Canonical forkt Linux

April 1, 2014 um 8:00 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, GNU/Linux, Ubuntu, Ubuntuusers | 6 Kommentare

Canonical sucht offenbar nach einem Alleinstellungsmerkmal im nach wie vor stark fragmentierten Linux-Markt. Gegeben durch seine Eingeschränktheit müssen ambitionierte Distributionen mit immer aggressiveren Methoden versuchen sich von ihren, teilweise zum Verwechseln ähnlichen, Rivalen abzugrenzen. Linux beginnt zum Big Business zu werden und Canonical will Vorreiter sein. Nachdem sich bereits Red Hat entschieden hat ab der nächsten Version auf Unity zu setzen und SuSE seine Mitarbeit an Mir angekündigt hat, entschloss sich Canonical, laut Community Manager Jono Bacon, zu einem weiteren Schritt:

We will fork the [Linux] kernel and optimize it for the upcoming MC14500B [chip] from Motorola. Its rigorously reduced instruction set and increased effiency make it a perfect candidate to spearhead a revolution in the industry.

Übersetzung:

Wir werden den [Linux] Kernel forken und ihn für den kommenden MC14500B [Chip] von Motorola optimieren. Sein stark vereinfachter Befehlssatz und erhöhte Effizient machen [den Chip] zu einem perfekten Kandidaten um eine Revolution im Computergewerbe anzuführen.

Der MC14500B ist ein bis jetzt "sträflich vernachlässigter" Prozessor, welcher unter anderem in DATANorfs WDR-1 zum Einsatz kommt. Durch seine Einfachheit erspart der Chip dem Programmierer viel Overhead und erzielt relativ hohe Rechengeschwindigkeiten.

Ob es für den Durchschnittsnutzer von Vorteil ist wenn Canonical seine Arbeitskraft erneut für ein Projekt verwendet, welches es vom restlichen Linux-Biotop isoliert, bleibt dahingestellt. Da die Firma eines Tages auch ohne Mark Shuttleworths Reichtum auskommen soll scheint dieses Vorgehen jedoch nur logisch. Es bleibt abzuwarten ob die Kernel nach getaner Arbeit wieder verschmelzen werden und ob die großen Applikationen (GNOME/KDE, LibreOffice, Firefox, …) ihre Unterstützung zusagen, denn ohne diese wird Canonical es schwer haben seine bisherigen Standards zu halten. Im schlimmsten Fall müssten sie sogar MC14500B Versionen dieser Programme selbst erstellen und warten. Und ob Canonical das auf lange Sicht ohne Shuttleworth aushält ist meiner Ansicht nach mehr als fraglich. Allerdings deutet die Spezialisierung auf einen Motorola-Chip auf eine Zusammenarbeit mit Google hin.

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Austr(al)ia

Mai 24, 2013 um 4:56 vormittags | Veröffentlicht in Österreich, Humor | Hinterlasse einen Kommentar

Wir sollten endlich eine Lösung für das ewige Verwechslungsproblem Austria/Australia finden. Selbst die Tiere kommen schon durcheinander.

Update 21.06.13: Auch das hier wird bei vielen Touristen in Kärnten für Verwirrung sorgen: Känguru in Kärnten ausgebüxt.

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Neuer Urheberrechtsvorschlag lässt Atem stocken

April 1, 2013 um 2:21 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Humor, Ubuntuusers | 4 Kommentare

Die deutsche Verwertungsgesellschaft GEMA und ihr österreichisches Pendant haben sich für einen neuen Vorschlag zur Urheberrechtsabgabe zusammengetan. Laut Presseaussendung werden sich durch die gemeinsame Aktion mehr Chancen darauf ausgerechnet, dass die betroffenen Länder tatsächlich diesen Vorschlag umsetzen.

Ein Sprecher der GEMA nennt den neuen Vorschlag “revolutionär” und einen Schritt in die richtige Richtung. Wenn es aus dieser Ecke so tönt, dann weiß bereits jeder, der mehr als 3 Hirnzellen im Kopf hat, dass es für die Menschen ein schlechter Deal wird.

Die Prämisse hinter dem Vorschlag der beiden Organisationen lautet so: Jeder Mensch hat in seinem Leben urheberrechtlich geschütztes Material konsumiert. Dieses Material hat sich zu einem Zeitpunkt in seinem Gehirn als Gedanke, Gefühl oder sonstwie manifestiert. Stirbt nun dieser Mensch und dekompostiert in seinem Grab, dann geraten die betroffenen Hirnzellen in der ein oder anderen Form wieder in Umlauf. Bei Verwesung sollen die Atome, die zuvor die Zellen gebildet haben, in die Luft entweichen. Diese Luft wird dann wiederum von anderen Menschen eingeatmet und somit das urheberrechtlich geschützte Material erneut wiederverwertet. Doch dieser Mensch zahlt nichts dafür!

Den Einwand, dass es sich bei solch kleinen Mengen um Fair-Use handeln könnte lassen die Gesellschaften erst gar nicht gelten, denn “der durchschnittliche Mensch atmet ja nicht nur einmal pro Tag, sondern mehrmals. Dadurch summieren sich dieser Mengen zu einem großen Ganzen auf. Unsere Statistiken zeigen, dass der Durchschnittliche Mensch am Tag 2 mal Beethovens 9te veratmet”, so die GEMA.

Der Vorschlag sieht nun eine allgemeine Zahlungspflicht für jede Person vor, die sich länger als einen Atemzug auf dem Staatsgebiet eines der betroffenen Staaten aufhält. Man könne auch Pauschale Beträge für eine Anzahl an Atemzügen bezahlen, welche geringer wären als äquivalente einzelne Atemzüge. So könnten Menschen, die bereit sind €50,- pro Monat hinzublättern an einem Tag bis zu 1.000 mal atmen. Ab €200,- sind es 10.000 mal. Ein normaler Erwachsener braucht normalerweise 11-15 Atemzüge pro Minute, was auf etwas mehr als 20.000 Atemzüge am Tag kommt. Daher gibt es auch einen Ganztagestarif, der 22.000 Atemzüge freistellt. Dieser kommt auf €400,-/Monat.

Für Spitzensportler und Schulen gibt es eigene Tarife, da dort zum einen besonders viel geatmet wird und zum Anderen der Austausch der eigenen Atemluft mit anderen Personen stärker konzentriert ist.

Auf Anfrage von Taach bei der US Amerikanischen RIAA teilte uns ein Sprecher mit, dass das “… Modell sehr interessant ist, jedoch ein wenig zu kurz greift. Wir arbeiten an einer Lösung, die besonders auf Menschen Bezug nimmt, die besonders viel ausatmen.”

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Mozilla und Facebook verbünden sich [2. UPDATE]

März 31, 2012 um 11:18 nachmittags | Veröffentlicht in 1. April, Free Software/Open Source, Internet, Multimedia, Ubuntuusers | 8 Kommentare

Gerade eben ist eine bedenkliche Nachricht hereingeflattert. Mozilla hat bekannt gegeben, dass sich Facebook mit dem Versprechen einer jährlichen Spende gewissermaßen in die Entscheidungen bei der Entwicklung von Firefox eingekauft hat. Das soll heißen, dass sie den Kurs, den Firefox über die nächsten Jahre nehmen wird, entscheident mitbeeinflußen werden. Mozilla spricht von einer Abmachung welche der Verbreitung von Firefox auf lange Sicht gesehen sehr gut tun wird. Von Facebook selbst gibt es dazu noch keine Informationen.

[UPDATE]

Facebook hat gerade eine Meldung veröffentlicht nachdem sie planen einen Fork von Firefox zu basteln. Der Arbeitsname dieses Forks lautet FaceFox.

FaceFox Logo

Das vorläufige Logo von Facebooks Firefox-Klon “FaceFox”

Er soll den freien Browser und das “Social Network” näher zusammenbringen indem beim Beginn jeder Sitzung automatisch bei Facebook eingeloggt wird und über eine einblendbare Seitenleiste auf News und Freunde direkt zugegriffen werden kann. So soll das Tauschen von Links einfacher werden indem der Link aus der aktuellen Website direkt auf den Avatar eines Freundes gezogen werden kann und dieser dann in dessen Profil erscheint.

Auch an Nutzer die noch kein Facebook-Konto haben wird gedacht: FaceFox soll sich so verhalten als wäre er eingeloggt. Er führt ein lokales Profil welches im Falle einer Registrierung bei Facebook abgeglichen wird. FaceFox 1.0 soll auf Firefox 15.0 basieren. Bis dahin plant Facebook alle angedachten Modifikationen umgesetzt zu haben. Eine erste Alpha soll, auf Firefox 12.0 basierend, ein paar Tage nach dessen Erscheinen verfügbar werden.

Wer sich nun denkt: “das hätte Facebook auch ohne die Spenden haben können” hat damit durchaus Recht. Allerdings hat Facebook bereits weitergedacht. Nach einem Kommentar, den Mark Zuckerberg in seinem eigenen Profil veröffentlicht hat, soll die Entwicklung von FaceFox und Firefox bis zur Version 21.0 (also innerhalb der folgenden 6 Monate nach FaceFox 1.0) zusammengeführt werden und Firefox 21.0 über alle von Facebook bis dahin entwickelten Funktionen verfügen. Danach soll die Entwicklung bei Firefox weitergehen.

Facebook bekommt dadurch seinen eigenen “Haus-Browser” so wie Google Chrome hat, nur ohne die Entwicklung von Grund auf durchführen zu müssen.

[/UPDATE]

[2. UPDATE]

Verdammt, Google macht alles kaputt.

[/2. UPDATE]

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Google entwickelt Linux für den Browser

April 1, 2011 um 5:28 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Google, Humor, Internet, Microsoft, Multimedia, Ubuntuusers | 9 Kommentare

Wie vor kurzem bekannt wurde arbeitet Google wieder einmal an einer Revolution. Für kurze Zeit, der Eintrag ist inzwischen wieder offline, gab Google Einsicht in ein neues Projekt welches die hellen Entwicklerköpfe des Konzerns beschäftigen. Darin war von einem neuen Einsatzgebiet von Android die Rede: als Betriebssystem im Browser. Der Vorteil dieser Implementierung liegt laut Google auf der Hand: Zum Einen sollen so Nutzer die bisher noch nicht die Vorzüge von Android kennen lernen konnten sich dieses ansehen. Zum Anderen können Entwickler nun auch ohne ein Android-Handy zu besitzen für diese Plattform entwickeln.

Das BrowserOS genannte Produkt (scheinbar ein Codename) soll laut dem Bericht in Kürze das Alpha-Stadium verlassen und damit einer größeren Gruppe zugänglich werden. Zum Einsatz des BrowserOS ist eine bestehende Internetverbindung Voraussetzung, wobei Google daran arbeitet, wie bei Google Docs, den Dienst auch offline nutzbar zu machen. Außerdem benötigt der Nutzer (vorerst) ein zumindest 6 Monate altes Google-Konto um am Beta-Programm teilnehmen zu können. Die finale Version wird dann jedem Google-Konto zu Verfügung stehen.

Google macht auf ein paar technische Voraussetzungen aufmerksam: Zum Einen benötigt der Nutzer auf seinem Computer 500 MB freien Speicherplatz (+ Platz zum Lagern der von ihm offline erstellten Dateien). Zum Anderen werden 512 MB RAM als Minimum genannt (2 GB bei Windows Vista). Da der Dienst von den Google-Servern aus gestartet wird läuft auf jenen nur der Kernel mitsamt ein paar kleineren Diensten. Die grafische Oberfläche wird beim Nutzer gerendert und basiert auf Silverlight. Google meint, dass ein Gears-ähnlicher Ansatz zu wenig wäre, da hier wesentlich mehr Funktionalität benötigt würde. Außerdem wäre Silverlight Adobes Flash technisch überlegen und würde schneller arbeiten als sein älterer Kollege.

Google dementiert in einem kleinen (ebenfalls nicht mehr erreichbaren) FAQ, dass dieses Projekt einer Zusammenarbeit mit Microsoft entspringe: "Wir verwenden ausschließlich die beste Technologie für unsere Nutzer, egal von wem sie stammt". Das würde bedeuten: nicht Java, nicht Flash, sondern eben Silverlight.

Innerhalb des BrowserOS soll der Nutzer auf andere Google-Dienste wie Google Docs, GMail, YouTube, usw… Zugriff haben wie auf lokal installierte Programme. YouTube soll z.B. als Media-Player (dessen Design in einem Mock-Up an den Windows Media Player erinnert) realisiert sein. Wann genau Google das Programm in den Beta-Stand erheben will war dem Eintrag nicht zu entnehmen, es dürfte jedoch nicht mehr lange dauern bis Google herkömmliche Betriebssysteme an einer neuen Front angreift.

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Oracle stellt Java 8 unter die OEL – Byebye freies Java?

März 31, 2011 um 8:17 nachmittags | Veröffentlicht in 1. April, Free Software/Open Source, Humor, Java, Programmieren, Ubuntuusers | 6 Kommentare

Oracle hat ein Interview auf seiner Java-Homepage veröffentlicht in welchem der "VP of Product Management", Ajay Patel Oracles Pläne für Java in den kommenden Versionen erläutert. Unter dem Titel "Java & Oracle, One year later" ist das Interview als Video verfügbar.

Patel spricht darin zum Thema Java 8:

[...] Many of our shareholders have expressed their concern for the future of the popular Java-Technology including the Java Language and Virtual Machine. They feel that in the light of the recent Google-Lawsuit Oracle doesn’t fully protect its assets from missuse. By giving away Java free of charge and in Open Source we, and I quote "sacrifice a potential cash cow that is then slaughtered by other companies without proper rewarding Oracle for their work". Now Oracle doesn’t see the need of charging Developers or End-Users for the use of Java-Technology, but we strongly feel that we must prevent missuse as done with Dalvik by Google. Therefor Oracle intends to develop its Version of Java in a more restricted fashion only allowing its own developers and members of the community that signed a non-disclosure-agreement to work on it. As Java 7 is too far into its development we do not intend to apply the aforesaid to this version of Java. However the next Version will see all necessary changes in its development structure and will be released under the protection of the Oracle Enterprise Licence (OEL). To reflect these changes the name will be changed to Java Professional, beginning with version 1.0.
Of course the Open Source implementation OpenJDK will see the improvement of the Java Professional branch. But as I mentioned before it is imperative to protect Oracles rights as the owner of Java Technology. This means, that the improvements of Java Professional will be implemented in the subsequent version of OpenJDK. [...]

Patel spricht also ziemlich unverhohlen davon, dass Oracle vorhat Java wieder auf die proprietäre Schiene zu stellen um seine rechtliche Situation zu stärken. Googles Implementation Dalvik wird als ein Grund angegeben. Nach Solaris, OpenOffice.org und MySQL sieht dies aber nach einem weiteren Schritt aus die Gemeinschaft aus den mit Sun gekauften Produkten herauszuhalten und mit veralteten Versionen gegenüber der "offiziellen" Variante abzuspeisen. Patel erwähnt z.B. explizit, dass die Neuerungen von "Java Professional" (ugh, was für ein Name …) erst in der darauffolgenden Version verfügbar sein werden. Das bedeutet also, dass Entwickler die OpenJDK für ihre Entwicklung verwenden immer eine Version hinter dem Stand der Technik sein werden.

Es lassen sich aber auch Konsequenzen für die Endnutzer herauslesen. So werden also Programme die Funktionalität aus der aktuellen Java Version verwenden nicht mit der aktuellen OpenJDK Version laufen, da diese diese Funktionalität nicht bietet. Der Benutzer wird also dazu gezwungen das "offizielle" Produkt zu verwenden um alle Java-basierten Programme verwenden zu können. Da vor allem bei der Entwicklung von Applets für webbasierte Dienste die Adaption an neue Möglichkeiten von Java recht schnell angenommen wird, ist der Nutzer also über kurz oder lang genötigt auf die neueste Professional Version zu aktualisieren wenn er diese Angebote nutzen möchte.

Ich sehe einen Fork auf uns zukommen. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwicklungsunterschiede nicht so gravierend sind wie bei Silverlight/Moonlight, bzw. .NET/Mono.

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Fortune Cookies – Die leichte Unterhaltung für zwischendurch

Mai 21, 2010 um 9:11 vormittags | Veröffentlicht in Computer, GNU/Linux, Humor, KDE, Ubuntuusers, Vermischtes | 2 Kommentare

Ob nützliche Tipps zur Bedienung des Systems, Zitate von berühmten Persönlichkeiten oder aus dem Usenet, BOFH-Entschuldigungen, witzige Vergleiche oder ASCII-Kunst, Fortune Cookies sind eine beliebte Bereicherung im täglichen UNIX Alltag. Um das Programm selbst mit einer grundlegenden Auswahl an Cookies installieren genügt ein:

sudo apt-get install fortune
oder
sudo aptitude install fortune

Mir persönlich haben vor allem die Vergleiche von Betriebssystemen mit Bier oder Fluglinien sehr gut gefallen da sie die Nachteile in witziger Form präsentieren und dabei niemanden auslassen. In den Alltag lassen sich diese witzigen Kurzmeldungen auf verschiedene Arten und Weisen integrieren.

Terminal

Wer beim Start eines neuen Terminals ein Cookie angezeigt haben will muss dazu die Datei .bashrc welche versteckt im HOME-Verzeichnis liegt editieren. Einfach ganz unten ein

echo;
fortune;
echo;

anhängen. (Die leeren echo-Befehle fügen neue Leerzeilen ein und dienen nur der Formatierung. Ihre Verwendung ist Geschmackssache.) Sobald die Datei gespeichert ist wird mit dem nächsten geöffneten Terminal ein Cookie angezeigt.

KDE

Unter KDE4 gibt es die Möglichkeit sich Fortune Cookies per Plasmoid anzeigen zu lassen. Mit

sudo apt-get install plasma-widget-fortunoid
oder
sudo aptitude install plasma-widget-fortunoid

das Plasmoid installieren und auf den Desktop legen:

Plasmoid Fortunoid

In den Einstellungen kann man nun den genauen Befehl festlegen mit dem die Fortunes aufgerufen werden sollen. Dabei kann man die Ausgabe auch auf ein oder mehrere bestimmte Cookies beschränken. Näheres zum Arbeiten mit fortune selbst kannst du im UU Wiki lesen. Hier ein Beispiel für mögliche Einstellungen:

Fortunoid Einstellungen

Der Grundsätzliche Befehl das Programm /usr/games/fortune aufzurufen ist fix. Bei den Argumenten kannst du jedoch die Cookies angeben aus denen das Fortune ausgesucht werden soll. In diesem Fall ist das die Datei sneggiesHTML (welche sich in /usr/share/games/fortune befindet). Darunter ist die Wartezeit bevor ein neues Cookie geladen wird auf 3600 Sekunden gestellt. Das entspricht genau einer Stunde. Wem die Schrift ein Graus oder zu klein/groß oder sonstwas ist kann dies ebenfalls einstellen. Zum Schluss kann man noch einstellen ob der Hintergrund des Plasmoids angezeigt werden soll. Wenn das nicht angehakt ist wird der Text freischwebend dargestellt. Dein Wallpaper wird also immer durchscheinen.

GNOME

Unter GNOME gibt es Wanda den wahrsagenden Fisch der sich meines Wissens bei einer Ubuntu-Standardinstallation bei den Widgets befindet welche du in die Menüleiste legen kannst.

Eigene Fortunes erstellen

Wer Ideen hat um eigene Fortunes zu erstellen dem sei folgendes gezeigt:

Fortune erstellen

Mit einem Texteditor deiner Wahl kann es losgehen. Die einzelnen Sprüche/Grafiken/was-sonst-noch werden durch ein einzelnes % am Anfang einer Leerzeile getrennt.

Beispiel:
Ein Elefant der Elend fand
%
Weisheit ist nicht der Weisheit letzter Schluss
%
Gibst du einem Bettler einen Fisch wird er einen Tag lang satt. Gibst du ihm deine Kreditkarte kann er sich sein Leben lang ernähren.
%
usw. …

Hinweis: Wollt ihr die Fortunes im oben beschriebenen Plasmoid anzeigen lassen kannst/musst du HTML-Formatierungen (<br />, <em>, usw…) verwenden.

Sobald du deine Ideen niedergeschrieben hast speichere die Textdatei in UTF-8/Unicode-Kodierung.

dat-Datei erstellen und Fortune-Datei installieren

Um die zu einem Fortune gehörende dat-Datei zu erstellen genügt der Befehl

strfile <Dateiname>

Diese beiden Dateien müssen nun mit root-Rechten in das Verzeichnis /usr/share/games/fortune kopiert werden. Sobald das geschehen ist kann man die eigenen Fortunes mit fortune <Dateiname> aufrufen. Wenn <Dateiname> beim oben beschriebenen Plasmoid als Argument eingetragen wird, so werden nur Cookies aus dem eigenen Fortune angezeigt.

Sneggies

Wie kam ich überhaupt auf das Material für diesen Artikel? Ganz einfach: ich habe es selbst gemacht. Nach einer Idee meiner Freundin welche wir in Jabber-Sessions weiterentwickelt haben, haben sich inzwischen Unmengen an verschiedenen Sneggies (süße Schnecken) angesammelt welche wir mit allen Interessierten teilen möchten. Hier kannst du ein Archiv welche die Dateien und ein makefile enthält herunterladen. Die Dateien stehen unter einer Creative Commons Share-Alike Lizenz. Sie dürfen verändert und weitergegeben werden.

Beispiele:

_@_° Snegge
_@_°° Snegge die herschaut
_@_>> Snegge im Wind

Installation

Die Installation der Dateien ist ganz einfach. Zuerst solltest du aber fortune selbst installiert haben. Dann entpackst du das Archiv (z.B. mit unp). Dadurch erscheinen drei Dateien: sneggies, sneggiesHTML und makefile. Die ersten beiden sind Fortune-Dateien wobei die zweite mit HTML-Tags formatiert ist und im oben beschriebenen Plasmoid schöner dargestellt wird. Für Fortunes im Terminal solltest du die erste Datei verwenden. Die dritte Datei übernimmt die Installation für dich. Dann führst den Befehl

make INSTALL

aus. Dieser wird dich zum Kopieren der Dateien nach deinem Passwort fragen (da das Bearbeiten von /usr/* für den normalen Nutzer root-Rechte benötigt). Sobald das geschehen ist kannst du die Fortunes bereits verwenden. Die Dateien kannst du auch als Vorlage für eigene Fortunes verwenden.

Viel Spaß damit!

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April^2

April 2, 2010 um 10:27 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Humor, Ubuntuusers | 5 Kommentare

Die meisten von euch die meine gestrigen Beiträge gelesen haben:

konnten unterscheiden zwischen einem ernstgemeinten Artikel und einem traditionellen Aprilscherz. Doch für alle welche Ihre Zweifel hatten möchte ich nun enthüllen was von alldem nun ernst zu nehmen war und was nicht:

  • Richard Stallman ist selbstverständlich IMMER NOCH Präsident der FSF. Und auch wenn er eine streitbare Person ist und viele nicht mit ihm übereinstimmen so wird er sicher noch lange mit felsenfester Überzeugung für seine Ideale kämpfen.
  • Apple ist, wie sicher alle wissen, noch verschlossener gegenüber Freier Software als Microsoft. Solange Steve Jobs an der Macht ist wird sich daran garantiert nichts ändern. Eine Community-Version von Mac OS X ist also reine Utopie.
  • Den USA ist in Punkto Anlassgesetzgebung viel Dummheit zuzutrauen. Es gibt wohl kaum jemanden der noch nicht von dem einen oder anderen skurilen Gesetz gelesen hat. Aber 1484 war Chrisopher Columbus noch ein einfacher Tu-nicht-gut unter vielen und die Indianer hatten ihre Kontinente für sich.

Mit anderen Worten: sämtliche Artikel die ich gestern veröffentlicht habe waren Aprilscherze und entbehren (trotz starker Hinweise in der realen Welt) jeglicher Grundlage. Ich hoffe euch haben die Geschichten gefallen und bis zum nächsten 1. April!

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Ubuntu erregt öffentliches Ärgernis

April 2, 2010 um 8:27 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Free Software/Open Source, Humor, Ubuntu, Ubuntuusers | 21 Kommentare

In Salt Lake City, Utah, USA hat heute ein Urteil eines Richters für Aufregung in der Freien Software Szene gesorgt. Demnach soll die Verbreitung von Ubuntu bis auf Weiteres in ganz Utah untersagt werden. Die entsprechende Klage wurde eingereicht von einer Diozese der christlichen Minderheit in Utah. Demnach war auf dem Umschlag der über den ShipIt-Dienst verfügbaren Ubuntu 8.04 eine Gruppe von jungen Menschen verschiedener Ethnien abgebildet gewesen welche sich laut den Ordensschwestern mehr als nur freundschaftlich Umarmen. Dieses für sie unzüchtige Verhalten solle laut der Anklage durch die freie Philosophie hinter Ubuntu propagiert werden.

Der Richter sprach das Urteil auf Grund eines Bundesgesetzes aus dem Jahr 1484 in welchem der direkte körperliche Kontakt zwischen Herren und Sklaven in der Öffentlichkeit außer zur Zucht des Sklaven verboten ist. Das Urteil erstreckt sich jedoch nicht nur auf Ubuntu 8.04 sondern auch auf dessen namensverwandten Derivate wie K/Xubuntu und alle Versionen welche seit 8.04 erschienen sind obwohl auf deren Umschlägen keine menschlichen Personen abgebildet sind. Die Klage wurde bereits im Mai 2008 eingereicht. Die fast zweijährige Verhandlungszeit führt der Richter in seinem Resumé darauf zurück, dass sein Computer bei der Recherche nach Stichworten wie Ubuntu oder Linux reproduzierbar abgestürzt sei. Erst nachdem er sich eine Ubuntu Live-CD (Ubuntu 9.10) beschafft hatte, konnte er den Prozess weiterführen.

Von Canonical ist derzeit noch keine Stellungnahme zu dem Urteil verfügbar. Nach den Erkenntnissen von Pamela Jones von Groklaw solle sich dieses Urteil als Referenzurteil auch auf Windows 7 wegen dessen God-Mode anwenden lassen.

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Apple steigt bei Ubuntu ein

April 1, 2010 um 7:05 vormittags | Veröffentlicht in 1. April, Apple, Ubuntu, Ubuntuusers | 13 Kommentare

Nach einer Meldung der Global AFA wird sich Apple künftig mit 27% an Canonical beteiligen. Scheinbar ist es mit dem Vermögen des Canonical-Gründers nicht mehr weit her: Apple hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben in welcher steht, dass Mark Shuttleworth selbst an Apple herangetreten sei und den Deal vorgeschlagen hat. Laut einem Eintrag in Shuttleworths Blog soll die Beteiligung einerseits frisches Geld in die Kassen spülen die seit Jahren unter roten Zahlen leiden, als auch eine Möglichkeit bieten Know-How von Apple in Ubuntu einfließen zu lassen. Shuttleworth nennt hierzu Ubuntu One und Ubuntu One Music Store welche um Technologien erweitert werden sollen die bereits von Apples iTunes bekannt sind.

Apple wiederum verspricht sich von dem Deal konkrete Einblicke in die Arbeit an einem Open-Source-Projekt und eine Möglichkeit dessen Vorteile für eigene Entwicklungen nutzen zu können. Natürlich wird Apple auch etwas Einfluß in der Mitgestaltung der zur Zeit populärsten Linux-Distribution bekommen. Die erste Änderung betrifft die Minimieren/Maximieren/Schließen-Knöpfe in Ubuntu. Da viele Nutzer die Umstellung dieser Knöpfe von rechts nach links kritisierten, diese aber auch mit viel Zustimmung aufgenommen wurden, wird Ubuntu 10.04 jeweils rechts UND links diese Knöpfe vorweisen. Laut Apple sei ähnliches für K/Xubuntu geplant.

In einer gemeinsamen Anstrengung wollen Shuttleworth und Apple ein weiteres Ubuntu-Derivat herstellen welches ab 10.10 verfügbar sein wird: Abuntu (bzw. Macbuntu in der kommerziellen Variante von Apple) wird den Apple-Desktop mit dem Linux-Unterbau verbinden und zum ersten Mal soll es legal möglich sein diesen auf einem handelsüblichen PC zu verwenden. Als Hardwarevoraussetzungen sind geplant: 64-bit DualCore-Prozessor mit 2×3,5 GHz, 8 GB RAM, 40 GB Festplatte mit 10000 rpm (für das System), Touch-fähiger Bildschirm mit max. 2 ms Reaktionszeit. Ob Apple auch den Sourcecode der Oberfläche bereitsstellen wird ist nicht bekannt.

Diverse Quellen vermuten schon länger, dass Apple von seinem Mach-Microkernel wegen diverser technischer Probleme zu einem Linux-basierten Kernel wechseln will. Vorerst soll Macbuntu aber nur als Alternative zu Mac OS X angeboten werden. Abuntu hingegen soll komplett kostenlos verfügbar sein. Hier, so Shuttleworth, wolle man sich das Konzept von Red Hat/Fedora und SUSE/openSUSE zu eigen machen. Canonical soll zu 40% an den Einkünften von Macbuntu beteiligt werden.

Extra für Macbuntu/Abuntu sollen auch diverse Programme aus dem Apple-Portfolio auf Linux portiert werden. Zu den angesprochenen Anwendungen zählen iTunes, Safari, iWork und Time Machine.

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