Google entwickelt Linux für den Browser

April 1, 2011 um 5:28 am | Veröffentlicht in 1. April, Google, Humor, Internet, Microsoft, Multimedia, Ubuntuusers | 9 Kommentare

Wie vor kurzem bekannt wurde arbeitet Google wieder einmal an einer Revolution. Für kurze Zeit, der Eintrag ist inzwischen wieder offline, gab Google Einsicht in ein neues Projekt welches die hellen Entwicklerköpfe des Konzerns beschäftigen. Darin war von einem neuen Einsatzgebiet von Android die Rede: als Betriebssystem im Browser. Der Vorteil dieser Implementierung liegt laut Google auf der Hand: Zum Einen sollen so Nutzer die bisher noch nicht die Vorzüge von Android kennen lernen konnten sich dieses ansehen. Zum Anderen können Entwickler nun auch ohne ein Android-Handy zu besitzen für diese Plattform entwickeln.

Das BrowserOS genannte Produkt (scheinbar ein Codename) soll laut dem Bericht in Kürze das Alpha-Stadium verlassen und damit einer größeren Gruppe zugänglich werden. Zum Einsatz des BrowserOS ist eine bestehende Internetverbindung Voraussetzung, wobei Google daran arbeitet, wie bei Google Docs, den Dienst auch offline nutzbar zu machen. Außerdem benötigt der Nutzer (vorerst) ein zumindest 6 Monate altes Google-Konto um am Beta-Programm teilnehmen zu können. Die finale Version wird dann jedem Google-Konto zu Verfügung stehen.

Google macht auf ein paar technische Voraussetzungen aufmerksam: Zum Einen benötigt der Nutzer auf seinem Computer 500 MB freien Speicherplatz (+ Platz zum Lagern der von ihm offline erstellten Dateien). Zum Anderen werden 512 MB RAM als Minimum genannt (2 GB bei Windows Vista). Da der Dienst von den Google-Servern aus gestartet wird läuft auf jenen nur der Kernel mitsamt ein paar kleineren Diensten. Die grafische Oberfläche wird beim Nutzer gerendert und basiert auf Silverlight. Google meint, dass ein Gears-ähnlicher Ansatz zu wenig wäre, da hier wesentlich mehr Funktionalität benötigt würde. Außerdem wäre Silverlight Adobes Flash technisch überlegen und würde schneller arbeiten als sein älterer Kollege.

Google dementiert in einem kleinen (ebenfalls nicht mehr erreichbaren) FAQ, dass dieses Projekt einer Zusammenarbeit mit Microsoft entspringe: "Wir verwenden ausschließlich die beste Technologie für unsere Nutzer, egal von wem sie stammt". Das würde bedeuten: nicht Java, nicht Flash, sondern eben Silverlight.

Innerhalb des BrowserOS soll der Nutzer auf andere Google-Dienste wie Google Docs, GMail, YouTube, usw… Zugriff haben wie auf lokal installierte Programme. YouTube soll z.B. als Media-Player (dessen Design in einem Mock-Up an den Windows Media Player erinnert) realisiert sein. Wann genau Google das Programm in den Beta-Stand erheben will war dem Eintrag nicht zu entnehmen, es dürfte jedoch nicht mehr lange dauern bis Google herkömmliche Betriebssysteme an einer neuen Front angreift.

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9 Kommentare »

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  1. Nett, nur Silverlight verrät deutlich, dass es ein typischer 1. April Post ist😀

  2. Ja, aber die wichtigste frage wird wohl die performance auf dem ipad sein. Sonst sehe ich keine guten chancen dass es sich durchsetzt

  3. Zum Anderen werden 512 MB RAM als Minimum genannt (2 GB bei Windows Vista)
    Geil, wie ergibt sich denn der Unterscheid? Windows und Silverlight sind beide von MS, aber trotzdem braucht Windows als einziges 2GB? *lol*

    Heißt die Tatsache daß Silverlight benutzt wird daß Linux-Nutzer dieses Browser-Android (was ja ein Linux-Derivat ist) nicht benutzen können? Das ist ja noch mehr *lol*.😀

    Aber jetzt mal im Ernst: Alle haben sich gewundert was HP mit webOS auf PCs will, aber Google macht das gleiche. Scheint ein Trend zu sein. Bin gespannt auf Apple browserIOS.

  4. Keine Ahnung was das im Planeten zu Suchen hat. Das ist nicht lustig. FAIL.

  5. Super, dann brauche ich nur auf einem Computer ohne Betriebssystem den Browser zu starten und kann unter Android beispielsweise Gimp oder LibreOffice nutzen. Wenn auch nur 1 x im Jahr😉

  6. Höhö😀 Der ist nicht schlecht l, aber dieses Jahr falle ich nicht drauf rein😉

  7. Aprilscherze 2011…

    Der erste April macht teilweise wirklich Spaß, da sich viele kreative Köpfe in den Weiten des Netzes finden, um neue, absolut abstruse, aber manchmal sogar glaubwürdige Meldungen zu finden. Andere Seiten präsentieren dagegen lieber eine neue revolution…

  8. Finde ich gar nicht schlecht – wenn man mal mit etwas Weitblick 5-10 Jahre in die Zukunft schaut – wer weiß, wie mobil wir dann schon sind und ob ein Cloud-OS dann nicht schon sinnvoller und bequemer für die meisten von uns ist.

    • Bequemer ja.

      Wie sinnvoll es ist, wenn meine Daten an einem mir unbekannten Ort unter der Kontrolle einer mir, außer dem Namen, unbekannten Firma/Person liegen und mein Zugriff auf diese durch Hürden wie Anmelden und wiederholtes Identifizieren erschwert wird sei dahingestellt.

      Außerdem denke ich mir, dass meine Daten an einem zentralen Ort wesentlich mehr Angriffen und Zugriffen Unbefugter ausgesetzt sind als auf meiner persönlichen HDD. Wenn ich nun also die Sicherheit hinzufüge, dann ist es wesentlich sinnvoller sich selbst darum zu kümmern.

      Außerdem sehen wir an Beispielen wie der Amazon Cloud oder dem PSN, dass ich jederzeit ohne eigenes Verschulden den Zugriff auf meine Daten verlieren kann. Die prinzipielle Möglichkeit dazu wird sich wohl in den nächsten 5-10 Jahren nicht großartig ändern.


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