soll ein Anfänger zu einem erfahrenen Nutzer werden wenn er sich nicht traut sich mit dem System vertraut zu machen?

      • Zum Experimentieren gibt es virtuelle Maschinen. Da braucht man auch keine Angst haben, sein Produktivsystem kaputt zu spielen. Wer dort noch mit Snapshots arbeitet hat eine ideale Testumgebung.

      • Es stimmt, VMs sind ideal um Systeme zu testen und alles mögliche mit ihnen anzustellen. Im Grunde geht es mir ja darum Anfänger zu motivieren sich etwas tiefer in ihr System einzugraben.


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