Anime Review 07 – Mardock Scramble

Dezember 17, 2011 um 10:37 am | Veröffentlicht in Anime, Film | Hinterlasse einen Kommentar

Kinderprostitution, Organhandel oder einfacher, aber dafür äußerst brutaler Mord. All das ist Teil des ersten Teils einer auf drei Akte angelegten Filmreihe des Studio Go Hands mit dem Titel Mardock Scramble. Der erste Film, mit dem Untertitel „The first compression“ folgt der Verwandlung des sich ganz am unteren Ende der Nahrungskette befindenden Teenager Rune-Balot zu einer Kampfmaschine. Mit 12 Jahren wiederholt vom eigenen Vater vergewaltigt, während die Mutter im Drogenrausch nebenan saß, sah sie mit an wie ihr Bruder ihren Vater niederschoß. Fortan schlug sie sich als Prostituierte durch bis sie durch eine Razzia in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Hier fand sie ein korrupter Casinobesitzer mit Namen Shell. Nachdem dieser Balot in seinem Auto in die Luft jagte nimmt sich ein Dr. Easter ihrer an und „repariert“ sie. Zusammen mit einer goldenen Maus mit Namen Oeufcoque, welche sich in alle möglichen Gegenstände verwandeln kann, versucht sie einen Platz im Leben zu finden. Doch da ist noch die Strafverfolgung, für die sie eine wichtige Zeugin gegen Shell ist und Shell selbst, der ihr wieder ans Leben will. Diesmal endgültig.

Mardock Scramble besticht mit einer sehr eindrucksvollen Erzählweise. Die Geschichte nimmt sich kein Blatt vor den Mund und das Bild zeigt schonungslos Balots vergangenes Leben. Ebenso sind die Charaktere sehr individuell gehalten. Ist Dr. Easter noch ein mehr oder weniger „normaler“ Wissenschafter, der früher an Militärprojekten arbeitete, jedoch ausgestoßen wurde so ist Shell wahrlich nur eine leere Hülle die mit seinen eigenen, extern gespeicherten, Erinnerungen gefüllt wird. Eine Gruppe von Söldnern, die man wohl landläufig als „Freaks“ bezeichnen würde macht ihre Arbeitsnamen zum Programm. „Medium the Fingernail“ sammelt zum Beispiel Finger, Mince the Wink sammelt Augen, welche er sich in seinen Körper transplantieren lässt. Und dann ist da noch Welldone the Pussyhand … wie gesagt, der Name ist Programm.

Äußerst brutal sind nicht nur die Enthüllungen zu Balots früherem Leben sondern auch die nicht zu knapp stattfindenden Kämpfe. Die Atmosphäre wird durch Oeufcoque noch verstärkt, da dieser zu jedem Zeitpunkt Dinge wie Terror, Tod und weitere Gefühle „riechen“ kann.

Da die Wiederherstellung von Balots Stimmbändern Schwierigkeiten bereitet hilft sie sich mit verschiedenen technischen Geräten um eine Stimme zu erzeugen, die nach ihrer eigenen Meinung aber nicht ihre ist. Deswegen mag man beim ersten Mal Balots Synchronsprecherin nicht sofort erkennen: Hayashibara Megumi. Hayashibara gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und hat bereits in vielen bekannten Rollen gesprochen: Ayanami Rei (Shin Seiki Evangelion), Lina Inverse (Slayers), Saotome Ranma (weibl.) (Ranma 1/2), Amano Ai (Video Girl Ai), Faye Valentine (Cowboy Bebop), einen Haufen Pokemon und Vieles mehr.

Definitiv nichts für Kinder ist Mardock Scramble sicherlich für ein älteres Publikum sehenswert. Ich freue mich schon auf die restlichen zwei Filme.

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