Humble Bundle #3 ist da

April 12, 2011 um 10:56 pm | Veröffentlicht in GNU/Linux, Multimedia, Ubuntuusers, Vermischtes | Hinterlasse einen Kommentar

Es ist Frühling und damit wieder soweit. Wolfire organisiert ein weiteres Humble Indie Frozenbyte Bundle. Man kann, wie schon zuvor, ein paar Spieletitel (diesmal vier) zu einem Preis erwerben den man sich selbst aussuchen kann. Der Betrag kann dann beliebig zwischen dem Spielehersteller, der EFF und der Hilfsorganisation Childs Play aufgeteilt werden. Dazu gibt es noch einen Titel dessen Entwicklung abgebrochen wurde, der aber nach Betrachtung des Trailers zu urteilen halbwegs spielbar sein dürfte. Alle Titel sind von der Humble Bundle-Seite aus verlinkt und stellen Trailer und Screenshots zur Verfügung. Hervorzuheben ist noch, dass die Spiele, sobald gekauft, unter dem zugesandten Link sooft heruntergeladen werden können wie gewünscht und keine DRM-Maßnahmen enthalten. Sie können auf Linux/Mac/Windows sooft installiert werden wie man will.

Das erste dieser Spiele, Trine, scheint mit einer netten Idee aufzuwarten. Entweder als Magier, als Kämpfer oder als Dieb/Ninja? bewegt man sich nach alten 2D Jump’n’run-Prinzip durch diverse Welten. Soweit so klassisch. Der Weg zum Ziel, welches auch immer das ist, ist gepflastert mit Stellen die nicht so leicht zu passieren sind und wo die Lösung, abhängig von der Spielfigur, anders aussieht. Vor allem der Magier scheint interessante Fähigkeiten zu haben. So kann dieser magisch Objekte erschaffen die ihm helfen Fallen zu überwinden und seinen Weg weiter zu gehen. Diese Objekte werden einfach mit der Maus gezeichnet. Physik scheint groß geschrieben worden zu sein, denn alle Objekte scheinen dieser zu gehorchen wie man es sich in der realen Welt erwarten würde.

Die Spiele Shadowgrounds und Shadowgrounds: Survivor konnte ich mir noch nicht näher betrachten, die die Webseiten des Herstellers wohl unter der Last der interessierten Kunden gelitten haben. Was von den Screenshots klar war: hier handelt es sich um 3D-Titel die in einer futuristischen Umgebung spielen. Auch das vierte Spiel, Splot, scheint recht ausgefallen zu sein. Geleitet von einer Fee versucht man als blauer Schleimbeutel die vom Himmel gefallenen Sterne wieder aufzusammeln. Dabei scheint man sich a’la Mario durch 2D-Labyrinthe zu bewegen. Ob es mehr wird als das steht buchstäblich in den Sternen da das Spiel noch in der Entwicklung ist. Sobald es fertig ist wird es zum Bundle hinzugefügt und kann heruntergeladen werden.

Schon das erste Humble Indie Bundle das Wolfire letzten Frühling organisiert hat, hat mich begeistert. Weniger wegen den verschiedenen Spielen (von denen keine so wirklich gut auf meinem Laptop liefen). Sondern wegen der Möglichkeit World of Goo zu einem von mir festzusetzenden Preis (zusätzlich zu ein paar anderen Titeln) zu erwerben und einen Teil dieses Geldes an die EFF zu spenden, die meiner Meinung nach gute Arbeit leistet. Beides Sachen die man natürlich auch jederzeit separat von einander machen kann, hier war das Erschlagen von zwei Fliegen mit einer Klappe einfach ein zusätzlicher Anreiz es wirklich zu tun. Ein weiterer wichtiger Punkt: nach Herstellerangaben sollen alle Titel sowohl auf Linux/Mac/Windows lauffähig sein. Dazu kann ich mich nicht unbedingt äußern, weiß aber von Berichten nach denen die Spiele ohne Probleme liefen. Noch dazu kam im Nachhinein noch die Möglichkeit hinzu, sofern der gespendete Betrag eine bestimmte Grenze überschritt, ein weiteres Spiel dazu zu bekommen. Als dann auch noch die festgelegte Grenze von 1 Mio. USD überschritten wurde und, außer World of Goo, alle Titel unter eine OpenSource-Lizenz gestellt wurden war die Harmonie perfekt.

Auch das zweite Bundle hat mit seinen Titeln und der erneuten Möglichkeit den Preis manuell festzulegen überzeugt: Osmos (einfach aber süchtig machend) war auf jeden Fall den Kauf wert. Den Rest der Titel konnte ich mir aus Zeitgründen noch nicht ansehen. Auch hier gelang es einen Schwellwert zu überschreiten und das Spiel Revenge of the Titans wurde im Quellcode veröffentlicht. Dazu kam die Möglichkeit für alle Käufer des zweiten Bundles die mehr als den Durchschnittsbetrag gezahlt haben auch alle Titel des ersten Bundles herunterzuladen.

Fast schon traditionell ist die Gruppe der Linux-Nutzer mit etwa einem Viertel unter den Käufern vertreten und zahlen mit Abstand am Meisten für die Spiele. Dieses, sich seit dem ersten Bundle fortsetzende, Verhalten scheint das Vorurteil, dass Linux-Nutzer nur nehmen was gratis ist Lügen zu strafen. Zur Zeit sind über 45.000 Bundles für knapp 230.000 USD über den virtuellen Ladentisch gegangen und die Zahl steigt sekündlich. Diese Aktion scheint also nicht nur dem Kunden etwas zu bringen.

Das aktuelle Bundle ist noch bis zum 27. April verfügbar. Ich werde es ziemlich sicher ebenfalls erwerben, warte aber noch den ersten Ansturm ab.

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