Neuer Urheberrechtsvorschlag lässt Atem stocken

April 1, 2013 um 2:21 am | Veröffentlicht in 1. April, Humor, Ubuntuusers | 4 Kommentare

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA und ihr österreichisches Pendant haben sich für einen neuen Vorschlag zur Urheberrechtsabgabe zusammengetan. Laut Presseaussendung werden sich durch die gemeinsame Aktion mehr Chancen darauf ausgerechnet, dass die betroffenen Länder tatsächlich diesen Vorschlag umsetzen.

Ein Sprecher der GEMA nennt den neuen Vorschlag „revolutionär“ und einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn es aus dieser Ecke so tönt, dann weiß bereits jeder, der mehr als 3 Hirnzellen im Kopf hat, dass es für die Menschen ein schlechter Deal wird.

Die Prämisse hinter dem Vorschlag der beiden Organisationen lautet so: Jeder Mensch hat in seinem Leben urheberrechtlich geschütztes Material konsumiert. Dieses Material hat sich zu einem Zeitpunkt in seinem Gehirn als Gedanke, Gefühl oder sonstwie manifestiert. Stirbt nun dieser Mensch und dekompostiert in seinem Grab, dann geraten die betroffenen Hirnzellen in der ein oder anderen Form wieder in Umlauf. Bei Verwesung sollen die Atome, die zuvor die Zellen gebildet haben, in die Luft entweichen. Diese Luft wird dann wiederum von anderen Menschen eingeatmet und somit das urheberrechtlich geschützte Material erneut wiederverwertet. Doch dieser Mensch zahlt nichts dafür!

Den Einwand, dass es sich bei solch kleinen Mengen um Fair-Use handeln könnte lassen die Gesellschaften erst gar nicht gelten, denn „der durchschnittliche Mensch atmet ja nicht nur einmal pro Tag, sondern mehrmals. Dadurch summieren sich dieser Mengen zu einem großen Ganzen auf. Unsere Statistiken zeigen, dass der Durchschnittliche Mensch am Tag 2 mal Beethovens 9te veratmet“, so die GEMA.

Der Vorschlag sieht nun eine allgemeine Zahlungspflicht für jede Person vor, die sich länger als einen Atemzug auf dem Staatsgebiet eines der betroffenen Staaten aufhält. Man könne auch Pauschale Beträge für eine Anzahl an Atemzügen bezahlen, welche geringer wären als äquivalente einzelne Atemzüge. So könnten Menschen, die bereit sind €50,- pro Monat hinzublättern an einem Tag bis zu 1.000 mal atmen. Ab €200,- sind es 10.000 mal. Ein normaler Erwachsener braucht normalerweise 11-15 Atemzüge pro Minute, was auf etwas mehr als 20.000 Atemzüge am Tag kommt. Daher gibt es auch einen Ganztagestarif, der 22.000 Atemzüge freistellt. Dieser kommt auf €400,-/Monat.

Für Spitzensportler und Schulen gibt es eigene Tarife, da dort zum einen besonders viel geatmet wird und zum Anderen der Austausch der eigenen Atemluft mit anderen Personen stärker konzentriert ist.

Auf Anfrage von Taach bei der US Amerikanischen RIAA teilte uns ein Sprecher mit, dass das „… Modell sehr interessant ist, jedoch ein wenig zu kurz greift. Wir arbeiten an einer Lösung, die besonders auf Menschen Bezug nimmt, die besonders viel ausatmen.“

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4 Kommentare »

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  1. Das kann ja nur ein Witz sein!

    • Wurde ja auch gestern veröffentlicht🙂

      • Ah – siehste, gar nicht drauf geachtet. Aber ich trau denen so etwas zu

        • Das ist ja das Traurige … ich ihnen auch.


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