Kirchensteuer auch für Nicht-Mitglieder der Kirche – gerecht oder ungerecht?
Januar 5, 2012 um 4:36 pm | Veröffentlicht in Österreich, Politik | 2 KommentareVermute keine Boßheit wo Dummheit eine ausreichende Erklärung ist. Unter anderem nach diesem Satz lebe ich mein Leben. Ich vermute keine Hintergedanken oder bösen Absichten bis ich einen Beweis dafür habe. Heute ging das zum ersten Mal nicht. Heute habe ich von dem Vorschlag des oberösterreichischen Landesrates Maximilian Hiegelsberger gelesen welcher von Menschen, die aus der Katholischen Kirche austreten, fordert den sogenannten Kirchenbeitrag weiterhin unter dem Namen „Kultusbeitrag“ zu bezahlen. Es herrsche keine „Steuergerechtigkeit“ zwischen Mitgliedern der Katholischen Kirche und Menschen die keine Mitglieder sind. Zudem nennt Hiegelsberger laut orf.at Menschen die nicht Mitglied der Katholischen Kirche sind „Kirchensteuer-Flüchtlinge“.
Mein Standpunkt
Ich muss gleich vorwegschicken, dass dieser Artikel möglicherweise von meiner persönlichen Meinung gefärbt ist. Ich verabscheue die Katholische Kirche als Institution welche unter dem Deckmantel des Glaubens unzählige Menschen ermordet hat, ermorden ließ, ihre Leben zerstörte und sie um ihren Besitz betrog. Des Weiteren werden seit vielen hunderten Jahren bis zum heutigen Tag Verbrechen von dieser Institution verübt, diese vertuscht und die Täter zumeist geschützt. Die vor einiger Zeit in ganz Europa bekannt gewordenen sexuellen und gewalttätigen Übergriffe von Personal der Katholischen Kirche auf Kinder in der Vergangenheit bis heute sind nur ein Beispiel. Pfarrer und Nonnen haben dabei Kinder geschlagen und schlimmer, Psychoterror angewandt und sexuellen Missbrauch betrieben. Diese Vorgänge, welche innerhalb der Kirche bekannt waren, wurden nicht nur nicht unterbunden sondern totgeschwiegen und vertuscht. Den Opfern wurde Angst davor gemacht sich öffentlich zu äußern. (siehe dazu: betroffen.at) Falls jemand meint, ich übertreibe oder sogar ich tue der Katholischen Kirche Unrecht: Es gibt in meiner eigenen Familie 2 Opfer dieser Missbräuche die mir bekannt sind. Die Katholische Kirche ist weiterhin für Massenmorde in Europa verantwortlich. Stichwort: Hexenverbrennungen (2.Mose 22,17). Alle Verbrechen der Katholischen Kirche aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen und ist hier auch nicht das Hauptthema. Diese Beispiele sollen nur meinen Standpunkt zu dieser Institution untermauern.
Zurück zum Thema.
Kirchensteuer-Flüchtlinge
Dass Politiker nicht immer besonders intelligente Sachen von sich geben ist bekannt. In Deutschland konnte man besonders gut das technische Unverständnis bei den sogenannten „Kinderpornosperren“ beobachten. Bei Menschen die aus der Katholischen Kirche austreten von „Flüchtlingen“ zu sprechen, die der Katholischen Kirche nur deshalb den Rücken zuwenden weil sie den Kirchenbeitrag nicht mehr zahlen wollen ist jedoch arrogant. Ich selbst habe, sobald mir im Alter von 18 Jahren per Gesetz meine vollständige Selbstbestimmung zugesprochen wurde, meinen Taufschein auf das Gemeindeamt gebracht und bin ausgetreten. Es ging nicht um Geld (welches ich damals sowieso noch nicht verdient habe) oder ein aktuelles Thema in dem die Katholische oder Evangelische Kirche (ich war übrigens Evangelisch AB getauft) schlecht weggekommen wäre. Ich hatte einfach kein Interesse bei einem religiösen Verein mit dabei zu sein. Weder wollte ich mich deren engen Denkmustern unterwerfen und mir vorschreiben lassen was ich wann zu tun, zu sagen oder zu denken hätte noch war mir Religion jemals besonders wichtig.
Ich selbst bin also laut Hiegelsberger ein „Kirchensteuer-Flüchtling“. Obwohl Geld kein Thema war. Ich erwarte mir in nächster Zeit eine ausdrückliche Entschuldigung für diese Anschuldigung.
Steuergerechtigkeit
Landesrat Hiegelsberger möchte Steuergerechtigkeit zwischen Mitgliedern der Katholischen Kirche und denen die das nicht sind? Gut. Einfachste Lösung: Abschaffung des steuerlich absetzbaren Kirchenbeitrags. Und Entfernung des „Gesetz über die Einhebung von Kirchenbeiträgen im Lande Österreich“, welches der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche (sowohl AB als auch HB) und der „altkatholischen Kirche in der Ostmark“ das Recht einräumt „[...] nach Maßgabe von ihnen zu erlassender Kirchenbeitragsverordnungen zur Deckung des kirchlichen Sach- und Personalbedürfnisses Kirchenbeiträge zu erheben.“ (Kirchenbeitragsgesetz, 1939, 543 §1).
Die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrages war für mich immer schon unverständlich. So wie andere Religionen (Islam, Judentum, Buddhismus, Taoismus, Shintoismus, …) ist auch die Zugehörigkeit zur Katholischen oder Evangelischen Kirche ein Privatvergnügen. Wir leben nicht mehr in einer Monarchie wo die Religionszugehörigkeit von oben diktiert wird. Jeder Mensch hat das Recht sich religiös zu betätigen, aber auch das Recht dies nicht zu tun. Ich zahle, da ich kein Mitglied bin, keinen Kirchenbeitrag. Meine Tante zum Beispiel schon. Nun kann sie von dem Geld das sie dabei aufwändet bis zu € 400,- von der Steuer absetzen. Mit einfachen Worten: Bis zu € 400,- gehen dem Staat bei diesem Steuerzahler wegen religiöser Aktivitäten verloren. Diese € 400,- müssen aber natürlich irgendwie durch andere Einnahmen gedeckt werden. Wie deckt der Staat Ausgaben, Subventionen oder Erlässe? Richtig: Mit Steuergeld. Mit Geld aus der Umsatzsteuer, der Geschenkesteuer, der Lohnsteuer, usw. Mit anderen Worten: ich finanziere die religiösen Aktivitäten meiner Tante und allen anderen Menschen die in Österreich den Kirchenbeitrag von der Steuer absetzen aus meiner Tasche mit. Ich finanziere indirekt die Katholische Kirche. Obwohl ich das gar nicht will.
Sie wollen Steuergerechtigkeit, Herr Hiegelsberger? Mitglieder der Katholischen Kirche (und aller anderen Kirchen, wenn wir schon beim Thema sind) sollen ihren Mitgliedsbeitrag gefälligst aus der eigenen Tasche bezahlen. Mein Mitgliedsbeitrag in einem Sportverein ist auch nicht absetzbar. Dabei sind das nur € 9,- im Monat. Könnte ich bis zu € 400,- steuerlich absetzen, dann könnte ich 3 Jahre und 8 Monate lang gratis in meinem Verein Mitglied sein. (Vorsicht: Milchmädchenrechnung.)
Offizieller Zweck des „Kultusbeitrags“
Als Grund für diesen Vorschlag nennt Hiegelsberger gegenüber der oberösterreichischen Webpräsenz von orf.at unter anderem die Erhaltung von kulturhistorischen Gebäuden. So sei es nicht gerecht, dass diese Gebäude, welche ja auch Touristen anziehen und damit Geld für alle bringen würden, nur von Mitgliedern der Kirchen finanziert würden. Ich gebe Herrn Hiegelsberger recht, dass viele Stifte (z.B Stift Melk) oder Kirchen (z.B. der Stephansdom) Anziehungspunkte für Touristen sind. Diese Touristen beleben die umgebende Wirtschaft indem sie Hotels buchen, Restaurants besuchen, Reiseführer beschäftigen und kitschige Souveniers kaufen. Allerdings hinkt der implizite Vergleich mit Sehenswürdigkeiten im Staatsbesitz. Die meisten dieser „kulturhistorischen Gebäude“ stehen auf Privatgrund im Besitz der Katholischen Kirche.
Ziehen wir wieder einen persönlichen Vergleich: Meine Eltern haben einen sehr schönen Garten. Darin aufgestellt sind sowohl gekaufte, als auch selbst gemachte Kunstwerke. Viele davon wesentlich schöner und ästhetisch ansprechender als die vor langer Zeit verblassten Farben auf den Statuen der meisten Kirchengebäude. Würde nun ein findiger Reiseführer dazu verhelfen, dass das Haus meiner Eltern samt dem Garten zum Touristenmagnet wird, könnten meine Eltern dann Reparaturarbeiten an Pflanzen, Kunstwerken, Gartenweg und -zaun, die auf die Abnutzung durch große Menschenmengen zurückzuführen sind vom Staat subventionieren lassen? Wenn ja, dann kein Problem mit dem Zweck des „Kultusbeitrags“. Wenn dem jedoch nicht so ist (und ich bezweifle es sehr), dann schlage ich vor einen Bettelbrief an die Dachorganisation der Katholischen Kirche zu schicken, an die reichste Institution der Erde: an den Vatikan. Ich gehe davon aus, dass der Besitzer eines Grundstückes für die Erhaltung der sich darauf befindlichen Bauwerke verantwortlich ist. Genauso wie meine Eltern.
Abschließend …
… möchte ich noch einmal wiederholen, dass dieser Artikel wahrscheinlich von meinem persönlichen Verhältnis zur Katholischen Kirche geprägt ist. Es handelt sich für mich um ein emotionales Thema wenn eine Institution wie die Katolische Kirche, die mehr Unheil unter den Menschen angerichtet hat als der Zweite Weltkrieg (sowohl in Opferzahlen als auch in Sachschäden) irgendeine Hilfe bekommen soll die ich ungewollt mitfinanzieren muss. Wenn eine private Firma eine Unsumme zur Sanierung eines Stifts oder Doms spendet, kann ich aufhören mit dieser Firma Geschäfte zu machen. Die einzige Möglichkeit nicht mehr Steuerzahler Österreichs zu sein ist es in ein anderes Land zu ziehen. Dieser Preis ist mir, bei diesem Thema, zu hoch. Deshalb möchte ich unser Steuergeld lieber gerechter verteilt wissen.
Außerdem möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht gegen Religion an sich bin. In meiner Welt darf jede/r das Glauben und das tun, was ihn/sie glücklich macht, solange dadurch niemand anders in seinen Freiheiten eingeschränkt wird. Kirchliche Organisationen sehe ich jedoch als Institutionen welche den Glauben der Menschen instrumentalisieren um Macht und Einfluss über sie zu bekommen. Nur allzu oft sind Personen mit mehr oder weniger politischer Macht darunter (siehe die ÖVP (die sich als christdemokratisch (PDF, S. 3) versteht) oder die Al-Qaida), über welche diese Institutionen versuchen an Einfluss im jeweiligen Gebiet zu gewinnen. Darin sehe ich eine Entweihung des Glaubens dieser Menschen.
Natürlich weiß ich, dass die Katholische Kirche nicht nur die Hexenverbrennungen, Missbräuche, die Einführung von Hölle und Teufel und langweilige Sonntagspredigten zu bieten hat. Neben der Inquisition und den Exorzisten waren auch viele kleine Pfarren um das Wohl ihrer „Schäfchen“ besorgt. Hungernde Menschen wurden mit Nahrung versorgt, Flüchtlinge bekamen Obdach und Rat. Dies waren aber hauptsächlich Initiativen von einzelnen Pfarrern und Priestern. Von der Zentrale in Rom gingen so gut wie nie solche Initiativen aus.
Dieser Artikel soll nicht zu einem „Krieg gegen die Kirche“ führen, sondern eher zum Nachdenken anregen. Politiker (insbesondere der ÖVP seitdem sie unter Wolfgang Schüssel einen Schwenk zum Populismus erfahren hat, aber natürlich auch viele andere) haben eine Tendenz Themen in schönen Worten an ihre Wähler zu vermitteln. Oftmals zu schön um wahr zu sein. Deshalb sollte man hinter die Worte auf die eigentlichen Absichten blicken und dann seinen Standpunkt entscheiden.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Defacto Internetverbot in Weißrussland
Januar 3, 2012 um 11:35 am | Veröffentlicht in Internet, Politik | Hinterlasse einen KommentarÜber die Groklaw Newspicks bin ich auf diesen Artikel der Library of Congress gestoßen. Darin werden die neuen Bestimmungen des Staates Weißrussland (Europas letzte defacto-Diktatur) beschrieben die mit kommendem Freitag in Kraft treten. Es handelt sich um den Versuch das Prinzip der Great Firewall of China nicht mit Technik umzusetzen, sondern mit Angst.
Das neue Gesetz macht es unmöglich ungestraft auf Services aus dem Internet zuzugreifen, wenn diese Services nicht direkt von einem Server in Weißrussland kommen. Ein Zugriff auf google.com, amazon.com, twitter.com, facebook.com oder wikipedia.org (selbst be.wikipedia.org, die weißrussische Version, da sie laut mtr auf US-Servern gehostet wird) wird demnach mit bis zu 125 US-Dollar bestraft, wenn diese Seiten nicht einen Server in Weißrussland stehen haben über den der Verkehr geleitet wird. Internetcafes oder auch private Haushalte mit Anschluss müssen mit Strafverfolgung und Schließung rechnen, wenn Kunden oder Freunde die bereitgestellten PCs mit Anbindung verwenden um auf einen solchen Service zuzugreifen.
Internetprovider müssen den Datenverkehr ihrer Kunden aufzeichnen und es gibt eine für Provider verpflichtende Sperrliste von Seiten die ihre Kunden nicht zu sehen bekommen dürfen. Damit beherrscht die weißrussische Regierung die oben genannten Server. Die offizielle Erklärung dieses Vorgehens ist die Abschottung der Menschen von extremistischen und pornographischen Inhalten. Weiters soll damit der weißrussische Teil des Internets besser besucht werden.
Wer im letzten Jahr ab und zu mal die Nachrichten eingeschaltet hat wird vom sogenannten Arabischen Frühling gehört haben. Wenn sie auch nicht ausschlaggebend für den Erfolg gewesen sein mögen, so wurden Services aus dem Internet wie Twitter, Blogs und Social Networks massiv zur Vorbereitung und Koordinierung der Proteste genutzt. Ein diktatorisches Regime wie Weißrussland hat natürlich die Gefahren gesehen und versucht die im arabischen Raum festgestellten Schwachpunkte der dortigen Regime bei sich selbst zu entfernen. Da kaum wichtige Infrastruktur in Weißrussland zu finden ist, ist das Verbot auf ausländische Services zuzugreifen defacto eine Schaffung eines vom Staat kontrollierten Intranets und eine Abschottung nach Außen. Die Werkzeuge des Arabischen Frühlings sind also aus Weißrussland dann nicht mehr zu erreichen.
Neben den immer noch bestehenden Regimen wie z.B. Syrien, dem Iran, China und Nordkorea wird auch in Weißrussland mit der Todesstrafe, Verschleppungen und dem Verbot von demokratischen Mitteln gearbeitet (Wikipedia). Ich wünsche der weißrussischen Bevölkerung viel Erfolg, sollte sie sich in nächster Zeit gegen Präsident Aljaksandr Lukaschenka auflehnen.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Anime Review 07 – Mardock Scramble
Dezember 17, 2011 um 10:37 am | Veröffentlicht in Anime, Film | Hinterlasse einen KommentarKinderprostitution, Organhandel oder einfacher, aber dafür äußerst brutaler Mord. All das ist Teil des ersten Teils einer auf drei Akte angelegten Filmreihe des Studio Go Hands mit dem Titel Mardock Scramble. Der erste Film, mit dem Untertitel „The first compression“ folgt der Verwandlung des sich ganz am unteren Ende der Nahrungskette befindenden Teenager Rune-Balot zu einer Kampfmaschine. Mit 12 Jahren wiederholt vom eigenen Vater vergewaltigt, während die Mutter im Drogenrausch nebenan saß, sah sie mit an wie ihr Bruder ihren Vater niederschoß. Fortan schlug sie sich als Prostituierte durch bis sie durch eine Razzia in Polizeigewahrsam genommen wurde.
Hier fand sie ein korrupter Casinobesitzer mit Namen Shell. Nachdem dieser Balot in seinem Auto in die Luft jagte nimmt sich ein Dr. Easter ihrer an und „repariert“ sie. Zusammen mit einer goldenen Maus mit Namen Oeufcoque, welche sich in alle möglichen Gegenstände verwandeln kann, versucht sie einen Platz im Leben zu finden. Doch da ist noch die Strafverfolgung, für die sie eine wichtige Zeugin gegen Shell ist und Shell selbst, der ihr wieder ans Leben will. Diesmal endgültig.
Mardock Scramble besticht mit einer sehr eindrucksvollen Erzählweise. Die Geschichte nimmt sich kein Blatt vor den Mund und das Bild zeigt schonungslos Balots vergangenes Leben. Ebenso sind die Charaktere sehr individuell gehalten. Ist Dr. Easter noch ein mehr oder weniger „normaler“ Wissenschafter, der früher an Militärprojekten arbeitete, jedoch ausgestoßen wurde so ist Shell wahrlich nur eine leere Hülle die mit seinen eigenen, extern gespeicherten, Erinnerungen gefüllt wird. Eine Gruppe von Söldnern, die man wohl landläufig als „Freaks“ bezeichnen würde macht ihre Arbeitsnamen zum Programm. „Medium the Fingernail“ sammelt zum Beispiel Finger, Mince the Wink sammelt Augen, welche er sich in seinen Körper transplantieren lässt. Und dann ist da noch Welldone the Pussyhand … wie gesagt, der Name ist Programm.
Äußerst brutal sind nicht nur die Enthüllungen zu Balots früherem Leben sondern auch die nicht zu knapp stattfindenden Kämpfe. Die Atmosphäre wird durch Oeufcoque noch verstärkt, da dieser zu jedem Zeitpunkt Dinge wie Terror, Tod und weitere Gefühle „riechen“ kann.
Da die Wiederherstellung von Balots Stimmbändern Schwierigkeiten bereitet hilft sie sich mit verschiedenen technischen Geräten um eine Stimme zu erzeugen, die nach ihrer eigenen Meinung aber nicht ihre ist. Deswegen mag man beim ersten Mal Balots Synchronsprecherin nicht sofort erkennen: Hayashibara Megumi. Hayashibara gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und hat bereits in vielen bekannten Rollen gesprochen: Ayanami Rei (Shin Seiki Evangelion), Lina Inverse (Slayers), Saotome Ranma (weibl.) (Ranma 1/2), Amano Ai (Video Girl Ai), Faye Valentine (Cowboy Bebop), einen Haufen Pokemon und Vieles mehr.
Definitiv nichts für Kinder ist Mardock Scramble sicherlich für ein älteres Publikum sehenswert. Ich freue mich schon auf die restlichen zwei Filme.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Windows Store Terms of Use – Was glauben die wer sie sind?
Dezember 10, 2011 um 10:40 am | Veröffentlicht in DRM, Microsoft | Hinterlasse einen KommentarEs gibt vermutlich, neben Anwälten, wenig Menschen, die sich jemals eine komplette Microsoft EULA durchgelesen haben. Vor langer Zeit habe ich mir das mal für Windows XP, MS Office und später Windows Vista angetan. (Zu den EULAs ist bei Microsoft selbst wenig zu finden, vor allem zu älterer Software.) Nach ein paar Stunden und mehreren Pausen war ich dann durch und nicht viel klüger. Auch damals fand ich darin bereits Punkte, bei welchen sich Microsoft Rechte einräumte, die heute zum Standardrepertoire jeder Software-Firma zu gehören scheinen:
- Software wird zum Gebrauch lizensiert, nicht verkauft.
- Microsoft kann die Unterstützung für die bezahlte Lizenz jederzeit und ohne Ankündigung beenden
- …
Dementsprechend war ich nicht verwundert diese Punkte in der EULA zum kommenden Windows Store zu finden. Für alle die es nicht wissen: Der Windows Store ist ein App Store, welcher das kommende Windows 8 mit einfachem Zugang zu Apps versorgen soll.
Etwas überaschter bis irritiert war ich dann aber, als ich mir die weiteren Punkte durchlas. Da ist zum Beispiel davon die Rede, dass Microsoft, diesmal durch die EULA gedeckt, das OS zur Spyware machen darf:
To provide the Windows Store service, we may collect certain information about service performance, your service use, and your use of your Windows 8 Beta system.
Mit Windows 8 Beta System ist gemeint
… the device running Windows, any software running on that device, and any devices or software communicating with that device.
Also will MS nicht nur über mein Win8-Tablet Informationen erfassen dürfen, sondern auch über meinen Drucker, meinen Standcomputer, den Laptop meiner Freundin, meinen Homeserver, usw. …
Liest man weiter, so stößt man auf den Punkt „What are my rights for apps I get from the Windows Store?„. Der erste Satz hat bereits viel damit zu tun, was Microsoft als „Recht“ des Konsumenten auffasst:
All apps made available through the Windows Store are licensed, not sold, to you.
Soweit bekannt. Auch in der restlichen Erklärung ist nichts zu meinen „Rechten“ zu finden, sondern nur eine Definition wo meine Einschränkungen bei der Benutzung sind, und dass Dritte mit ihren Apps ganz eigene Nutzungsvereinbarungen treffen können.
Wenn ich nun bereits eine solche App gekauft habe findet sich ein neuer interessanter Punkt: fehlerhafte Abrechnungen. Dazu hat Microsoft folgendes zu sagen:
If we make an error on your bill, and we identify the error, we may correct it at any time, and you will pay the corrected amount. If you identify the error within 120 days after the statement date, we’ll investigate it promptly after you tell us and we’ll correct the charge if we agree that it was in error.
Natürlich kann man die von mir hervorgehobenen Punkte auch positiv sehen:
- „we may correct it at any time“ kann auch bedeuten, dass sie versuchen den Fehler so schnell wie möglich zu beheben. Es kann aber auch bedeuten, dass sie sich solange Zeit lassen können wie sie wollen. Das Geld liegt auf ihrem Konto ja ebenso gut wie auf meinem, oder?
- „if we agree that it was in error“ hat selbstverständlich seine Berechtigung. Bloß weil ich einen vermeintlichen Fehler melde, heißt das noch nicht, dass es tatsächlich einer ist. Soweit so unspektakulär. Hinsichtlich Microsofts Geschichte im Umgang mit Fehlern (Stichwort: It’s a feature, not a bug) hinterlässt diese Formulierung dann doch einen schalen Geschmack.
Eine weitere interessante Regelung findet sich bei einer eventuellen Rückgabe einer App. Da es ja durchaus sein kann, dass ich die falsche App ausgesucht habe sollte man meinen, dass es eine Möglichkeit gibt diese „zurück zu geben“. Eventuell innerhalb eines kurzen Zeitraumes mit voller Kostenrückerstattung. Microsoft schließt das von vornherein aus:
Because the Windows Store services begin immediately when you acquire an app, you do not have the right to cancel your purchase once you get the app. This means there is no withdrawal right or “cooling off” period for your use of the Windows Store, and all charges for apps are non-refundable, except as described in this section. Unless the law in your territory requires a “cooling off” period despite this agreement, you waive any right to a “cooling off” period.
Die „Exceptions described in this section“ inkludieren: Apps die sich nicht installieren lassen und Apps deren Beschreibung nicht mit deren Funktionsumfang übereinstimmen. Natürlich gibt es die Gefahr, dass ich mir eine App kaufe, ein Backup des Codes mache und die App wieder zurückgebe. Das ließe sich innerhalb von Minuten bewerkstelligen. Da die App aber vermutlich ohne gültige Lizenz, welche bei einer Deinstallation wohl gelöscht würde, sowieso nicht laufen wird heißt das Credo hier offensichtlich: Kulanz gleich Null.
Wir kommen zum, meiner Ansicht nach, wichtigsten Punkt dieser EULA: „Can Microsoft remove apps or data from my device?„. Die spannende Frage nach einem Kill Switch, wie ihn die App Stores von Apple und Google ja bekanntlich besitzen. Beginnen wir mit dem ersten Satz:
We may change or discontinue certain apps or content offered in the Windows Store at any time, for any reason.
Ein alter Hut. Eine App die du heute bei uns siehst, muss morgen nicht mehr im Angebot sein. Weiter:
In cases where your security is at risk, or where we’re required to do so for legal reasons, you may not be able to run apps or access content that you previously acquired or purchased a license for.
Soweit so klar. Microsoft kann auch rechtlichen oder Sicherheitsgründen eine App auf meinem Gerät deaktivieren oder Daten löschen. Hä, was? Microsoft kann meine Daten löschen? Ah, es geht „nur“ um „content that you previously acquired or purchased a license for„. Also um Filme, Musik und dergleichen welche ich über den Windows Store bezogen habe. Und nur dann, wenn es rechtlich notwendig ist oder Sicherheitsbedenken bestehen. Oder?
If the Windows Store, an app, or any content is changed or discontinued, your data could be deleted or you may not be able to retrieve data you have stored. We have no obligation to return data to you. If sign in information or other data is stored with an expiration date, we may also delete the data as of that date.
Herr Maier, wie nochmal? Wenn eine App oder ein Medium verändert oder nicht länger unterstützt wird, oder einfach der gesamte Store den Bach runter geht, dann behält sich Microsoft das Recht vor all diese Daten zu löschen? Einfach so? Das wäre in etwa gleichbedeutend wie: Saturn sperrt zu und mein PC explodiert. Bloß weil der Anbieter verschwindet, darf ich also seine Inhalte nicht mehr verwenden. Das ist harter Tobak. Leider, wenn man sich die Geschichte „lizensiert, nicht verkauft“ zu Ende denkt, ist das die logische Folge. Mich wundert ja nur, dass nicht alle mit dem Internet verbundenen XP-Maschinen am Ende des Supportzeitraumes automatisch ein format C: ausgeführt haben.
Ein weiterer interessanter Punkt ist der Folgende:
Some apps may also stop working if you update or change your Windows 8 Beta device, or if you attempt to use those apps on a Windows 8 Beta device with different features or processor type.
Diese Ankündigung verwundert mich über die Maßen. Bei einem Update meines OS oder beim Austausch einer Komponente oder beim Versuch die App auf einem anderen Windows 8 Gerät auszuführen, welches andere Hardwaremerkmale oder einen anderen Prozessortyp hat, kann es sein, dass eine App nicht mehr funktionieren will. Ja klar, Kompatibilität, Bits der CPU, … äh, wie nochmal? War da nicht die Ankündigung von MS, dass Apps vorrangig auf HTML5, Javascript und CSS basieren sollen? Auch im Artikel wie man eine grundsätzliche Metro App schreibt werden diese Sprachen im selben Atemzug mit C++, C# und Visual Basic genannt. Später werden sie dann überhaupt alleine hervorgehoben. Keine der angesprochenen Sprachen funktionieren ausschließlich mit einer ganz bestimmten Hardware-Konstellation. Einzig C++ muss für einen alternativen Prozessor eventuell neu kompiliert werden. Da MS aber Win8 bekanntlich auch für die ARM-Architektur herausbringen will, kann man sich wohl erwarten, dass es auch Versionen der Apps für diesen Prozessortyp gibt. Ah, ich vergas. Es handelt sich dabei nicht um Probleme der Apps, sondern um technische Beschränkungen. Du darfst eine App nur so verwenden, wie wir es dir erlauben. Ein altbekanntes Motto von Microsoft.
Auch die nächste Frage wird spannend: „Can Microsoft change the Windows Store or my access to it?„. Antwort:
We may change the Windows Store at any time, for any reason or no reason, and we may also cancel or suspend your ability to access the Windows Store if you’re in breach of this agreement. If we cancel your Windows Store service account or your credentials, your right to use the Windows Store stops immediately, but you’re still required to pay all charges already incurred through that account.
Den „breach of this agreement“ behandelt Microsoft gleich im nächsten Punkt „Can Microsoft change these Terms of Use?„:
Yes.
Microsoft kann jederzeit die „Terms of use“ ändern, womit sich ein Nutzer von jetzt auf gleich außerhalb der Bedingungen befinden kann. Besonders wird diese Frechheit aber durch folgenden Punkt bewusst:
We’ll indicate the date on which these terms were last updated at the top of the most current version of the terms. You are encouraged to revisit the terms of use before each acquisition from the Windows Store. Every time you attempt to install an app, you’re confirming your agreement to the then-current terms. You should check the version date on the terms from time to time to make sure you’ve reviewed the latest version of the terms. We might also require you from time to time to click a button or other indicator to accept an updated contract that includes changes (although we aren’t required to do so for any changes to these terms to be binding). If you don’t agree to those changes, you have no rights to continue to access the Windows Store.
Die einzige Möglichkeit herauszufinden, zu welchen Bedingungen ich eine App kaufe, ist die „Terms of use“ jedesmal, wenn ich eine App kaufe, durch zu lesen. Der einzige Ort an welchem ich herausfinden kann, ob ich mich noch einmal durch den ganzen Mist quälen muss ist die Seite mit den „Terms of use“ selbst. Rein theoretisch müsste ich also, wenn ich drei Apps kaufe, vor dem Kauf jeder einzelnen App diese Bedingungen durchlesen um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Microsoft schreibt zwar, dass sie möglicheweise manchmal eine Aufforderung neue Bedingungen zu akzeptieren in Form eines Knopfes anzeigen. Welch Hürde. Dies muss aber nicht geschehen, damit diese Bedingungen rechtlich bindend sind. Ich frage mich was Konsumentenschützer zu dieser Konstruktion sagen würden.
Ich gebe zu, dass dies die erste EULA von Microsoft ist, bei deren Durchlesen mir schlecht geworden ist. Trotzdem, dass es sich bei vielen Punkten hier um altbekannte Allüren eines Softwareproduzenten handelt, dessen Tentakel bis in unser privates Leben hineinreichen (Hotmail, MSN, Skype, Bing, …) bin ich entsetzt von der Selbstverständlichkeit mit der Microsoft hier die Beschränkungen seiner Kunden festlegt. Als ob es keine Alternative gäbe und der Nutzer eh nur die Produkte von Microsoft verwenden könnte. Friss oder stirb. Kein Gott neben Microsoft.
Ich habe in meinem Leben noch keine Kaufempfehlung an irgendwen für ein Microsoft-Produkt gegeben. Ich halte mich bisher diesbezüglich zurück und gebe eher Empfehlungen z.B. reine Hardware zu kaufen und eine GNU/Linux-Distribution aufzuspielen. In diesem Fall jedoch mache ich eine Ausnahme. Mit Hinweis auf diese EULA werde ich aktiv jeder Person mit der sich das Thema ergibt vom Kauf eines Gerätes mit vorinstalliertem Windows 8 oder einem Installmedium mit der Software selbst abraten. Es handelt sich dabei, meiner Meinung nach, um eine größere Gefahr für die Freiheit des Nutzers als die, noch nicht bestätigten, Befürchtungen zu Secure Boot.
Was ist deine Meinung dazu? Hast du dir frühere EULAs durchgelesen? Siehst du den Inhalt der Windows Store Terms of Use positiver als ich?
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
FSF gegen „zu“ sicheres Booten
Oktober 19, 2011 um 11:16 am | Veröffentlicht in DRM, Free Software/Open Source, GNU/Linux, Microsoft, Ubuntuusers | 20 KommentareSeit bekannt ist, dass Microsoft nur solche Geräte als Windows 8 kompatibel auszeichnen wird welche das sogenannte Secure Boot unterstützen und standardmäßig eingeschalten haben ist eine Diskussion in der Free Software Community entflammt. So wurde kolportiert, dass es den Herstellern zu aufwändig sein könnte dieses „Feature“ unter die Kontrolle des Nutzers zu stellen, sprich: abschaltbar zu machen.
Zur Info: Secure Boot nennt sich ein Verfahren, welches nur Kernel booten soll welche mit einem hinterlegten Schlüssel signiert sind. Die Befürchtungen gehen in die Richtung, dass der Nutzer selbst keine Schlüssel hinzufügen kann (z.B. für den eben selbst kompilierten Kernel) oder nicht in der Lage sein wird Secure Boot etwa durch abschalten zu umgehen. Das hätte zur Folge, dass nur Windows 8 auf diesem Computer lauffähig wäre, da sich nicht einmal eine LiveCD zur Installation starten ließe.
Die FSF hat, als Vorsichtsmaßnahme, eine Stellungnahme veröffentlicht in welcher sie Hardwarehersteller und Microsoft dazu auffordert darauf zu achten, dass durch Secure Boot (welches die FSF Restricted Boot nennt, für den Fall, dass sich die Befürchtungen bewahrheiten) die Freiheiten der Nutzer alternative Software auf dem Computer zu installieren nicht beschnitten wird. Dazu hat die FSF auch eine Unterschriftenaktion gestartet.
Man kann über die FSF (und Richard Stallman) sagen was man will, ich sehe den Sinn dieser Kampagne vor allem darin die Aufmerksamkeit von Hardwareherstellern zu erlangen. Wenn Secure Boot einmal implementiert ist werden die wenigsten Hersteller dazu geneigt sein es im Nachhinein groß anzupassen.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Anime Review 06 – Kareshi Kanojo no Jijou
Oktober 12, 2011 um 9:40 pm | Veröffentlicht in Serie | 2 Kommentare"Seine und ihre Umstände" wäre eine wortwörtliche Übersetzung des Titels. (Die offizielle deutsche Übersetzung "Mein Geheimnis, dein Geheimnis" ist hoffentlich ein schlechter Scherz.) Bei Kareshi Kanojo no Jijou (kurz: Kare Kano) handelt es sich auf den ersten Blick um eine recht ungewöhnliche Serie für das Studio GAINAX. Keine Mechas, keine Brüste die permanent schwingen als ob ihre Trägerin auf einem Trampolin lebte, keine abgefahrenen Themen. Eine einfache Schulhofromanze eben.
Mädel findet Junge. Sie kann ihn nicht leiden, er gesteht ihr seine Liebe, sie verliebt sich in ihn. Beide sind Musterschüler und stehen an der Spitze ihrer Schule. Eigentlich alles kein Problem. Doch: beide geben nur vor Musterschüler zu sein. Sobald sich beide zusammenfinden entscheiden sie sich dafür ihre Masken abzunehmen und sich einfach so zu geben wie sie sind. Vor allem sie, Miyazawa Yukino, schafft es schnell aus ihrer Hülle auszubrechen und ist fortan ein aufgewecktes, fast schon überdrehtes und komplett verliebtes Mädchen. Er, Arima Souichiro, ändert sich anfangs weniger und bleibt lange eher verschlossen. Doch auch er kann seine Gefühle nicht verleugnen.
Schnell tauchen die ersten Proben für ihre Beziehung auf. Souichiro muss sich seiner überbordenden Eifersucht stellen und Yukino wird sogar von den Mädchen der Klasse ausgeschlossen. Viele bunte Charaktere, wie Yukinos Familie mit ihren jung gebliebenen Eltern und ihre lebhaften jüngeren Schwestern, sowie eine eifersüchtige Jugendfreundin von Souichiro, bereichern bald die teils verrückten Geschichten um das Liebespaar. GAINAX schafft es die Atmosphäre um Angst vor Abweisung, Sehnsucht und immer wieder neu entstehende Anziehung zwischen den beiden in gewohnt kräftigen Bildern darzustellen. In einer Mischung aus zeitweise sehr guter Animation und Collagen aus stark bearbeiteten Fotos gleicht Kare Kano oft dem Vorgangswerk von GAINAX: Shin Seiki Evangelion. Neben diversen Kameraeinstellungen, die stark an Evangelion erinnern gibt es auch in Bild und Text viele Anspielungen auf GAINAX’ vermutlich bekanntestes Werk.
Ich habe mal gelesen, dass die Mangaka von Kare Kano, Masami Tsuda, nicht so glücklich mit GAINAX’ Interpretation von Kare Kano war. Ich habe den Manga noch nicht gelesen, er soll aber eher dem Romantik-Genre angehören, während der Anime zeitweise sehr düster und psychologisch wirkt. Eben wie Evangelion.
Wichtige Charaktere
Miyazawa Yukino

Yukino, die Musterschülerin
Yukino ist die Figur aus deren Sicht der Großteil der Geschichte Erzählt wird. Sie ist freundlich, zuvorkommend, hat die besten Noten der Schule und ist der Liebling ihrer Mitschüler und Lehrer. Auf den ersten Blick ist sie die Tochter eines gutgestellten Hauses. In ihrem zuhause, welches für Japan eher dem Durchschnitt der Mittelschicht nahe kommt, lässt sie jedoch ihre Maske fallen und wird arrogant, gibt sich verwöhnt und übermäßig ehrgeizig. Sie hält sich allen anderen überlegen, freut sich ihre Rolle so gut zu spielen. Dabei tut sie dies alles nur für ein Ziel: sie möchte von ihrem Umfeld bewundert und gelobt werden. Für sie existiert kein süßeres Gefühl … bis die Liebe zuschlägt. Plötzlich wird ihr klar, dass es ihr an den wichtigsten Dingen im Leben bisher gefehlt hat: echte Freundschaft und eine Person für die es sich zu leben lohnt.
Arima Souichiro

Arima, der neue Liebling aller Mitschüler
Souichiro, welcher unbeabsichtigt Yukino von ihrem hohen Thron als Beste der Schule stößt legt eine freundliche, wenn auch reservierte Art an den Tag. Bei seinem Onkel, dem ältesten Bruder seines Vaters, aufgewachsen versucht Souichiro sich dem Rest seiner Familie zu beweisen, welche auf ihn nur als Sohn des schwarzen Schafes der traditionsreichen Ärztefamilie herabsehen. Angst vor Berührung, aber auch Angst vor Trennung bestimmen seine Art und machen ihn zeitweise übermäßig eifersüchtig. Als er auf Yukino trifft verliebt er sich sofort in sie und versucht sie für sich zu gewinnen, was ihm erst nach ein paar Tricks und sogar Erpressung gelingt. Er findet es nicht so leicht seinen Schild abzulegen wie seine Freundin. Seine Veränderung über die Zeit ist vor allem körperlich, da man ihm das reifer werden sehr stark ansieht.
Yukinos Familie
Yukinos Vater und Mutter sind glücklich verheiratet und zeitweise hitzköpfiger als ihre Töchter. Tsukino, Yukinos ältere jüngere Schwester ist meist ruhiger als ihre aufgekratzte kleinste Schwester, Kano. Wenn’s ums Blödsinn mache geht, steht sie Kano jedoch in nichts nach.
Souichiros Familie
Souichiros Onkel und Tante sind die einzigen der Familie Arima die ihm Liebe und Verständnis entgegenbringen und ihn so akzeptieren wie er ist. Sie leben mit Souichiro zusammen in einem großen Haus, welches für meinen Geschmack viel zu groß für nur drei Personen ist.
Freunde in der Schule
Neben einer Freizeit-Buchautorin, einer Sportenthusiastin und einem selbstverliebten Playboy füllt sich Yukinos Umfeld mit einer eifersüchtigen Jugendfreundin Souichiros, einem besorgten Lehrer mit weichem Herz und vielen anderen die gerade die neue, ungeschminkte Yukino zu schätzen wissen. Sie alle werden von ihrer natürlich Herzlichkeit vereinnahmt und vergessen mit der Zeit alle Differenzen.
Der Manga lief über 11 Jahre lang, bis er von der Leserschaft auf Grund eines Mangels an neuen Ideeen aus dem Magazin gewählt wurde. Die 26 Folgen des Anime setzen vermutlich gerade mal zwei bis drei dieser Jahre an Material um. Leider endet der Anime sehr abrupt, obwohl gerade die letzten zwei Folgen sicherlich noch Platz gelassen hätten mehr vom Fest, das in der Schule vorbereitet wurde, zu zeigen. Vielleicht wäre sich sogar ein Ausschnitt aus der Theateraufführung, für welche Yukino und ihre Freunde hart gearbeitet haben, ausgegangen. Alles in allem hat mir der Anime so gut gefallen, dass ich ihn mir vor Kurzem zum dritten Mal angesehen habe. Das Ende ist jedoch leider jedes Mal enttäuschend.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Microsoft: Schwanzlängenvergleich mit Firefox und Chrome
Oktober 12, 2011 um 1:52 pm | Veröffentlicht in GNU/Linux, Internet, Microsoft, Multimedia | 4 KommentareÜber einen Heise-Artikel kam ich auf die (Werbe-)Website yourbrowsermatters.org (man lasse sich das *.org für eine Werbewebsite von Microsoft auf der Zunge zergehen). Dort soll der Sicherheitsindex für den eigenen Browser angezeigt werden. Dass es sich dabei nur um eine (ich wiederhole mich) Werbewebsite handelt beweist Microsoft damit, dass nur die beiden größten Konkurrenten Firefox (2 Punkte von möglichen 4 in der Version 7.0) und Chrome (2.5 Punkte von möglichen 4) mit dem aktuellen Internet Explorer verglichen werden. Bei einem Versuch mit rekonq oder Chromium(!) wurde nur der Text "WE CAN’T GIVE YOU A SCORE FOR YOUR BROWSER." angezeigt. Einen Vergleich für Webkit-Browser allgemein gibt es also nicht.
In verschiedenen Videos (Flash gebraucht … war da nicht mal von HTML5 die Rede?) und Artikeln wird dem Nutzer eingeredet wie man es mit der Browsersicherheit "richtig macht". Schließlich folgen Links welche einen dazu animieren sollen den Internet Explorer 9 (ob der auf Wine läuft?) herunterzuladen und zu installieren. Angesichts der Zwangs"sicherheits"updates der letzten Versionen des IE wundere ich mich, dass das überhaupt notwendig ist. Auch findet man seinen Weg um seine Windows-Installation (oh, verdammt, ich hab ja keine) zu aktualisieren, bzw. gibt es einen Verweis zum MS Security Center wo man verschiedene SIcherheitssoftware bekommen soll.
Die ganze Website ist (aus Werbegründen) bereits dem Design von Windows 8 angepasst. Die (meiner Meinung nach hässlichen) Kacheln findet man überall. In einer davon findet man diesen interessanten Text: "Make sure you are opening secured connections to the pages; you do this by typing in "HTTPS" at the beginning of a URL." Kann man etwa seit Neuestem die URL von Links welche man anklickt von Hand bearbeiten bevor die Seite geladen wird? Sinnvoller wäre es vermutlich, wenn der Browser sich beim Betreten einer neuen Domain zuerst danach umsieht ob eine https-Verbindung möglich ist und diese automatisch bevorzugt benutzt.
Besuch auf Microsoft.com
Schelm der ich bin habe ich natürlich den Link für das Update der Windows-Installation angeklickt. Blöderweise funktioniert zumindest das Windows-Update nur mit einem IE. Naja, dann halt das nächste Mal (…). Aber wenn man schon mal da ist, kann man auch schauen ob microsoft.com auch sinnvolle Informationen beinhält. Dazu tippte ich einfach "linux" in das Suchfeld ein und siehe: Bing hat das Stichwort nicht automatisch vollzensiert. Der erstgereihte Eintrag war mit dem Titel "Entfernen von Linux und Installieren von Windows XP" benannt. Gut, die letzte Version dieses Artikels stammt vom 12.06.2006. Deswegen kein peinlicher Versuch Brachialwerbung für Vista zu machen.
Sehr interessant finde ich die Zusammenfassung die wie folgt beschrieben wird:
In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie das Betriebssystem Linux von Ihrem Computer entfernen und Microsoft Windows XP installieren können. Hierbei wird davon ausgegangen, dass Linux bereits auf der Festplatte installiert ist, dass Linux-eigene Partitionen und Linux-Auslagerungspartitionen verwendet werden (die mit Windows XP inkompatibel sind) und dass kein freier Speicherplatz mehr auf der Festplatte verfügbar ist.
Linux-Swap ist mit Windows XP inkompatibel? Interessant. Nach meiner Kenntnis sind Swap Partitionen unter UNIX älter als Microsoft selbst … (leider habe ich hierfür keinen Link gefunden. Älter als XP sind sie jedoch allemal).
Als ein schönes Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit ein Dual-Boot-System mit einem nicht-MS-System erzeugen zu können werte ich folgenden Hinweis:
Hinweis: Windows XP und Linux können gleichzeitig gemeinsam auf demselben Computer installiert sein. Weitere Informationen finden Sie in Ihrer Linux-Dokumentation.
Die Formatierung der Platte (ja, alles wird plattgemacht) soll dann über die vorzuhaltende Linux-Bootdiskette mit dem darauf befindlichen Programm fdisk erledigt werden. (Ach, wie oft habe ich mit einer LiveCD die Platte für eine Windowsinstallation vorbereitet …) Die Anleitung besteht dann im Großen und Ganzen aus einer Beschreibung des Tools fdisk und der Bemerkung, dass man jetzt die WinXP-Install-CD einlegen soll.
Schon irgendwie traurig, wie der weltgrößte Hersteller von Software (auch heute noch) auf ein (von ihm verteufeltes) Konkurrenzprodukt angewiesen ist um einfache Arbeiten ohne Klicki-bunti ausführen zu können. Dieser Artikel sollte an sich kein MS-bashing (außer den kontinuierlichen Hinweis, dass es sich um eine Werbewebsite handelt) beinhalten. Die Website ist aber eine zu gute Vorlage …
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Wine AppDB gehackt
Oktober 11, 2011 um 8:22 pm | Veröffentlicht in Free Software/Open Source, Internet, Ubuntuusers | 18 KommentareGerade eben habe ich eine eMail bekommen, dass sowohl die AppDB von Wine als auch Bugzilla gehackt wurden. (Mehr zu diesem Hack.)
Es scheint als ob die Hacker nur die Login-Daten hätten auslesen können. Manipulationen der Datenbank wurden von den Verantwortlichen nicht festgestellt. Die Lücke durch die die Hacker eindringen konnten scheint sich in phpmyadmin zu befinden, welches deswegen nun keinen Zugriff mehr von außen zulässt. Damit reiht sich Wine in die unglückseligen Opfer der Free Software Szene in der letzten Zeit ein. Nach mysql.com (im März diesen Jahres), kernel.org und linux.com scheint es fast so, als ob selbst Seiten welche man als Nutzer sicher glaubt nicht vor solchen Angriffen gefeit sind. Codeweavers, die Firma welche die AppDB und Bugzilla hostet will die Lücke bereits geschlossen haben.
Jedem, der bei einem dieser Services ein Konto hat wird eine eMail zugesandt in welcher ein neues Passwort zum Login steht. Zwar seien die Passwörter verschlüsselt gewesen, mit genügend Zeit und Rechenkraft lassen sich jedoch vor allem einfache Passwörter schnell herausfinden.
Zum aktuellen Thema deswegen die Frage: wie schützt ihr euch vor potentiellen Hacks der Seiten bei denen ihr euch anmeldet? Wie wählt ihr eure Passwörter aus? Kennt ihr gute und einfache Tools um relativ sichere Passwörter zu erzeugen?
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Apollo 13 – „Failure is not an option“
Oktober 4, 2011 um 8:05 pm | Veröffentlicht in Buch, Film, Multimedia, Vermischtes | Hinterlasse einen KommentarAls Computer-Geek hat man gewissen Verpflichtungen ein Klischee einzuhalten. Auch wenn der dicke, pickelgesichtige Junge mit den Bierflaschenbrillen teilweise bis heute mit Programmierern und Linux-Enthusiasten verbunden wird (ja, auch Linus wächst noch), so haben viele von uns heute sogar maßgeschneiderte Anzüge an oder sind aus dem Keller (oder Dachboden) der Eltern ausgezogen (man stelle sich diese Überwindung vor!) um irgendwo ein Mädchen (wow!) zu finden. Zum Glück gibt es inzwischen auch eine nicht unbeträchtliche Zahl an weiblichen Geeks die sich nicht scheuen ihren Interessen zu folgen. Aber ich schweife ab.
Zum Klischee des Geeks zählt unter anderem die Affinität zu technischem Spielzeug, das Studium von technischen Details und, natürlich, der Genuss von Filmen die mit technischen Themen aufwarten. Für viele ist die ultimative Entscheidung jene, ob Captain Kirk oder Han Solo cooler/heroischer/sonstwas ist. Mir gefällt Star Wars zwar besser, aber ein großes Problem mit Pille oder Spock hatte ich auch noch nie. Um eins klarzustellen: Filme/Serien mit technischem Thema sind für mich zwar von Interesse, nehmen aber sicher keinen exklusiven Platz bei mir ein. Braveheart, Lord of the Rings oder Mononoke Hime vertreten weitaus größere Gruppen von DVDs in meinem Regal. Nichts desto trotz handelt es sich bei Apollo 13, mit Tom Hanks, Bill Paxton, Kevin Bacon, Ed Harris und Gary Sinise neben anderen wohl um einen der besten Streifen derer ich eine Kopie mein Eigen nennen darf.
Neben vielen emotionalen Szenen, wie der Start von Apollo 13, das fiktive "Failure is not an option" von Gene Kranz oder die komplette Landeszene bis zur Wasserung besticht der Film durch die großartige Leistung der wichtigen Charaktere welche die Anspannung, die Konzentration und die zunehmende Entnervung aller Beteiligten gut vermitteln können. Die gelungene Musik tut ihr Übriges.
Um das Ganze nicht zu einem verspäteten Werbeartikel zu machen möchte ich kurz meine Vorbelastung erläutern. In Wien, Österreich lebend habe ich natürlich von klein auf sehr viel mit Raumfahrt zu tun gehabt. Von Menschen die noch nie aus ihrem Bezirk herauskamen bis zu einer Schulklasse, in der jeder Zweite der Meinung war die Welt sei flach, umringt, war mein Vater, ein belesener und investigativer Enthusiast des Themas Raumfahrt, die einzige Person die versuchte meinen Intellekt anzustacheln und meine Interessen über SNES und Co. hinaus zu wecken. Dementsprechend konnte ich mit 10 Jahren den Countdown von 10 abwärts bis zum "We have a lift off" auf Englisch aufsagen, wusste, dass der kalte Krieg sich nicht nur auf dem Erdboden abspielte und kannte die grundsätzliche Art und Weise in der Raketen und das Space Shuttle funktionierten.
Als der Film Apollo 13 in Österreich in die Kinos kam war dies natürlich ein Pflichttermin für unsere Familie. Gegen 18:00 startete die Vorstellung im Gartenbaukino, Parkring 12, und entführte mich in eine Welt der Schwerelosigkeit. Interessanter Weise war es damals für mich ein Film wie jeder Andere. Disney & Co. hinterließen zwar geringere Eindrücke, waren damals aber trotzdem interessanter. Erst später, als mein Vater den Film auf Kaufkassette (DVDs waren noch nicht sehr verbreitet) mitbrachte, hatte ich wieder die Gelegenheit ihn mir anzusehen. Jene VHS-Kassette trug auf einem (gegenüber heutigen Geräten) kleinen 4:3 Fernseher eine solche Kraft, dass mich der Film seit damals nicht mehr losließ.
Durch den Film bekam ich das Interesse daran mich etwas mit der Geschichte hinter dem Ereignis zu beschäftigen. So wältzte ich viele deutsche und englische Wiki-Artikel und kaufte mir bei einer Freundin, welche in einem Bücherladen arbeitet die englische Originalfassung von "Lost Moon", welches seit dem Film, welcher wiederum auf dem Buch basiert, unter dem Namen "Apollo 13" erhältlich ist. Das Buch stellt gewisser Maßen die Memoiren von Jim Lovell, dem Kommandanten von Apollo 13, dar ist aber in einer ansprechenden Romanform geschrieben. Es beschreibt detailiert die Vorgänge in Apollo 13, gibt aber auch Einblick in alltägliche NASA-Arbeit und den Werdegang Lovells ohne langweilig zu werden. Oder möglicherweise sehe nur ich als technikaffiner Geek das so…
Nun ja, genug geschwärmt. Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote: Wie Gene Kranz, der verantwortliche Flight Director von Apollo 13 im Making Of zum Film erklärt hat er die Worte "Failure is not an option", welche ihm im Film in den Mund gelegt werden nie gesagt. Er fand sie aber so treffend, dass er diese zum Titel seiner eigenen Memoiren machte.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Schuld ist immer der Moslem – oder nicht?
Juli 28, 2011 um 12:02 pm | Veröffentlicht in Politik | 11 KommentareEs gibt da ein Thema, das mich seit dem Beginn beschäftigt/nervt/ärgert. Es geht dabei um das Wort Islamist. Es bezeichnet, im allgemeinen Gebrauch einen Attentäter/Terrorist/Mörder mit islamischem Hintergrund. Ob dieser Hintergrund eine große Rolle bei den Taten der Person spielt wird nicht näher betrachtet. Dieses Verhalten geht Hand in Hand mit der Gewohnheit der Medien die Konfession eines Täters nur dann anzugeben wenn er Moslem ist. Ist ein Einbrecher/Schläger/Dieb/Mörder Christ, so wird das in keiner Zeile erwähnt. Warum? Die Antwort ist einfach: es ist unwichtig. Genauso unwichtig ist es auch, ob die Person nun Buddhist, Moslem, Shintoist oder Atheist ist.
Ich fordere deswegen die Medien und alle irgendwo noch klar und selbst denkenden Menschen (die beiden Mengen überschneiden sich scheinbar nicht sehr oft) auf eine von zwei Möglichkeiten zu wählen um der sehr einseitigen Berichterstattung und der öffentlichen Meinung ein ausgleichendes Element zu geben:
Entweder
- hört auf den Begriff Islamist zu verwenden und macht auf den islamischen Hintergrund nur aufmerksam, wenn es sich um ein wichtiges Detail handelt oder
- führt Begriffe für alle anderen Konfessionen ein und verwendet diese relativ zum Wort Islamist.
Zum 2. Punkt habe ich ein paar Vorschläge:
- Christist
- Katholizist
- Evangelist
- Buddhistist
- Atheistist
- …
Hört sich bescheuert an stimmts? Genauso bescheuer wie sich Islamist am Anfang der Berichterstattung angehört hat. Durch die häufige Verwendung sind wir diesen Begriff nun gewohnt.
Ich bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen. Ich bin kein religöser Mensch, sondern würde mich eher als Atheisten bezeichnen. Für mich ist jede Instrumentalisierung des Glaubens, sei es durch eine Kirche, eine Sekte, einen Mullah oder sonstwen, eine Unterdrückung des Gläubigen. Auch versuche ich nicht Partei für den Islam zu ergreifen. Der Islam ist bei weitem keine Religion welche Frieden, Freude, Eierkuchen und gebrannte Mandeln für die Welt fordert. Ungläubige sollen, nach dem Koran, an allen Ecken belogen und getötet werden. Aber auch das Christentum hat mit Hexenverbrennungen, Menschenverfolgung und dem Schlachten von "Ungläubigen" bewiesen, dass es einen Hang zum Barbarentum hat.
Warum ist mir dieses Thema gerade jetzt so wichtig? Es steht im Zusammenhang mit den Anschlägen von Oslo vor wenigen Tagen. Viele Medien schoßen bei der Berichterstattung vorschnell und erklärten den Mörder zum Islamisten. In Wahrheit war dieser jedoch erzchristlich. Seit diesem Zeitpunkt wird seine Konfession aber überall gekonnt ignoriert. Man sieht nicht einmal eine Entschuldigung dafür, dass der Islam sofort und ohne Beweise mit dem Attentat in Verbindung gebracht wurde.
Diese Berichterstattung hat außerdem noch eine andere Wirkung, die mir nicht unbedingt gefällt. Die rechts-rechten Parteien, die ja sowieso den Islam, die "linken Chaoten" und die Pizza Margherita für alles verantwortlich machen haben ein weiteres "Argument" bekommen mit dem sie ihre verdrehte Darstellung der Geschichte und ihrer Beweggründe ihren hirnlosen hörigen Massen besser verkaufen können. Da es keine großen Gegendarstellungen gab, die den Täter vom Islam distanzieren, wird es wohl nicht lange dauern, bis rechte Schläger moslemische Mitbürger terrorisieren und sich dabei auf Rache für Oslo berufen.
Dieser Artikel ist nicht als Scherz gemeint.

This work is licensed under a Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported License.
=-=-=-=-=
Powered by Blogilo
Bloggen Sie auf WordPress.com. | Theme: Pool von Borja Fernandez.
Einträge und Kommentare Feeds.
