Project Gooseberry – Der neue Blenderfilm bittet um Unterstützung

März 17, 2014 um 10:00 vormittags | Veröffentlicht in Blender, Film, Ubuntuusers | Hinterlasse einen Kommentar

Das Blender Institute produziert einen neuen Film. Das unter dem Codenamen Gooseberry (Stachelbeere) stehende Projekt macht ein paar Sachen anders als seine Vorgänger. Zum Einen soll es mehr werden als nur die Proof-of-Concept Schnipsel a’la Big Buck Bunny oder Sintel. Zum Anderen werden genau deswegen 12 weitere weltweit verteilte Animationsstudios zusammenarbeiten um das Projekt umzusetzen.

Die Tragik-Komödie über ein Schaf, das einen interessanten Tag hat, soll dabei nicht durch Vorbestellungen sondern durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert werden. Dabei haben sich die Initiatoren 2 Ziele gesetzt: 10.000 Abonnenten der Blender Cloud zu erreichen und einen Betrag von € 500.000 aufzustellen. Für Beides haben sie noch ein Monat Zeit.

Die Blender Cloud wird vom Projekt als primäre Tauschplattform verwendet werden, auf der alle relevanten Dateien des Projekts lagern. Als Abonnent soll man vollständigen Lesezugriff darauf erhalten. Die ersten 3 Monate kosten dabei € 45,-. Behält man das Abonnement, so fallen pro Monat weitere € 10,- an. In den Berechnungen des Blender Institute für die Gesamtkosten des Projekts wird dabei damit gerechnet, dass der Großteil der Abonnenten ihr Abonnement bis zu Ende des Projektes behalten. Unterstützt man das Projekt, das mit etwa 18 Monaten veranschlagt ist, auf diese Weise bis zum Ende erhält man zusätzlich einen Platz in den Filmcredits. Die Gesamtkosten ergeben dabei € 190,-.

Alternativ kann man das Projekt durch einen einfachen Geldbetrag unterstützen. Alle Beträge ab € 20,- erhalten dabei einen frühen Zugang zum fertigen Film. Ab € 175,- erhält man als einfacher Spender ebenfalls eine Erwähnung in den Filmcredits.

Aktuell hält die Kampagne bei über 400 Abonnenten und knapp € 50.000,-

Weiter Infos zum Projekt, zur Kampagne und den teilnehmenden Animationsstudios findest du hier.

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Anime Review 07 – Mardock Scramble

Dezember 17, 2011 um 10:37 vormittags | Veröffentlicht in Anime, Film | Hinterlasse einen Kommentar

Kinderprostitution, Organhandel oder einfacher, aber dafür äußerst brutaler Mord. All das ist Teil des ersten Teils einer auf drei Akte angelegten Filmreihe des Studio Go Hands mit dem Titel Mardock Scramble. Der erste Film, mit dem Untertitel “The first compression” folgt der Verwandlung des sich ganz am unteren Ende der Nahrungskette befindenden Teenager Rune-Balot zu einer Kampfmaschine. Mit 12 Jahren wiederholt vom eigenen Vater vergewaltigt, während die Mutter im Drogenrausch nebenan saß, sah sie mit an wie ihr Bruder ihren Vater niederschoß. Fortan schlug sie sich als Prostituierte durch bis sie durch eine Razzia in Polizeigewahrsam genommen wurde.

Hier fand sie ein korrupter Casinobesitzer mit Namen Shell. Nachdem dieser Balot in seinem Auto in die Luft jagte nimmt sich ein Dr. Easter ihrer an und “repariert” sie. Zusammen mit einer goldenen Maus mit Namen Oeufcoque, welche sich in alle möglichen Gegenstände verwandeln kann, versucht sie einen Platz im Leben zu finden. Doch da ist noch die Strafverfolgung, für die sie eine wichtige Zeugin gegen Shell ist und Shell selbst, der ihr wieder ans Leben will. Diesmal endgültig.

Mardock Scramble besticht mit einer sehr eindrucksvollen Erzählweise. Die Geschichte nimmt sich kein Blatt vor den Mund und das Bild zeigt schonungslos Balots vergangenes Leben. Ebenso sind die Charaktere sehr individuell gehalten. Ist Dr. Easter noch ein mehr oder weniger “normaler” Wissenschafter, der früher an Militärprojekten arbeitete, jedoch ausgestoßen wurde so ist Shell wahrlich nur eine leere Hülle die mit seinen eigenen, extern gespeicherten, Erinnerungen gefüllt wird. Eine Gruppe von Söldnern, die man wohl landläufig als “Freaks” bezeichnen würde macht ihre Arbeitsnamen zum Programm. “Medium the Fingernail” sammelt zum Beispiel Finger, Mince the Wink sammelt Augen, welche er sich in seinen Körper transplantieren lässt. Und dann ist da noch Welldone the Pussyhand … wie gesagt, der Name ist Programm.

Äußerst brutal sind nicht nur die Enthüllungen zu Balots früherem Leben sondern auch die nicht zu knapp stattfindenden Kämpfe. Die Atmosphäre wird durch Oeufcoque noch verstärkt, da dieser zu jedem Zeitpunkt Dinge wie Terror, Tod und weitere Gefühle “riechen” kann.

Da die Wiederherstellung von Balots Stimmbändern Schwierigkeiten bereitet hilft sie sich mit verschiedenen technischen Geräten um eine Stimme zu erzeugen, die nach ihrer eigenen Meinung aber nicht ihre ist. Deswegen mag man beim ersten Mal Balots Synchronsprecherin nicht sofort erkennen: Hayashibara Megumi. Hayashibara gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und hat bereits in vielen bekannten Rollen gesprochen: Ayanami Rei (Shin Seiki Evangelion), Lina Inverse (Slayers), Saotome Ranma (weibl.) (Ranma 1/2), Amano Ai (Video Girl Ai), Faye Valentine (Cowboy Bebop), einen Haufen Pokemon und Vieles mehr.

Definitiv nichts für Kinder ist Mardock Scramble sicherlich für ein älteres Publikum sehenswert. Ich freue mich schon auf die restlichen zwei Filme.

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Apollo 13 – “Failure is not an option”

Oktober 4, 2011 um 8:05 nachmittags | Veröffentlicht in Buch, Film, Multimedia, Vermischtes | Hinterlasse einen Kommentar

Als Computer-Geek hat man gewissen Verpflichtungen ein Klischee einzuhalten. Auch wenn der dicke, pickelgesichtige Junge mit den Bierflaschenbrillen teilweise bis heute mit Programmierern und Linux-Enthusiasten verbunden wird (ja, auch Linus wächst noch), so haben viele von uns heute sogar maßgeschneiderte Anzüge an oder sind aus dem Keller (oder Dachboden) der Eltern ausgezogen (man stelle sich diese Überwindung vor!) um irgendwo ein Mädchen (wow!) zu finden. Zum Glück gibt es inzwischen auch eine nicht unbeträchtliche Zahl an weiblichen Geeks die sich nicht scheuen ihren Interessen zu folgen. Aber ich schweife ab.

Zum Klischee des Geeks zählt unter anderem die Affinität zu technischem Spielzeug, das Studium von technischen Details und, natürlich, der Genuss von Filmen die mit technischen Themen aufwarten. Für viele ist die ultimative Entscheidung jene, ob Captain Kirk oder Han Solo cooler/heroischer/sonstwas ist. Mir gefällt Star Wars zwar besser, aber ein großes Problem mit Pille oder Spock hatte ich auch noch nie. Um eins klarzustellen: Filme/Serien mit technischem Thema sind für mich zwar von Interesse, nehmen aber sicher keinen exklusiven Platz bei mir ein. Braveheart, Lord of the Rings oder Mononoke Hime vertreten weitaus größere Gruppen von DVDs in meinem Regal. Nichts desto trotz handelt es sich bei Apollo 13, mit Tom Hanks, Bill Paxton, Kevin Bacon, Ed Harris und Gary Sinise neben anderen wohl um einen der besten Streifen derer ich eine Kopie mein Eigen nennen darf.

Neben vielen emotionalen Szenen, wie der Start von Apollo 13, das fiktive "Failure is not an option" von Gene Kranz oder die komplette Landeszene bis zur Wasserung besticht der Film durch die großartige Leistung der wichtigen Charaktere welche die Anspannung, die Konzentration und die zunehmende Entnervung aller Beteiligten gut vermitteln können. Die gelungene Musik tut ihr Übriges.

Um das Ganze nicht zu einem verspäteten Werbeartikel zu machen möchte ich kurz meine Vorbelastung erläutern. In Wien, Österreich lebend habe ich natürlich von klein auf sehr viel mit Raumfahrt zu tun gehabt. Von Menschen die noch nie aus ihrem Bezirk herauskamen bis zu einer Schulklasse, in der jeder Zweite der Meinung war die Welt sei flach, umringt, war mein Vater, ein belesener und investigativer Enthusiast des Themas Raumfahrt, die einzige Person die versuchte meinen Intellekt anzustacheln und meine Interessen über SNES und Co. hinaus zu wecken. Dementsprechend konnte ich mit 10 Jahren den Countdown von 10 abwärts bis zum "We have a lift off" auf Englisch aufsagen, wusste, dass der kalte Krieg sich nicht nur auf dem Erdboden abspielte und kannte die grundsätzliche Art und Weise in der Raketen und das Space Shuttle funktionierten.

Als der Film Apollo 13 in Österreich in die Kinos kam war dies natürlich ein Pflichttermin für unsere Familie. Gegen 18:00 startete die Vorstellung im Gartenbaukino, Parkring 12, und entführte mich in eine Welt der Schwerelosigkeit. Interessanter Weise war es damals für mich ein Film wie jeder Andere. Disney & Co. hinterließen zwar geringere Eindrücke, waren damals aber trotzdem interessanter. Erst später, als mein Vater den Film auf Kaufkassette (DVDs waren noch nicht sehr verbreitet) mitbrachte, hatte ich wieder die Gelegenheit ihn mir anzusehen. Jene VHS-Kassette trug auf einem (gegenüber heutigen Geräten) kleinen 4:3 Fernseher eine solche Kraft, dass mich der Film seit damals nicht mehr losließ.

Durch den Film bekam ich das Interesse daran mich etwas mit der Geschichte hinter dem Ereignis zu beschäftigen. So wältzte ich viele deutsche und englische Wiki-Artikel und kaufte mir bei einer Freundin, welche in einem Bücherladen arbeitet die englische Originalfassung von "Lost Moon", welches seit dem Film, welcher wiederum auf dem Buch basiert, unter dem Namen "Apollo 13" erhältlich ist. Das Buch stellt gewisser Maßen die Memoiren von Jim Lovell, dem Kommandanten von Apollo 13, dar ist aber in einer ansprechenden Romanform geschrieben. Es beschreibt detailiert die Vorgänge in Apollo 13, gibt aber auch Einblick in alltägliche NASA-Arbeit und den Werdegang Lovells ohne langweilig zu werden. Oder möglicherweise sehe nur ich als technikaffiner Geek das so…

Nun ja, genug geschwärmt. Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote: Wie Gene Kranz, der verantwortliche Flight Director von Apollo 13 im Making Of zum Film erklärt hat er die Worte "Failure is not an option", welche ihm im Film in den Mund gelegt werden nie gesagt. Er fand sie aber so treffend, dass er diese zum Titel seiner eigenen Memoiren machte.

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Durian Project – Abschluss der Charakteranimationsarbeiten an “Sintel”

Juni 24, 2010 um 4:35 nachmittags | Veröffentlicht in Blender, Computer, Film, Free Software/Open Source, Multimedia, Ubuntuusers | 9 Kommentare

Ein guter Schüler wächst mit den ihm gestellten Aufgaben. Nach diesem Prinzip werden von der Blender Foundation regelmäßig Projekte finanziert die nebenbei helfen die 3D-Software Blender um vernünftige Funktionalität zu erweitern und Arbeitsabläufe mit Blender runder zu gestalten. Ergebnisse dieser Projekte waren bereits die Kurzfilme Elephants Dream (Project Orange), Big Buck Bunny (Project Peach) und das Spiel Yo Frankie! (Project Apricot) welches auf der Spieleengine Crystal Space basiert und sich Charaktere aus Big Buck Bunny borgt. Das aktuelle Projekt (Project Durian) hat heute verkündet einen wichtigen Meilenstein bei der Produktion des Kurzfilmes Sintel erreicht zu haben. Bis auf Kleinigkeiten sollen die Animationen der Charaktere fertig sein. Das inkludiert Mimiken, Bewegungen von Gliedern usw.. Haare und Ähnliches sind aber laut dem entsprechenden Post des Durian Project Blogs noch in Arbeit.

Dass Sintel ein "epischer" Kurzfilm wird wurde vom Projekt ja bereits angekündigt und auch der seit längerem verfügbare Trailer ist sehr gut gelungen und scheint das Versprechen zu halten. Hier ein paar Screenshots daraus:

Sintel
Sintel muss mit ansehen wie ein Drachenbaby von einem großen Drachen verschleppt wird.


Sintel spricht mit einem Eremiten

Obwohl Sintel noch im Juli vollendet sein soll wird die offizielle Premiere von Sintel beim Niederländischen FIlmfestival am 22. September 2010 stattfinden. Nach dem Festival werden auch die DVDs produziert und der Film wird online verfügbar sein. Wenn du das Projekt finanziell unterstützen willst kannst du hier eine DVD-Box bestellen die neben dem Film in mehreren Formaten und Auflösungen auch Extras wie Blender-Tutorials und selbstverständlich alle CC-lizensierten Inhalte des Projekts (sprich Blenderprojekt-Sourcen) enthält.

Creative Commons License
This work by Stefan Ohri is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Austria License

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